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Sprüche über Gleichgültigkeit

531 Sprüche — Seite 2

Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.

Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.

  1. Was wahr ist, ist weder gut noch böse, sondern einfach nur wahr.

    Rabindranath Tagore

  2. Je verbreiteter die Geselligkeit, desto frostiger die Herzen.

    Karl Julius Weber

  3. Das Leben ist schwer. Ein Grund mehr, es auf die leichte Schulter zu nehmen.

    Emil Gött

  4. Ruhm gleicht dem Geschenk einer Perlenkette. Es ist angenehm, aber nach einer Weile, wenn man überhaupt darüber nachdenkt, fragt man sich nur, ob sie echt oder künstlich ist.

    William Somerset Maugham

  5. Ein Mensch, der für nichts zu Sterben gewillt ist, verdient es nicht zu leben

    Martin Luther King

  6. Es ist keine Kunst, geistreich zu sein, wenn man vor nichts Respekt hat.

    Johann Peter Eckermann

  7. Anerkennung braucht jedermann. Alle Eigenschaften können durch eine tote Gleichgültigkeit der Umgebung zugrunde gerichtet werden.

    Carl Leberecht Immermann

  8. Blumen anschauen hat etwas Beruhigendes: Sie kennen weder Emotionen noch Konflikte.

    Sigmund Freud

  9. Darum beneide ich die Tiere - sie wissen nicht, was über sie geredet wird.

    Voltaire

  10. Es gibt Schwestern, die geben dem Patienten Morphium, damit dieser Ruhe habe - und es gibt Schwestern, die geben dem Patienten Morphium, damit sie Ruhe haben.

    Carl Ludwig Schleich

  11. Gücklicherweise kann der Mensch nur einen gewissen Grad des Unglücks fassen; was darüber hinausgeht, vernichtet ihn oder lässt ihn gleichgültig.

    Johann Wolfgang von Goethe

  12. Die Gleichgültigkeit ist wie das Eis an den Polen: Sie tötet alles.

    Honoré de Balzac

  13. Auch Schlafen ist eine Form der Kritik, vor allem im Theater

    George Bernard Shaw

  14. Der allerelendeste Zustand ist: Nichts wollen können.

    Ernst von Feuchtersleben

  15. Gottes Schutz scheint uns entbehrlich, solange wir ihn besitzen.

    Antonius von Padua

  16. Ein Mensch, der die Natur nicht liebt, enttäuscht mich; fast misstraue ich ihm.

    Otto von Bismarck

  17. Wir sind verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun.

    Voltaire

  18. Alles, was Du in diesem Leben benötigst, ist Ignoranz und Zuversicht, dann ist der Erfolg Dir sicher.

    Mark Twain

  19. Wer denkt mitten im Strom noch an die Quelle?

  20. Sei unbekümmert um die Zukunft - es gibt keine. Wenn du in jeder Minute rein und voll und ohne Langeweile lebst, so gibt es nur eine gegenwärtige Ewigkeit.

    Clemens Brentano

  21. Es gibt Leute, deren Geist immer Ferien hat.

    Peter Sirius

  22. Wer die Wahrheit nicht fürchtet, braucht auch die Lüge nicht zu fürchten.

    Thomas Jefferson

  23. Man muß nicht wissen, wer den Tuberkel Bazillus entdeckt hat.

    Robert Koch

  24. Wer jede Mühe abnimmt, das Bemühen anderer abwehrt, wird nicht geliebt, sondern übersehen.

    Else Pannek

  25. Wenn das Schicksal ruft: "Le jeu est fait, messieurs!", so achten das die wenigsten. Erst wenn sie hören: "Rien ne va plus!", bekommen sie Lust, aber zu spät.

    Ludwig Börne

  26. Das Meer noch niemals größer ward, weil eine Gans das Wasser spart.

    Bernhard Freidank

  27. Stimmungen entstehen oft aus Ursachen, über welche der Mensch nur wenig Gewalt hat, aber sie nehmen zu und werden der inneren Gemütsruhe immer verderblicher, wenn man sich in ihnen gehen lässt.

    Wilhelm von Humboldt

  28. Was dem Verstande endlich, ist nichtig dem Herzen.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  29. Wer leben will und sich wohl befinden, kümm're sich nicht um des Nachbarn Sünden.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  30. Neben der edlen Kunst, Dinge zu verrichten, gibt es die edle Kunst, Dinge unverrichtet zu lassen.

  31. Wo die Nächstenliebe nur darin besteht, nichts Böses zu tun, ist sie von der Faulheit kaum zu unterscheiden

    Emil Gött

  32. Wir sind nichts; was wir suchen ist alles.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  33. Es ist für mich völlig überflüssig zu wissen, was ich nicht ändern kann

    Paul Valéry

  34. Man muss vieles, das unser Ohr trifft, nicht hören, als wäre man taub, und dafür Sinn und Verstand auf das richten, was dem Herzen Frieden bringt.

    Thomas à Kempis

  35. Die missachtete Natur schlägt zurück. Und auch das wird missachtet.

    Else Pannek

  36. Den Menschen geht es wie den Büchern, sie werden manchmal zu spät geschätzt.

    Honoré de Balzac

  37. Wer in seinem Innern geordnet und wohlbestellt ist, der kümmert sich nicht um das sonderbare und verkehrte Treiben der Menschen. Nur soweit wird der Mensch gehindert und zerstreut, als er von den …

    Thomas à Kempis

  38. Es ist mir gleichgültig, ob einer aus Sing-Sing kommt oder von Harvard. Ich suche Menschen, nicht Biographien.

    Henry Ford

  39. Werbung ist der Versuch, das Denkvermögen des Menschen so lange außer Takt zu setzten, bis er genügend Geld ausgegeben hat.

    Ambrose Bierce

  40. Was soll mir das Lob von Menschen, welche nicht tadeln können?

    Annette von Droste-Hülshoff

  41. Man trägt oft am schwersten an dem, was man weggeworfen hat.

    Peter Sirius

  42. Kinder sind Augen, die sehen, wofür wir längst schon blind sind. Kinder sind Ohren, die hören, wofür wir längst schon taub sind. Kinder sind Seelen, die spüren, wofür wir längst schon stumpf sind …

  43. Die Vorwürfe Unkundiger muss man sich mit Gleichmut anhören.

    Seneca

  44. Wenn du deine Pflicht tust, muss es dir gleichgültig sein, ob dich die Menschen schmähen oder preisen

    Mark Aurel

  45. Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum.

    Mark Aurel

  46. Ein alter und erfahrener Lotse verliert sein Schiff durch zu große Selbstsicherheit. Ein junger Lotse verliert es aus Unkenntnis und Mangel an Erfahrung.

    Daniel Defoe

  47. Ich glaube nicht, dass Gott uns auf die Erde geschickt hat, damit wir Millionen scheffeln und alles andere ignorieren.

    Roald Amundsen

  48. Das Unglück beugt eben nur den, der sich vorher vom Glück täuschen ließ. Wen aber das Glück nicht aufgeblasen machte, dem kann auch ein Glückswechsel nichts anhaben.

    Seneca

  49. Willst du wissen, woraus die Menschheit besteht? Aus denen, die sich nicht um dich kümmern.

    Martin Kessel

  50. Der größte Verlust für das Leben ist das Hinausschieben.

    Seneca

  51. Gewöhnlich haben die Menschen den guten Willen zu helfen nur bis zu dem Augenblick, da sie es könnten

    Marquis de Vauvenargues

  52. Was wäre es doch für ein Segen, wenn wir die Ohren so mühelos auf- und zumachen könnten wie die Augen

    Georg Christoph Lichtenberg

  53. Dass niemand Weisheit erben mag noch Kunst, das ist ein harter Schlag!

    Bernhard Freidank

  54. Gewisse Dinge greift man so vergeblich mit Worten an, wie Geister mit Waffen.

    Wilhelm Busch

  55. Miss den zehntausend Dingen keine Bedeutung bei, und dein Herz wird nicht verwirrt sein.

    Laotse

  56. Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause.

    William Penn Adair Rogers

  57. Jedes noch so harte Joch drückt den, der ruhig darunter geht, weniger als den, der widerstrebt.

    Seneca

  58. Es ist das Ärgste, was einer Frau geschehen kann: Liebe, die auf Verachtung trifft.

    Robinson Jeffers

  59. Die schönste Antwort auf Verleumdung ist, dass man sie stillschweigend verachtet.

    Johann Jakob Engel

  60. Den Mann, der sich um Fernes nicht bekümmert, erwartet schon in nächster Nähe Kummer.

    Konfuzius