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Sprüche über Gleichgültigkeit

531 Sprüche — Seite 5

Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.

Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.

  1. Wie sprechen die Menschen mit Menschen? Aneinander vorbei

    Kurt Tucholsky

  2. Das Leben mag vielleicht keinen Sinn haben, was aber noch lange nicht heisst, dass es sinnlos ist.

  3. Was kümmert mich der Schiffbruch der Welt, ich weiß von nichts als meiner seligen Insel.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  4. Die meisten Menschen planen ihr eigenes Leben schlechter als einen vierzehntägigen Urlaub.

    Nikolaus B. Enkelmann

  5. Wie glücklich viele Menschen wären, wenn sie sich genausowenig um die Angelegenheiten anderer kümmern würden wie um die eigenen

    Georg Christoph Lichtenberg

  6. Wenn jemand sagt: Ich bin glücklich, so meint er damit ganz einfach: Ich habe zwar Ärger, aber der lässt mich kalt.

    Jules Renard

  7. Und ein scharfsichtiger Fremder, der in ein Haus tritt, bemerkt oft gleich, was der Hausherr aus Nachsicht, Gewohnheit oder Gutmütigkeit übersieht oder ignoriert.

    Johann Wolfgang von Goethe

  8. Selbst eine völlig verschmähte Geliebte versetzt uns in Unruhe und weckt in unserem Herzen alle Zeichen der Leidenschaft, sobald wir merken, dass sie einen anderen Mann vorzieht.

    Stendhal

  9. Es wird uns leicht, etwas durchzusetzen sobald wir nur nicht ans Ziel getragen sein, sondern mit eigenen Füßen gehen wollen, und es nicht achten, wenn zuweilen ein hartes Steinchen die Sohle drück …

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  10. Es gibt zwei verschiedene Menschen: Die männlichen, die nicht denken wollen und die weiblichen, die nicht denken können!

    Kurt Tucholsky

  11. Sämtliche Spiegel sind nutzlos, wenn man zu spät hinein schaut.

    Angelus Silesius

  12. Es ist nicht wichtig, ob der Mensch vom Affen abstammt; viel wichtiger ist, dass er nicht wieder dorthin zurückkehrt.

    Richard Wagner

  13. Gegner glauben uns zu widerlegen, wenn sie ihre Meinung wiederholen und auf unsere nicht achten

    Johann Wolfgang von Goethe

  14. Nur weil du dich nicht für Politik interessierst, heißt das noch lange nicht, dass die Politik sich nicht für dich interessiert

    Perikles

  15. Ist das Schicksal im Spiel, braucht man niemanden und nichts zu suchen, sondern wird gefunden.

    Christa Schyboll

  16. Wer mich besucht, erweist mir eine Ehre, wer mich nicht besucht, macht mir eine Freude.

    Henry de Montherlant

  17. Bildung ist jenseits aller Standesunterschiede

    Konfuzius

  18. Begegnet uns jemand, der uns Dank schuldig ist, gleich fällt es uns ein. Wie oft können wir jemand begegnen, dem wir Dank schuldig sind, ohne daran zu denken

    Johann Wolfgang von Goethe

  19. Intuition ist der eigenartige Instinkt, der einer Frau sagt, dass sie Recht hat, gleichgültig, ob das stimmt oder nicht.

    Oscar Wilde

  20. Wer ein Vergehen übergeht, lädt zu neuen Fehltritten ein.

    Publius Syrus

  21. Glück ist dem Menschen gefährlicher, als Unglück. Dieses hält ihn wachsam, jenes macht ihn gleichgültig

    Charles-Louis de Montesquieu

  22. Die Liebe macht blind für den geliebten Gegenstand.

    Plutarch

  23. Wer in der Jugend sich durch Mühsal musste schlagen, den rührt's im Alter nicht, wenn sich die Jungen plagen.

    Friedrich Rückert

  24. Wer zur Geliebten geht, der spürt nicht, wie die Mücken stechen

    Maxim Gorki

  25. Der Genuss des Schönsten vermag nicht zu befriedigen, wenn ich ihn allein für mich haben soll.

    Adolf Friedrich von Schack

  26. Es siegt immer und notwendig die Begeisterung über den, der nicht begeistert ist.

    Johann Gottlieb Fichte

  27. Alles in der Welt, das man in den Schrank stellt und nicht benutzt, das verliert an seiner Brauchbarkeit.

    Otto von Bismarck

  28. Wer die Dachrinne nicht ausbessert, muss das ganze Haus instand setzen.

  29. Wer der Liebe ganz entsagt, ist nicht weniger krank als der, der ihrer all zu sehr begehrt.

    Euripides

  30. Keinem Menschen etwas zu bedeuten, das ist eines der schwersten Leiden.

    Mutter Theresa

  31. Man darf wohl eine Bitte abweisen, aber nimmermehr darf man einen Dank abweisen oder, was dasselbe ist, ihn kalt und konventionell annehmen

    Friedrich Nietzsche

  32. Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen - und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

    Albert Einstein

  33. Nicht auf seine Leut' aufpassen, heisst, den Geldsack offen lassen.

  34. Wie wenig irdischen Besitz man auch hat, der Mensch soll doch nicht mit seinem Herzen an ihm hängen.

    Mechthild von Magdeburg

  35. Je mehr Geist man hat, desto mehr originelle Menschen entdeckt man. Alltägliche Leute finden bei den Menschen keine Unterschiede.

    Blaise Pascal

  36. Überall gibt es Zuschauer – Menschen, die an etwas interessiert sind, das sie gar nicht interessiert.

    Peter Altenberg

  37. Wer nicht verachtet, der kann auch nicht achten.

    Friedrich von Schlegel

  38. Traue niemand, den der Anblick einer schönen weiblichen Brust nicht außer Fassung bringt.

    Auguste Renoir

  39. Eine Familie ist in Ordnung, wenn man den Papagei unbesorgt verkaufen kann.

    William Penn Adair Rogers

  40. Die Frauen würden sich ärgern, wenn ein Mann, den sie lieben, nicht eifersüchtig wäre.

    Ninon de Lenclos

  41. Alter ist etwas, was keine Rolle spielt, es sei denn, man ist ein Käse.

    Edmund Burke

  42. Das hochfliegende Wort "Freiheit" bedeutet hienieden, fürcht' ich, immer weniger, je mehr man sich's ansieht.

    Wilhelm Busch

  43. Wir müssen nicht glauben, dass alle Wunder der Natur nur in anderen Ländern und Weltteilen seien. Sie sind überall. Aber diejenigen, die uns umgeben, achten wir nicht, weil wir sie von Kindheit an, tä …

    Johann Peter Hebel

  44. Geh deinen Weg und lass die Leute reden!

    Dante Alighieri

  45. Völlig frei wird der Mensch nur dann, wenn es ihm einerlei sein wird, ob er lebt oder nicht. Das ist das Ziel aller Bestrebungen.

    Fjodor M. Dostojewski

  46. Kümmere dich nicht um die Zukunft, und du wirst die Gegenwart bedauern.

  47. Bewunderung ist eine sehr kurzlebige Leidenschaft, die sofort verfällt, sobald man mit ihrem Gegenstand näher bekannt wird.

    Joseph Addison

  48. Das Vaterland kann einen jeden von uns entbehren, aber keiner von uns das Vaterland.

    Iwan Turgenjew

  49. Willst du das Leben leicht haben, so bleibe immer bei der Herde.

    Friedrich Nietzsche

  50. Wenn man im Leben mit dem Zweitbesten vorlieb nimmt, dann erreicht man immer nur das Zweitbeste

    John F. Kennedy

  51. Die Waage unterscheidet nicht zwischen Gold und Blei.

  52. Gewissenlosigkeit ist nicht Mangel an Gewissen, sondern der Hang, sich an dessen Urteil nicht zu kehren.

    Immanuel Kant

  53. Lieber ein Ehemann ohne Liebe als ein eifersüchtiger

  54. Unbeständig ist eine Frau, die zu lieben aufhört; leichtfertig, die schon einen andern liebt; flatterhaft, die nicht weiß, ob sie liebt und wen sie liebt; gleichgültig, die nichts liebt.

    Jean de la Bruyère

  55. Blasiertheit: Diese Krankheit ist unter uns weit verbreitet, wo Müßiggang und Überfluß schnell die Sinne abstumpfen und selbst die Jugend in eine Gleichgültigkeit versinken lassen, von der sie nicht …

    Friedrich Melchior Baron von Grimm

  56. Es gibt wirklich sehr viele Menschen, die bloß lesen, damit sie nicht denken dürfen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  57. Die bestverschlossene Tür ist die, welche man offenlassen kann.

  58. Wenn wir uns auf Begegnungen nicht mehr einlassen, verlieren wir einen entscheidenden Bestandteil unseres Lebens. Es ist so, als würden wir aufhören zu atmen.

    Martin Buber

  59. Der heutige Mensch ist ein heimatloser trunkener Söldner geworden, der sich ebensogut für das Gemeine wie für das Hohe anwerben läßt.

    Albert Schweitzer

  60. Vielleicht war meine Gleichgültigkeit nur ein Übermaß an Begierde.

    Gustave Flaubert