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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 12

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Wenn Du Dich in Gefahr glaubst, an einem Menschen zugrunde zu gehen, so rechne es ihm nicht gleich als Schuld an, sondern frage Dich vorerst, wie lange Du schon nach solch einem Menschen gesucht ha …

    Arthur Schnitzler

  2. Jeder geliebte Mensch ist der Mittelpunkt eines Paradieses.

    Novalis

  3. Wenn die Gerechtigkeit untergeht, hat es keinen Wert mehr, dass Menschen auf Erden leben.

    Immanuel Kant

  4. Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde, das erklärt manches.

    Mark Twain

  5. Auf meinem Lebenswege werden mir Menschen aller Art begegnen, und jeden muß ich zu nutzen verstehen

    Heinrich von Kleist

  6. Ein fauler und ein fleißiger Mensch können nicht gut miteinander leben, der faule verachtet den fleißigen gar zu sehr.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  7. Der Priester wird die Wesensgleichheit von Mensch und Tier nie zugeben, da er auf die unsterbliche Seele nicht verzichten kann, die er braucht, um die Moralforderung zu begründen.

    Sigmund Freud

  8. Die meisten Menschen brauchen mehr Liebe als sie verdienen

    Marie von Ebner-Eschenbach

  9. Menschen stehen und warten, das Leben bringt und geht, der Tod kommt und nimmt.

  10. Wofür ein Mensch auch beten mag - er betet um Wunder

    Iwan Turgenjew

  11. Der Mensch hat nichts so eigen, so wohl steht ihm nichts an, als, dass er Treu erzeigen und Freundschaft halten kann.

    Simon Dach

  12. Der Mensch ist nicht zur Ruhe bestimmt.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg

  13. Mensch zu sein ist etwas Sonderbares: Man ist nie fertig.

    Else Pannek

  14. Der nützlichste Mensch in der nützlichsten Welt würde ewig unbefriedigt bleiben, wenn immer nur für seine Bequemlichkeit gesorgt würde.

    Ralph Waldo Emerson

  15. Ein Mensch ohne Humor ist wie ein Haus mit immer trüben Fenstern.

    Friedrich Wilhelm Josef Ritter von Schelling

  16. Der Mensch flieht vor der Zeit, die Zeit vor dem Menschen.

    Edward Young

  17. Ich glaube, nichts lehrt einen besser Bescheidenheit, als wenn man einen wertvollen Menschen liebt.

    André Gide

  18. Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat

    Jean Paul

  19. Religion zu haben ist Pflicht des Menschen gegen sich selbst.

    Immanuel Kant

  20. Wir alle sind nur soweit Menschen geworden, als wir Menschen liebten oder Gelegenheit zu lieben hatten.

    Boris Pasternak

  21. Der Mensch muss das Gute und Große wollen, das Übrige hängt vom Schicksal ab.

    Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  22. Manchmal ist es schwerer, einen einzigen Menschen als ein ganzes Volk zu beherrschen.

    Marquis de Vauvenargues

  23. Hoch Gestellte kennen das Volk nicht und denken auch gar nicht daran, es kennen zu lernen.

    Marquis de Vauvenargues

  24. Jede Zeit wie jeder Mensch hat ein gewisses Gedankenfeld, über das hinaus nichts wahrgenommen wird.

    Bertha Freifrau von Suttner

  25. Der Mensch ist immer noch der beste Computer

    John F. Kennedy

  26. Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern derjenige, welcher sein Leben am meisten empfunden hat.

    Jean-Jacques Rousseau

  27. Das sicherste Mittel, arm zu bleiben, ist, ein ehrlicher Mensch zu sein.

    Napoleon

  28. Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf. Es kommt nur auf die Entfernung an.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  29. Kein kluger Mensch hat jemals gewünscht, jünger zu sein.

    Jonathan Swift

  30. Der Mensch ist ein Raubtier mit manchmal humanen Ansätzen

    Friedrich Dürrenmatt

  31. Eine neue Rolle des Lebens spielt der Mensch am wärmsten und besten

    Jean Paul

  32. Der Mensch ist eher geboren als der Amtmann.

  33. Die Zeit geht hin, und der Mensch gewahrt es nicht.

    Dante Alighieri

  34. Menschenherz und Meeresboden sind unergründlich.

  35. Lege deinem Mitmenschen Steine in den Weg; er mag sich daraus etwas bauen

    Johann Wolfgang von Goethe

  36. Die Menschen verstehen nicht, welch große Einnahmequelle in der Sparsamkeit liegt

    Marcus Tullius Cicero

  37. Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.

    Theodor Heuss

  38. Wer dich verschmäht, du edler Wein, der ist nicht wert, ein Mensch zu sein.

    Joachim Perinet

  39. Trügerisch hängt über den Menschen die Zeit, rollt mit sich dahin des Lebens Flut.

    Pindar

  40. Das ganze Jahrhundert ist ein Wettrennen nach großen Zielen mit kleinen Menschen

    Jean Paul

  41. Der Mensch hat zwei Arme, um zu arbeiten - und zwei Beine, um vor der Arbeit zu flüchten

  42. Welchen Sinn hat das Leben eines Menschen, der keine Zeit hat?

    Frank Wedekind

  43. Der Mensch ist geboren, um in ewig zappelnder Ruhelosigkeit oder in der tatenlosen Lethargie der Langeweile sein Leben zu verbringen.

    Voltaire

  44. Durch die Natur wird das Herz des Menschen gemildert und gesänftigt.

    Adalbert Stifter

  45. Gott hat nur Wasser geschaffen, aber der Mensch machte den Wein.

    Victor-Marie Hugo

  46. Jeder Versuch eines Einzelnen, für sich zu lösen, was alle angeht, muß scheitern.

    Friedrich Dürrenmatt

  47. Vom Ziel haben viele Menschen einen Begriff, nur möchten sie es gerne schlendernd erreichen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  48. Es ist ganz gewiss, dass man viele Freunde hat, wenn man keines Menschen bedarf.

    Theresia von Avila

  49. Wir brauchen weniger Menschen, die nur über die Liebe reden, und mehr, die Liebe leben.

    Rainer Haak

  50. Das Buch ist eines der größten Weltwunder, es ist ein materielles Gefäß für das Immaterielle, den Geist. Das hat es mit dem Menschen gemein.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  51. Die Welt ist ein Topf, und der Mensch ein Löffel darin.

  52. Der Mensch hat zwei Berufungen in sich: eine ruft zum Leben, die andere zum Tod.

    Hildegard von Bingen

  53. Eine Mutter ist der einzige Mensch auf der Welt, der dich schon liebt, bevor er dich kennt.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  54. Kein Fisch ohne Gräte, kein Mensch ohne Fehler.

  55. Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch - ein Seil über einem Abgrund.

    Friedrich Nietzsche

  56. Nur durch die Tiefen unserer Erde, nur durch die Stürme eines Menschengewissens hindurch eröffnet sich der Blick auf die Ewigkeit.

    Dietrich Bonhoeffer

  57. Wenn du Menschen fischen willst, so musst du dein Herz an die Angel stecken; dann beißen sie an

    Gottfried Keller

  58. Wenn Leute mit mir übereinstimmen, habe ich immer das Gefühl, ich müsse mich irren.

    Oscar Wilde

  59. Der Mensch ist nichts an sich. Er ist nur eine grenzenlose Chance. Aber er ist der grenzenlos Verantwortliche für diese Chance.

    Albert Camus

  60. Der Mensch ist ein Mensch mehr durch das, was er verschweigt, als durch das, was er ist.

    Albert Camus