gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 13

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Ein Pedant ist ein Mensch, der geistig schlecht verdaut.

    Jules Renard

  2. In seiner Kühnheit, alles in Kauf zu nehmen, stürzt sich der Mensch in verbotene Frevel.

    Horaz

  3. Indessen ist es bezeichnend für die menschliche Eitelkeit, dass sich jeder einbildet, das ganze All kümmere sich um seine kleinsten Sorgen.

    Jonathan Swift

  4. Sinnlich beginnt der Mensch, dann denkt er, endlich glaubt er.

    Ludwig Börne

  5. Studiere die Menschen, nicht um sie zu überlisten und auszubeuten, sondern um das Gute in Ihnen aufzuwecken und in Bewegung zu setzen.

    Gottfried Keller

  6. Eine jede Arbeit, welche den Menschen in Anspruch nimmt, macht den Menschen still und bewirkt, dass er sich in das gesellschaftliche Gefüge seiner Stelle einordnet.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  7. Nicht dem Menschen, der Gottheit nur geziemt die Rach' und Strafe.

    Christian Dietrich Grabbe

  8. Das ist des Menschen Ruhm: Zu wissen, dass unendlich sein Ziel ist und doch nie still zu stehen im Lauf.

    Friedrich Schleiermacher

  9. Die Gesetze der Natur sind wunderbar, aber ihr Räderwerk zermalmt viele Insekten wie die Regierungen viele Menschen.

    Antoine de Rivarol

  10. Erträglich ist der Mensch als Einzelner. Im Haufen steht er der Tierwelt zu nah.

    Franz Grillparzer

  11. Wenn man die Menschen lehrt, wie sie denken sollen, und nicht, was sie denken sollen, so wird auch dem Mißverständnis vorgebeugt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  12. Das ganze Glück des Menschen besteht darin, bei anderen Achtung zu genießen.

    Blaise Pascal

  13. Die Irrtümer des Menschen machen ihn eigentlich liebenswert.

    Johann Wolfgang von Goethe

  14. Der Mensch bedarf des Lobes fast wie der Nahrung.

    Emanuel Wertheimer

  15. Wenn ein Mensch mit Gott gut steht, der steht wohl, wenn's übel geht; denn er kann die höchsten Gaben, Vater, Bruder, Tröster haben.

    Friedrich von Logau

  16. Der Mensch tut nicht alles aus sich selbst, er arbeitet auch dem Schicksal in die Hände.

    Ludwig Anzengruber

  17. Ohne Ehe ist der Mensch überall und nirgends zu Hause.

    Bogumil Goltz

  18. Jeder Mensch hat ein Gewissen. Es mahnt ihn, er soll nichts fürchten und soll nichts versäumen, was das Herz von ihm fordert.

    Bettina von Arnim

  19. Jeder Mensch ist, wie alle, unvollkommen in allem, aber dennoch in irgendeiner Hinsicht vollkommener als in anderer; und so stellt er diese Vollkommenheiten den anderen Menschen gegenüber als Forderu …

    Leo Tolstoi

  20. Die Menschen werden selten durch fremden Schaden klug

    Adolph Kolping

  21. Man darf nur die meisten Menschen bestimmt nötig haben, um sogleich ihre Bösartigkeit zu wecken.

    Johann Gottfried Seume

  22. Ein konsequenter Mensch glaubt an das Schicksal, ein launenhafter an den Zufall.

    Benjamin Disraeli

  23. Der Mensch befindet sich niemals im Besitz uneingeschränkter Freiheit, sondern er besitzt nur eine zweiter Ordnung, zum Beispiel steht es ihm frei, das oder das zu essen, nicht aber, überhaupt nicht z …

    Antoine de Rivarol

  24. Der Mensch ist ein Geheimnis. Man muß es enträtseln, und wenn du es ein ganzes Leben lang enträtseln wirst, so sage nicht, du hättest die Zeit verloren. Ich beschäftige mich mit diesem Geheimn …

    Fjodor M. Dostojewski

  25. Der schlimmste der Menschen ist der, wer keine Entschuldigung annimmt, keine Sünde deckt und keinen Fehler vergibt.

  26. Es gibt ein altes Sprichwort: Ein Ermüdeter sucht Streit. Dasselbe gilt vom Hungrigen und Durstigen und überhaupt von jedem Menschen, den etwas quält.

    Seneca

  27. Der Mensch ist von einer Kompliziertheit, die nur Individualitäten zuläßt.

    Friedrich Dürrenmatt

  28. Man kann die Menschen entbehren, aber es bedarf eines Freundes.

  29. Der Mensch ist einmal so von Gott geartet, daß er der Liebe nicht entraten kann und nicht entbehren soll, und zwar sein ganzes Leben hindurch

    Adolph Kolping

  30. Nur Religion macht ein Volk; wo die Menschen keine Religion haben, da ist nur Masse

    Carl Friedrich Paul Ernst

  31. Ohne Argwohn zu sein ist den meisten Menschen fast so, wie ohne Verstand zu sein.

    Ludwig Marcuse

  32. Was ist der Affe für den Menschen? Ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham.

    Friedrich Nietzsche

  33. Gerade bei Kleinigkeiten, bei welchen der Mensch sich nicht zusammennimmt, zeigt er seinen Charakter.

    Arthur Schopenhauer

  34. Vieles kann der Mensch entbehren, nur den Menschen nicht

    Ludwig Börne

  35. Doch jeder Jüngling hat wohl mal 'n Hang fürs Küchenpersonal, und sündhaft ist der Mensch im ganzen! ...

    Wilhelm Busch

  36. Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen: beim Erwachen daran denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen eine Freude machen könnte

    Friedrich Nietzsche

  37. Jeder Mensch ist ein besonderer Gedanke Gottes.

    Paul de Lagarde

  38. Der Mensch ist der Faktor, der nie ganz aufgeht

    Friedrich Dürrenmatt

  39. Vieles Gewaltige lebt, und nichts ist gewaltiger als der Mensch.

    Sophokles

  40. Wären die Menschen in ihrem kleinen Garten geblieben, so hätten wir eine andere Vorstellung von Glück und Unglück als die, die wir jetzt haben.

    Charles-Louis de Montesquieu

  41. Mensch: ein Tier, das Geschäfte macht; kein anderes Tier tut dies - kein Hund tauscht Knochen mit einem anderen.

    Adam Smith

  42. Die Seele, das Wesen des Menschen, entzieht sich der Logik.

    Max Planck

  43. Mensch: ein vernunftbegabtes Wesen, das immer dann die Ruhe verliert, wenn von ihm verlangt wird, dass es nach Vernunftgesetzen handeln soll.

    Oscar Wilde

  44. Fern der Heimat verliert ein Mensch sein Ansehen und eine Ware gewinnt an Wert.

  45. Von einem bestimmten Alter an ist jeder Mensch für sein Gesicht verantwortlich

    Albert Camus

  46. Ein großer Mensch ist der, der sein Kinderherz nicht verloren hat

  47. Wenn man es fertigbringen könnte, dass die Leute auf ihrem richtigen Platze ständen und wollten stehen bleiben, dann wären wir weit, sehr weit.

    Adolph Kolping

  48. Das Fortrücken in der Kalenderjahrzahl macht wohl den Menschen, aber nicht die Menschheit reifer.

    Johann Peter Hebel

  49. Da flehen die Menschen die Götter an um Gesundheit und wissen nicht, dass sie die Macht darüber selbst besitzen. Durch ihre Unmäßigkeit arbeiten sie ihr entgegen und werden so selbst durch ihre Begi …

    Demokrit

  50. Wer die Kehrseite der Menschen gesehen hat, wie kann der noch stolz sein?

    Walter Rathenau

  51. Das Laster ist die Natur des Menschen; die Tugend ist die Gewohnheit oder Maske.

    William Hazlitt

  52. Die Welt wird alt und wird wieder jung, doch der Mensch hofft immer Verbesserung.

    Friedrich von Schiller

  53. Der Mensch wurzelt in seinen Ahnen, aber alle Dinge haben ihre Wurzeln im Himmel.

  54. Ein Arzt hat eine Aufgabe, als ob ein Mensch in einem dunklen Zimmer in einem Buche lesen sollte.

    Christian Friedrich Hebbel

  55. Die Natur ist die große Ruhe gegenüber unserer Beweglichkeit. Darum wird sie der Mensch immer mehr lieben, je feiner und beweglicher er werden wird.

    Christian Morgenstern

  56. Menschen sind wir Rechenschaft schuldig nach dem Gesetz, aber Gott nach dem Herzen.

    Adolph Kolping

  57. Man muss die Menschen bei ihrer Geburt beweinen, nicht bei ihrem Tode.

    Blaise Pascal

  58. Was nennen die Menschen am liebsten dumm? Das Gescheite, das sie nicht verstehen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  59. Und wenn der Mensch noch so gerne immer in das Fernste schweifen möchte; er wird doch immer wieder mit der Nase auf das Nächstliegende gestoßen.

    Wilhelm Raabe

  60. Ein Mensch ohne Geld ist wie ein Wolf ohne Zähne.