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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 14

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Manche Menschen reisen hauptsächlich in den Urlaub, um Ansichtskarten zu kaufen, obwohl es doch vernünftiger wäre, sich diese Karten kommen zu lassen.

    Robert Musil

  2. Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  3. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern hauptsächlich von Schlagworten.

    Robert Louis Stevenson

  4. Es war im schönen Karneval, wo, wie auch sonst und überall, der Mensch mit ungemeiner List zu scheinen sucht, was er nicht ist.

    Wilhelm Busch

  5. Wer keinen Charakter hat, ist kein Mensch; er ist nur eine Sache.

    Nicolas Chamfort

  6. Ein guter Mensch ist immer ein Anfänger.

    Martial

  7. Das Leben geschieht in größeren Zusammenhängen, als sie der Mensch fügen und verstehen kann.

    Alfred Friedrich Delp

  8. Sage mir, mit wem du umgehst, und ich werde dir sagen, wer er ist.

    Ludwig Marcuse

  9. Die Menschen verkommen, wenn sie kein Festtagskleid anziehen.

    Thomas Carlyle

  10. Es gibt zwei Arten guter Menschen: Die Toten und die Ungeborenen.

  11. Wer den Willen des Himmels nicht kennt, der ist kein edler Mensch.

    Konfuzius

  12. Der Mensch zerfällt in zwei Teile. Einen männlichen, der nicht denken will, und einen weiblichen, der nicht denken kann.

    Kurt Tucholsky

  13. Gott hat die Esel geschaffen, damit sie dem Menschen zum Vergleich dienen können.

    Christian Johann Heinrich Heine

  14. Dem Menschen ist ein Mensch noch immer lieber als ein Engel.

    Gotthold Ephraim Lessing

  15. Advent ist eine Zeit der Erschütterung, in der der Mensch wach werden soll zu sich selbst.

    Alfred Friedrich Delp

  16. Die Liebe ist unser eigentliches Lebenselement. Fehlt die Liebe, so verkümmern und entarten die Menschen. Leben sie von ihr, so gedeihen sie und bleiben jung.

    Johannes von Müller

  17. Nirgends strapaziert sich der Mensch mehr als bei der Jagd nach Erholung.

    Laurence Sterne

  18. Eine Vernunftehe schließen heißt in den meisten Fällen, alle seine Vernunft zusammenzunehmen, um die wahnsinnigste Handlung zu begehen, die ein Mensch begehen kann.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  19. Hilf heute einem anderen Menschen. Dadurch werden deine Freude und Begeisterung gestärkt

  20. Wer die Eitelkeit der Menschen gründlich kennen lernen will, braucht nur die Ursachen und die Wirkungen der Liebe betrachten.

    Blaise Pascal

  21. Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln: erstens durch Nachdenken, das ist der edelste; zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste; drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.

    Konfuzius

  22. Wenn man jedes Jahr eine bösartige Gewohnheit ausreißt, wird mit der Zeit der schlimmste Mensch gut

    Benjamin Franklin

  23. Ich habe mich so lange ums Allgemeine bemüht, bis ich einsehen lernte, was vorzügliche Menschen im Besonderen leisten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  24. Der Mensch liebt seine eigenen Fehler.

  25. Die Menschen sollen nicht so viel nachdenken, was sie tun sollen, sie sollen vielmehr bedenken, was sie sind.

    Eckhart von Hochheim

  26. Zur Geburt Ein kleiner Mensch kam auf die Welt und ein Traum wurde wahr...

  27. Jeder Mensch ist berufen, hier und jetzt sein Schicksal auf Erden anzunehmen

  28. Die Frau ist ein menschliches Wesen, das sich anzieht, schwatzt und sich auszieht.

    Voltaire

  29. Wenn du einen Menschen zum Nachdenken anregst, kannst du heimlich seinen Reis essen.

  30. Jeder Mensch ist ein neues Gottes-, Welt- und Menschengericht.

    Hermann Stehr

  31. Indem der Mensch die Natur entmachtet, entzieht sie ihm die Bekömmlichkeit

  32. Kein Fisch ohne Gräte, kein Mensch ohne Mängel.

  33. Der Mensch liebt nur einmal.

  34. Wenn die Menschen nicht danach sind, oben und unten, hilft die Verfassung nicht, und wäre sie vom Himmel gefallen.

    Adolph Kolping

  35. Naturnotwendig will der Mensch das Gute.

    Thomas von Aquin

  36. Ein kampfsüchtiger Hahn wird nie ein fleischiges Speisehähnchen, ein angeberischer Mensch vollbringt keine große Tat.

  37. Wer einen Menschen tötet, tötet ein vernünftiges Wesen, Gottes Ebenbild; aber wer ein gutes Buch vernichtet, tötet die Vernunft selbst, tötet das Ebenbild Gottes, sozusagen als Abbild.

    John Milton

  38. Die Jugend zeigt den Mann an, so wie der Morgen den Tag ankündigt.

    John Milton

  39. Die Frau ist die notwendige Ergänzung des Mannes - ohne die Frau kann der Mann nicht Mensch sein, ohne Teilnahme der Frau kann der Mann kein menschliches Ideal verwirklichen.

    Wilhelm Liebknecht

  40. Die menschliche Hand bedeutet menschliche Macht: Mit dem durchgeistigten Handeln der Hand ist der Mensch der Natur gegenüber gefährlich geworden.

    Oswald Spengler

  41. Es liegt tief in der Natur des Menschen, dass er alles essen will, was er liebt.

    Oswald Spengler

  42. Es ist sonderbar, dass der Mensch sich nicht vor sich selbst fürchtet.

    Friedrich von Schlegel

  43. Der Mensch, der gleicht dem Aprilwetter, welches bald schön, bald wild, bald warm, bald kalt, bald trocken, bald naß, bald Sonne, bald Regen, bald Riesel, bald Schnee, bald Blumen, bald Klee.

    Abraham a Sancta Clara

  44. Das Wort des Menschen ist sein Wesen

  45. Der Mensch ist der Bogen, der Gedanke der Pfeil und Rechtschaffenheit das Ziel.

  46. Taste aber nur einer das Eigentum an, und der Mensch mit seinen Leidenschaften wird sogleich da sein

    Johann Wolfgang von Goethe

  47. Was des Menschen Herzenswunsch ist dazu läßt er sich gern befehligen.

    Joseph Victor von Scheffel

  48. Man kann beobachten, dass eines jeden Menschen Sehnsucht nach derjenigen Gegend reist, in welcher er das meiste und kräftigste Licht und die sattesten Farben wahrgenommen hat.

    Carl Spitteler

  49. Wer ist der glücklichste Mensch? Der fremdes Verdienst zu empfinden weiß und am fremden Genuss sich wie am eignen zu freun.

    Johann Wolfgang von Goethe

  50. Wie sind wohl die Menschen zu dem Begriff der Freiheit gelangt? Es war ein großer Gedanke.

    Georg Christoph Lichtenberg

  51. Jeder Mensch wird als Zwilling geboren – als der, der er ist und als der, für den er sich hält.

    Martin Kessel

  52. Der Mensch ist das Wesen, welches die oberste Stufe der sichtbaren Schöpfung einnimmt und das sich sogar für das Ebenbild Gottes ausgibt - worüber Gott sich jedoch nicht sehr geschmeichelt fühlen dürf …

    Johann Nepomuk Nestroy

  53. Wer bist du, Mensch? Ein Garten voller Disteln. Is nit gnug das. Eine Rose voller Dornen. Is noch nit gnug. Ein Himmel voller Finsternis.

    Abraham a Sancta Clara

  54. Der Müßiggang, nicht die Arbeit, ist der Fluch der Menschen

    Samuel Smiles

  55. Die Welt verstehen heißt für einen Menschen: Sie auf das Menschliche zurückführen, ihr ein menschliches Siegel aufdrücken.

    Albert Camus

  56. Die glücklichsten und die allerunglücklichsten Menschen sind im gleichen Maße zur Härte geneigt.

    Charles-Louis de Montesquieu

  57. Wir lernen die Menschen nicht kennen, wenn sie zu uns kommen, wir müssen zu ihnen gehen, um zu erfahren, wie es mit ihnen steht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  58. Die Menschen begreifen gar nicht, wie ernst man sein muss, um heiter zu sein.

    Johann Wolfgang von Goethe

  59. Es ist von größter Wichtigkeit, dass Kinder arbeiten lernen. Der Mensch ist das einzige Tier, das arbeiten muß.

    Immanuel Kant

  60. Wer in der Welt gefallen will, muss sich entschließen, eine Menge Dinge zu lernen, die man von Leuten erfährt, die sie nie gelernt haben.

    Nicolas Chamfort