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Wer in seinem Innern geordnet und wohlbestellt ist

Spruchbild: Wer in seinem Innern geordnet und wohlbestellt ist, der kümmert sich nicht  um das sonderb …

Wer in seinem Innern geordnet und wohlbestellt ist, der kümmert sich nicht um das sonderbare und verkehrte Treiben der Menschen. Nur soweit wird der Mensch gehindert und zerstreut, als er von den Dingen in sich aufnimmt.

Bedeutung

Thomas à Kempis richtet den Blick auf innere Ordnung als Schutz vor äußerer Zerstreuung. Wer in sich gefestigt ist, lässt sich vom sonderbaren Treiben anderer Menschen weniger beunruhigen. Hindernisse entstehen nicht nur draußen, sondern dadurch, dass man fremde Unruhe in sich aufnimmt. Der Spruch verbindet christlich geprägte Innerlichkeit mit praktischer Gelassenheit. Er fordert keine Kälte gegenüber Menschen, sondern ein wachsames Herz, das nicht jede Verwirrung zum eigenen Maßstab macht. Dadurch bleibt die Aussage pointiert, verständlich und eng an ihrem jeweiligen Bild.

Verwendung

Geeignet für spirituelle Impulse, Achtsamkeitstexte, Tagebuchseiten, Seminare über Gelassenheit oder persönliche Abgrenzung. Der Ton ist ernst, ruhig und kontemplativ. Besonders passend ist er, wenn äußere Hektik, Klatsch oder Konflikte nicht das eigene Innenleben bestimmen sollen. Auch in kurzen Begleittexten, moderierten Sammlungen oder Einleitungen lässt er sich redaktionell gut einordnen.

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Über Thomas à Kempis

Über den Autor

Schriftsteller · 1379 - 1471

Thomas à Kempis (um 1380–1471) war Augustiner-Chorherr im Kloster Agnetenberg bei Zwolle und Mystiker, dessen Schriften der Devotio moderna entstammen.

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Geboren als Thomas Hemerken in Kempen, trat er der Kongregation von Windesheim bei – einer Gemeinschaft, die für ihre spirituelle Erneuerungsbewegung des späten Mittelalters stand. Sein bekanntestes Werk, „De Imitatione Christi", zählt zu den meistgelesenen christlichen Büchern überhaupt und wurde in zahllose Sprachen übersetzt.

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