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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 5

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Vom physikalischen Standpunkt existiert die Welt unabhängig vom menschlichen Bewusstsein.

    Albert Einstein

  2. Ein Mensch kann nicht alles wissen, aber etwas muss jeder haben, was er ordentlich versteht.

    Gustav Freytag

  3. Der edle Mensch mag gelegentlich das Prinzip der Menschenliebe verletzen; der Gemeine jedoch hat noch nie an das Prinzip der Menschenliebe geglaubt.

    Konfuzius

  4. Es steht schlimm um einen Menschen, an dem man nicht einen einzigen sympathischen Fehler entdecken kann

    Benjamin Disraeli

  5. Die Wissenschaft, richtig verstanden, heilt den Menschen von seinem Stolz, denn sie zeigt ihm seine Grenzen

    Albert Schweitzer

  6. Ein Mensch spiegelt sich im andern: Liebe.

    Christian Friedrich Hebbel

  7. Rechtschaffenheit ist eine sehr seltene Tugend, und der Mensch, der sie im höchsten Grade zu besitzen glaubt, hat sie oft am wenigsten

    Honoré de Balzac

  8. Manche Menschen leben bloß für eine gute Grabinschrift.

    Henry de Montherlant

  9. Es ist eine abgeschmackte Verleumdung der menschlichen Natur, dass der Mensch als Sünder geboren werde.

    Johann Gottlieb Fichte

  10. Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden.

    Anselm Feuerbach

  11. Je großzügiger ein Mensch ist, desto mehr Zeit hat er für sich und andere. Mach es dir zur Gewohnheit, immer Zeit zu haben.

    Seneca

  12. Ein Mensch ist manchmal wie verwandelt, sobald man menschlich ihn behandelt.

    Wilhelm Busch

  13. Gesundheit ist für den Menschen das Natürliche, Krankheit das Unnatürliche.

    Stefan Zweig

  14. Bringe die Menschen dazu, dass sie von sich selbst eine höhere Meinung bekommen, und du schaffst dir bleibende Freunde

    Philip Chesterfield

  15. Aufmerksamkeit auf einfache kleine Sachen zu verschwenden, die die meisten vernachlässigen, macht ein paar Menschen reich.

    Henry Ford

  16. Will man einen Menschen kennen lernen, dann sehe man nur, wie er sich benimmt, wenn er Geschenke annimmt oder gibt.

    Ludwig Börne

  17. Der Mensch muss lernen, den Lichtstrahl aufzufangen und zu verfolgen, der in seinem Innern aufblitzt.

    Ralph Waldo Emerson

  18. Die Erziehung hat den Zweck, den Menschen zu einem selbständigen Wesen zu machen, das heißt zu einem Wesen von freiem Willen.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  19. Interessant spricht der Mensch über vieles, aber mit wirklichem Appetit nur über sich selbst.

    Iwan Turgenjew

  20. Kein Mensch kann sich ohne sein Einverständnis wohlfühlen

    Mark Twain

  21. Das ist der Unterschied zwischen Tier und Mensch, dass dieser auch ein Sonntagskleid hat.

    Martin Luther

  22. Glück betört mehr Leute als Unglück.

    Martin Luther

  23. Das Kostbarste auf der Welt sind Beziehungen der Güte zwischen den Menschen.

    Leo Tolstoi

  24. Solange sich ein Mensch einbildet, etwas nicht zu können, solange ist es ihm unmöglich es zu tun.

    Baruch de Spinoza

  25. Mit Worten mahnt man den Menschen für eine Stunde, mit einem Buch für immer.

  26. Alle Kraft der Menschen wird erworben durch Kampf mit sich selbst und Überwindung seiner selbst

    Johann Gottlieb Fichte

  27. Des Menschen Herz ist wie Quecksilber, jetzt da, bald anderswo, heute so, morgen anders gesinnt.

    Martin Luther

  28. Oft ist der Mensch sich selbst sein größter Feind.

    Marcus Tullius Cicero

  29. Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, daß sich vieles ändern läßt, bloß nicht die Menschen

    Karl Marx

  30. Der Zufall ist ein Rätsel, welches das Schicksal dem Menschen aufgibt.

    Christian Friedrich Hebbel

  31. Die Menschen, wenn sie dich um Rat fragen, sind gewöhnlich schon entschlossen zu tun, was ihnen gefällt.

    Adolph Freiherr von Knigge

  32. Die Liebe scheint die zarteste der Triebe, das wissen selbst die Blinden und die Tauben; ich aber weiß, was wenige Menschen glauben: dass wahre Freundschaft zarter ist als Liebe.

    August von Platen

  33. Soll den Menschen beigebracht werden, die Wahrheit zu sagen, so müssen sie auch lernen, sie zu hören.

    Samuel Johnson

  34. In seinem Lachen liegt der Schlüssel, mit dem wir den ganzen Menschen entschlüsseln

    Thomas Carlyle

  35. Mit Güte kann man jeden Menschen verzaubern.

    Pearl S. Buck

  36. Sonne kann nicht ohne Schein, Mensch nicht ohne Liebe sein.

    Johann Wolfgang von Goethe

  37. Zukunft ist etwas, das die Menschen erst lieben, wenn es Vergangenheit geworden ist.

    William Somerset Maugham

  38. Man muss immer wieder mit Leuten rechnen, auf die man nicht zählen kann.

  39. Was der Mensch sei, sagt ihm die Geschichte.

    Wilhelm Dilthey

  40. Der Mensch ist nicht eher glücklich, als bis sein unbedingtes Streben sich selbst seine Begrenzung bestimmt.

    Johann Wolfgang von Goethe

  41. Unermeßlichen Einfluß auf die ganze menschliche Entwicklung eines Volks hat die Beschaffenheit seiner Sprache.

    Johann Gottlieb Fichte

  42. Wer die Menschen gründlich erforscht und das Verkehrte in ihrem Denken, Fühlen, Geschmack und Streben erkannt hat, kommt zur Einsicht, dass ihnen Unbeständigkeit weniger schadet als Eigensinn.

    Jean de la Bruyère

  43. Der Mensch ist der höchste Gegenstand der schönheitsbildenden Kunst.

    Johann Georg Adam Forster

  44. Der Mensch - ein Exempel der beispiellosen Geduld der Natur.

    Christian Morgenstern

  45. Das Herz gibt allem, was der Mensch sieht, hört und weiß, die Farbe.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  46. Was uns im Leben am meisten Not tut ist ein Mensch, der uns zu dem zwingt, was wir können.

    Ralph Waldo Emerson

  47. Der Wille nämlich ist es, der dem Menschen Leiden verursacht.

    Katharina von Siena

  48. Wer den Menschen verachtet, ist kein großer Mensch.

    Marquis de Vauvenargues

  49. Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selbst verzeiht.

    Jean Paul

  50. Was aber die Leute gemeiniglich das Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.

    Arthur Schopenhauer

  51. Schuld haben sie beide nicht: Weder der Mensch, noch das Schicksal; sie passen nur immer ganz genau aufeinander.

    Wilhelm Raabe

  52. Höhepunkt des Glücks ist es, wenn der Mensch bereit ist, das zu sein, was er ist.

    Erasmus von Rotterdam

  53. Das vollkommene Glück ist unbekannt; für den Menschen ist es nicht geschaffen.

    Voltaire

  54. Während der Tiger nicht aufhören kann, Tiger zu sein, sich nicht enttigern kann, lebt der Mensch in ständiger Gefahr, sich zu entmenschlichen.

    José Ortega y Gasset

  55. Taktlosigkeit ist der lästigste und widerwärtigste der menschlichen Fehler, denn du kannst dich nicht gegen sie verteidigen, nicht einmal durch Grobheit.

    Anselm Feuerbach

  56. Zwei Dinge sollte ein Mensch nie beklagen: das, was er ändern kann, und das, was er nicht ändern kann.

    Thomas Fuller

  57. Die größte und dauerhafteste Revolution, die wir kennen, fand statt, als der Mensch seine Seele entdeckte und lernte, dass jede Seele für sich allein einen individuellen Wert hat.

    John Steinbeck

  58. Der Mensch kann wohl die höchsten Gipfel erreichen, aber nicht lange dort verweilen

    George Bernard Shaw

  59. Wie vergänglich ist doch der Mensch auf dieser Erde, ein Baum überdauert ihn, eine Steinstufe wird hundertmal älter, als der Menschenfuß, der sie tritt.

    Paul Keller

  60. Das Gebet, das ein Mensch mit all seiner Macht leistet, hat eine große Kraft.

    Mechthild von Magdeburg