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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 2

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Man kann das Gesicht eines Menschen kennen, aber nicht sein Herz.

  2. Achte auf die Stille und bewahre sie, denn sie bringt alle Träume des Menschen.

  3. Ein sicheres Mittel, die Leute aufzubringen und ihnen böse Gedanken in den Kopf zu setzen, ist, sie lange warten zu lassen

    Friedrich Nietzsche

  4. Es gibt für den Menschen keine geräuschlosere und ungestörtere Zufluchtsstätte als seine eigenen Seele. Halte recht oft solche stille Einkehr und erneuere so dich selbst.

    Mark Aurel

  5. Ein vernünftiger Mensch wird einer Hoffnung, die ins Wasser fiel, nie nachspringen

  6. Unsere Zeit ist so aufregend, dass man die Menschen eigentlich nur noch mit Langeweile schockieren kann.

    John Steinbeck

  7. Man glaubt nicht, was jeder Mensch glaubt, was er für ein Mensch ist.

    Johann Nepomuk Nestroy

  8. An einem offenen Paradiesgärtchen geht der Mensch gleichgültig vorbei und wird erst traurig, wenn es verschlossen ist.

    Gottfried Keller

  9. Die meisten Menschen können sich in Gesellschaft nur auf Kosten anderer unterhalten.

    Marquis de Vauvenargues

  10. Jede Landschaft hat ihre eigene besondere Seele, wie ein Mensch, dem du gegenüber stehst.

    Christian Morgenstern

  11. Man kann gar wohl fragen: Was wäre der Mensch ohne Tiere? Aber nicht umgekehrt: Was wären die Tiere ohne den Menschen?

    Christian Friedrich Hebbel

  12. Nicht Sprüche sind es, woran es fehlt; die Bücher sind voll davon. Woran es fehlt, sind Menschen, die sie anwenden

    Epiktet

  13. Die Menschen werden besser, wenn man Besseres von Ihnen erwartet und wenn man mit ihnen umgeht, als seien sie schon besser

    Karl Theodor Jaspers

  14. Die Natur hat das Gesäß für die Ruhe geschaffen, da die Tiere ja stehen können, ohne müde zu werden, der Mensch jedoch seiner Sitzfläche bedarf.

    Aristoteles

  15. Ein Egoist ist ein Mensch, der nicht an mich denkt.

    Eugène Labiche

  16. Einen Menschen erziehen, heißt, seinen Willen bestimmen, ihn gut erziehen, heißt, seinen Willen gewöhnen, stets nur das Gute zu erstreben.

    Paul de Lagarde

  17. Moral ist eine Wichtigtuerei des Menschen vor der Natur.

    Friedrich Nietzsche

  18. Zuerst die gute Nachricht: Das Glück begegnet uns in ganz vielen Farben. Jetzt die schlechte Nachricht: Die meisten Menschen sind farbenblind.

    Rainer Haak

  19. Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes. Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an

  20. Ohne einen feinen Beisatz von Selbstironie ist jeder Mensch mehr oder weniger ungenießbar. Daher gibt es so viele Ungenießbare.

    Theodor Fontane

  21. Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber dafür nichts zu tun.

    Kurt Tucholsky

  22. Die Natur ist unerbittlich und unveränderlich, und es ist ihr gleichgültig, ob die verborgenen Gründe und Arten ihres Handelns dem Menschen verständlich sind oder nicht.

    Galileo Galilei

  23. Das Wunderbare am Menschen ist, dass er wohl derselbe bleibt, aber nicht der gleiche.

    Wilhelm Raabe

  24. Mach Freundschaft mit eines Menschen Güte, nicht mit seinem Gut

  25. Die Tugend eines Menschen sollte nicht an seinen besonderen Leistungen gemessen werden, sondern an seinen alltäglichen.

    Blaise Pascal

  26. Bei den meisten Menschen ist die Ruhe nichts als Erstarrung und die Bewegung nichts als Raserei.

    Epikur

  27. Die meisten Menschen geben ihre Laster erst auf, wenn sie ihnen Beschwerden machen

    William Somerset Maugham

  28. Jeder Mensch hat die Chance, mindestens einen Teil der Welt zu verbessern, nämlich sich selbst.

    Paul de Lagarde

  29. Man erschrickt nur vor Drohungen; mit vollendeten Tatsachen findet sich der Mensch schnell ab.

    Oswald Spengler

  30. Eigentlich sollte man einen Menschen nicht bemitleiden, besser ist es, ihm zu helfen.

    Maxim Gorki

  31. Während die Menschen ihre Pflichten lässig erfüllen, machen sie sich einen Verdienst oder besser einen Ruhm daraus, Dinge mit Eifer und Hingabe zu tun, die sie nichts angehen und weder ihrem Stand …

    Jean de la Bruyère

  32. Der Mensch hat zwei Ohren und eine Zunge, damit er doppelt so viel hören kann, wie er spricht

    Epiktet

  33. Die Herkunft eines Menschen hat nicht viel zu sagen. Der Stammbaum eines edlen Menschen ist stets das, was er erreicht hat immer Leben. Die Menschen können den Weg der Wahrheit verherrlichen. …

    Konfuzius

  34. Der scharfsinnige Mensch ist immer tätig, der gütige in sich ruhend, der scharfsinnige hat viele Freuden, der gütige ein langes Leben.

    Konfuzius

  35. Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen. Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  36. Ein Mann wird nicht für zwei gezählt, weil er fett, und nicht für halb, weil er mager ist.

  37. Ein Egoist ist ein unfeiner Mensch, der für sich immer mehr Interesse hat als für mich.

    Ambrose Bierce

  38. Als Mensch kann man vernünftig denken und trotzdem unsinnig handeln.

  39. Ein gewisses Maß an Unkenntnis vom anderen ist die Voraussetzung dafür, dass zwei Menschen Freunde bleiben.

    Hermann Bahr

  40. Wenn du recht schwer betrübt bist, dass du meinst, kein Mensch auf der Welt könnte dich hören, so tue jemand etwas Gutes, und gleich wird es besser sein.

    Peter Rosegger

  41. Es lohnt sich schon, etwas Schweres auf sich zu nehmen, wenn man es einem Menschen damit leichter macht.

    Stefan Zweig

  42. Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.

    Pythagoras

  43. Mir tut jeder Mensch leid, der nicht genügend Phantasie besitzt, mal ein Wort so oder so zu schreiben.

    Mark Twain

  44. Unser aller Beruf ist es, Mensch zu sein. Aber wer hat schon den Ehrgeiz?

    Sigmund Freud

  45. Im Herzen eines jeden Menschen ist ein Schatz zu finden, wenn man gründlich nach ihm sucht

    Winston Churchill

  46. Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken

    Isaac Newton

  47. Je ungebildeter ein Mensch, je schneller ist er mit einer Ausrede fertig.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  48. Würde man Menschen mit Katzen kreuzen, würde dies die Menschen veredeln, aber die Katzen herabsetzen

    Mark Twain

  49. Den Charakter eines Menschen erkennt man an den Scherzen, die er übel nimmt

    Christian Morgenstern

  50. Ein vornehmer Mensch tadelt sich selbst, ein gewöhnlicher die anderen.

    Konfuzius

  51. Die Menschen lassen sich lieber durch Lob ruinieren als durch Kritik verbessern

    George Bernard Shaw

  52. Alle unsere Streitigkeiten entstehen daraus, daß einer dem anderen seine Meinung aufzwingen will.

    Mahatma Gandhi

  53. Wen auch immer du elend sehen wirst: Wisse, dass er ein Mensch ist.

    Seneca

  54. Tief im Menschen liegt das Vertrauen, dass etwas außer ihm sich seiner bewußt ist wie er selbst.

    Arthur Schopenhauer

  55. Freundlichkeit ist die Kunst, dem Menschen mehr Liebe entgegenzubringen, als er verdient

    Joseph Joubert

  56. Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart, der bedeutendste Mensch immer der, der dir gegenüber steht, und das notwendigste Werk ist immer die Liebe.

    Eckhart von Hochheim

  57. Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen.

    Dante Alighieri

  58. Nur Menschen, die die Härte des Lebens erfahren, lernen sich beugen, ohne ihren Stolz zu verlieren.

  59. Hunde lieben ihre Freunde und beißen ihre Feinde. Anders der Mensch: Er ist unfähig zu reiner Liebe und muss stets Liebe und Hass unter einen Hut bringen.

    Sigmund Freud

  60. Der Mensch braucht ein Plätzchen, und wär's noch so klein, von dem er kann sagen: sieh her, das ist mein! Hier leb ich, hier lieb ich, hier ruhe ich aus, hier ist meine Heimat, hier bin ich zu Hau …