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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 8

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Sieh nach dem Wetter, wenn du hinausgehst; sie dir die Gesichter der Menschen an, wenn du eintrittst.

  2. Viele Menschen verstehen unter Denken nur die Umgruppierung ihrer Vorurteile.

    William James

  3. Froh und glücklich machen, trösten und erfreuen, ist das Beste, was der Mensch auf dieser Welt ausrichten kann.

    Adolph Kolping

  4. Es ist einfach geboren zu werden, aber schwer, ein Mensch zu werden.

  5. Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Krieg.

    Jean Paul

  6. Hasse Menschen, liebe Menschen, aber sei ihnen gegenüber niemals gleichgültig!

    Rainer Haak

  7. Unter den Menschen sind die alten am besten - unter den Kleidern die neuen

  8. Wie wär's, wenn du es mal erprobst, und, wo berechtigt, andre lobst? Und stell dir vor, wenn du erst merkst, dass du mit Lob Menschen auch stärkst!

    Karl-Heinz Söhler

  9. Oft stolpern die Menschen über eine Wahrheit, aber sie richten sich auf und gehen weiter, als sei nichts geschehen

    Winston Churchill

  10. Gesunder Menschenverstand in ungewöhnlichem Maße ist das, was die Welt Weisheit nennt

    Samuel Taylor Coleridge

  11. Ein Mensch ohne Kenntnis, eine Welt im Finstern.

    Baltasar Gracián y Morales

  12. Der Mensch ist wie sein Umgang.

    Euripides

  13. Jeder Mensch schafft sich seine eigene Größe. Zwerge bleiben Zwerge, wenn sie auch auf Alpen sitzen.

    August von Kotzebue

  14. Der Mensch wird sicherlich von Zeit zu Zeit über die Wahrheit stolpern, aber sich meist schnell wieder aufraffen und weitermachen wie gehabt.

    Winston Churchill

  15. Der Mensch überwindet Hindernisse um endlich Ruhe zu haben, und findet dann nichts so unerträglich wie Ruhe.

    Henry Adams

  16. Der Mensch ist bestimmt, in der Gesellschaft zu leben. Er soll in der Gesellschaft leben. Er ist kein ganz vollendeter Mensch und widerspricht sich selbst, wenn er isoliert lebt

    Johann Gottlieb Fichte

  17. Nicht der fernste Mensch ist uns das größte Geheimnis, sondern gerade der Nächste

    Dietrich Bonhoeffer

  18. Wenn der Mensch plötzlich tugendhaft würde, so müssten viele Tausende verhungern

    Georg Christoph Lichtenberg

  19. Beachtung braucht der Mensch wie die Blume die Sonne

  20. Wie alt ein Mensch ist, erkennt man daran, ob er zwei Stufen oder zwei Tabletten auf einmal nimmt.

  21. Gewalt macht den Menschen zur Sache.

    Simone Weil

  22. Kohl ist ein bekanntes Küchengemüse, etwa so groß und klug wie ein menschlicher Kopf.

    Ambrose Bierce

  23. Aber so ist der Mensch. Immer das Dümmste gefällt und beschäftigt ihn.

    Theodor Fontane

  24. Von der Zunge hängt des Menschen Würde und Glück ab.

    Erasmus von Rotterdam

  25. Der faule Mensch ist egoistisch, auch mit gutem Herzen.

    Sully Prudhomme

  26. Jeder Mensch ist wichtig, der den Posten, auf dem er steht, ganz ausfüllt. Sei der Wirkungskreis noch so klein, er ist in seiner Art groß

    Friedrich von Schiller

  27. In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.

    Sigmund Freud

  28. Ein Hund, der bellt, ist mehr wert, als ein ein Mensch, der lügt.

    Henry de Montherlant

  29. Der Mensch, durchtrieben und gescheit, bemerkte schon seit alter Zeit, dass ihm hienieden allerlei verdrießlich und zuwider sei.

    Wilhelm Busch

  30. Der Mensch ist nicht allein ein Werk der Umstände, sondern die Umstände sind ein Werk des Menschen.

    Benjamin Disraeli

  31. Es ist auch eine soziale Wahrheit, daß der Mensch nicht bloß vom Brote lebt, sondern des Wortes Gottes bedarf, um zu existieren.

    Adolph Kolping

  32. Das ist meine allerschlimmste Erfahrung: Der Schmerz macht die meisten Menschen nicht groß, sondern klein.

    Dante Alighieri

  33. Ein langer Weg prüft ein Pferd auf seine Stärke, die Zeit einen Menschen auf seinen Charakter.

  34. Der Geist eines vollkommenen Menschen ist wie ein Spiegel. Er hält nichts fest. Er reflektiert, aber er hält nichts fest. Deshalb kann der vollkommene Mensch handeln ohne Anstrengung.

  35. Es ist ein großer Fehler, das Komplimente machen aufzugeben. Wenn der Mensch nichts Charmantes mehr sagt, hat er auch keine charmanten Gedanken mehr.

    Oscar Wilde

  36. Die Tugend des freien Menschen zeigt sich ebenso groß im Vermeiden wie im Überwinden von Gefahren.

    Baruch de Spinoza

  37. Die Quelle des Fortschritts in der Geschichte ist der einzelne Mensch.

    Paul de Lagarde

  38. O freilich, wenn Entschlüsse nur Wünsche sind, so ist der Mensch des Zufalls Spiel!

    Friedrich Schleiermacher

  39. Der Mensch denkt immer anders als das Schicksal.

    Publius Syrus

  40. Die Menschen sind nicht halb so gut, wie ihre Freunde sie schildern und nicht halb so schlecht, wie ihre Feinde behaupten

    Adolph Freiherr von Knigge

  41. Ein klassisches Werk ist ein Buch, das die Menschen loben, aber nie lesen

    Ernest Miller Hemingway

  42. Jeder Mensch bereitet uns auf irgendeine Art Vergnügen: Der eine, wenn er ein Zimmer betritt, der andere, wenn er es verläßt.

    Hermann Bang

  43. Die Wahrheit ist, dass es eine gewisse Ernährungsform gibt, die die Menschen mehr auszehrt als die größte Enthaltsamkeit.

    Henry Fielding

  44. Die meisten Menschen besitzen wie Pflanzen verborgene Eigenschaften, die der Zufall entdeckt.

    François de la Rochefoucauld

  45. Irgendwie, bewußt oder unbewußt, ist jeder Mensch auf der Suche nach Gott.

    Rainer Haak

  46. Wenn du mit Sieg und Niederlage gleichermaßen fertig wirst, dann bist du ein richtiger Mensch

    Rudyard Kipling

  47. Jede höhere Stufe, welche der Mensch betritt, erfordert eine andere Lebensordnung

    Christoph Martin Wieland

  48. Das Wichtigste im Verkehr mit Menschen: ihnen ihre Ausreden wegräumen.

    Arthur Schnitzler

  49. Der Wiener ist ein mit sich' sehr unglücklicher Mensch, der den Wiener hasst, aber ohne den Wiener nicht leben kann.

    Hermann Bahr

  50. Sklavische Hingabe an die Launen des Schicksals ist eines denkenden Menschen unwürdig.

    Heinrich von Kleist

  51. Jeder Mensch hat auch seine moralische backside, die er nicht ohne Not zeigt und die er solange wie möglich mit den Hosen des Anstandes zudeckt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  52. Mehr Dampf in einer Lokomotive erzeugen, als nötig ist für ihre höchste Bewegung, ist die Tat eines wahnsinnig gewordenen Maschinenführers. So ist der Mensch! Er rast dahin den Weg des Lebens und wird …

    Peter Altenberg

  53. Jeder Mensch ist ein Abgrund. Man schaudert, wenn man hineinsieht.

    Georg Büchner

  54. Es gibt naive Menschen, die sich erkennen und ihre Naivität geschickt zu benutzen verstehen

    François de la Rochefoucauld

  55. An sich selbst muss der Mensch in Erfahrung bringen, wie dem anderen zumute ist.

    Wilhelm Raabe

  56. In der Firmung erlangt der Mensch das Vollalter des geistlichen Lebens.

    Thomas von Aquin

  57. Der Mensch wandelt immer zwischen Abgründen, und ob er will oder nicht, besteht seine ihm eigenste Aufgabe darin, sein Gleichgewicht zu bewahren.

    José Ortega y Gasset

  58. Das Wichtigste für den Menschen ist der Mensch, da liegt nicht bloß sein Glück, da liegt auch seine Gesundheit.

    Theodor Fontane

  59. Man beurteilt einen Menschen nach seinen Feinden ebenso sehr wie nach seinen Freunden

    Joseph Conrad

  60. Die Menschen gebrauchen im allgemeinen nur einen kleinen Teil der Macht, die sie besitzen.

    William James