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Sprüche über Gleichgültigkeit

531 Sprüche — Seite 4

Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.

Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.

  1. Menschen, die nicht auf ihre Vorfahren zurückblicken, werden auch nicht an ihre Nachwelt denken.

    Edmund Burke

  2. Wenn du immer deine besten Sachen trägst, bleibt dir kein Sonntagskleid.

  3. Ich sitze im kleinsten Raum des Hauses. Ich habe Ihre Kritik vor mir. Bald werde ich sie hinter mir haben.

    Max Reger

  4. Wenn man sich zu lange in engen, kleinen Verhältnissen herumdrückt, so leidet der Geist und Charakter. Man wird zuletzt großer Dinge unfähig und hat Mühe sich zu erheben.

    Johann Peter Eckermann

  5. Die Liebe ist Sehnsucht, und gestillte Sehnsucht vergeht.

    Hans Christian Andersen

  6. Die öffentliche Meinung existiert nur, wo keine Ideen sind

    Oscar Wilde

  7. Wer die Augen offen hält, dem wird im Leben manches glücken. Doch noch besser geht es dem, der versteht, eins zuzudrücken.

    Johann Wolfgang von Goethe

  8. Die Bildung wird täglich geringer, weil die Hast größer wird.

    Friedrich Nietzsche

  9. Je mehr die Menschen an Sterne glauben, desto weniger glauben sie an das, was über den Sternen ist.

    Albert Schweitzer

  10. Alt wollen sie werden, gesund wollen sie bleiben, aber etwas tun dafür wollen sie nicht.

    Sebastian Kneipp

  11. Ist einer heiter, so ist es einerlei, ob er jung oder alt ist, gerade oder buklig, arm oder reich sei - er ist glücklich!

    Arthur Schopenhauer

  12. Verschließe nicht deine Augen vor dem Leiden und lasse dein Bewusstsein nicht für seine Existenz abstumpfen

    Buddha

  13. Eigentlich ist es nur des Menschen, gerecht zu sein und Gerechtigkeit zu üben; denn die Götter lassen alle gewähren: Ihre Sonne scheint über Gerechte und Ungerechte.

    Johann Wolfgang von Goethe

  14. Man muss sich sehr hüten, sich über einen Fehler geringschätzig hinwegzusetzen. Denn kein Feind siegt häufiger als der, den man verächtlich behandelt.

    Erasmus von Rotterdam

  15. Wer den Menschen nicht dankt, gibt damit auch seine Undankbarkeit gegen Gott zu erkennen

    Johannes Calvin

  16. Wie viel geschieht nicht, was geschehen könnte!

    Christian Morgenstern

  17. Die Menschen gehen in die Ferne, um die Berggipfel zu betrachten, doch an sich selbst gehen sie vorbei

    Augustinus

  18. Krieg ist das Ergebnis von Politik, und deswegen mische ich mich da nicht ein, das ist alles.

    Mutter Theresa

  19. Jedem sinnlichen Enthusiasmus folgt eine Ausnüchterung, jeder forcierten Zärtlichkeit und Freundschaft: Enttäuschung, Langeweile, Mißverständnisse und Überdruß.

    Bogumil Goltz

  20. Ärzte schütten Medikamente, von denen sie wenig wissen, zur Heilung von Krankheiten, von denen sie weniger wissen, in Menschen, von denen sie nichts wissen.

    Voltaire

  21. Wer aber nun sein Leben vollkommen haben möchte, muss sich vor wirklicher Liebe und vor wirklichem Hass hüten. Mehr als ein allgemeines Wohlwollen darf er sich nicht erhoffen.

    David Herbert Lawrence

  22. Das größte Übel, das wir unseren Mitmenschen antun können, ist nicht, sie zu hassen, sondern ihnen gegenüber gleichgültig zu sein. Das ist absolute Unmenschlichkeit

    George Bernard Shaw

  23. Was hilft das Glück, wenn´s niemand mit uns teilt? Ein einsam´ Glück ist eine schwere Last.

    Christian Dietrich Grabbe

  24. Es gibt nur ein Laster, dessen sich niemand rühmt: Undankbarkeit.

    Gerard de Nerval

  25. Über den Einwand eines Gescheiten lässt sich streiten; über der Entgegnung eines Dummen muß man verstummen.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  26. Nur ein Narr macht keine Experimente

    Charles Robert Darwin

  27. Man ärgert sich nicht über Dinge, von denen man nichts weiß.

  28. Wieviel Freude schläft in uns - und wir wecken sie nicht!

    Gorch Fock

  29. Menschen in Massen verlieren ihren Sinn für Anstand.

    John Galsworthy

  30. Man sieht oft etwas hundertmal, tausendmal, ehe man es zum allererstenmal wirklich sieht.

    Christian Morgenstern

  31. Frauen sind Gemälde. Männer sind Probleme. Wenn Sie wissen wollen, was eine Frau wirklich meint - was übrigens immer ein gefährliches Unterfangen ist - sehen Sie sie an, und hören Sie ihr nicht …

    Oscar Wilde

  32. Wenn des Richters Maulesel stirbt, geht jedermann zum Begräbnis. Wenn der Richter selber stirbt, geht niemand.

  33. Niemand beging einen größeren Fehler als jener, der nichts tat, weil er nur wenig tun konnte.

    Edmund Burke

  34. Diejenigen, welche von ihrer Unantastbarkeit zu hohe Meinung besitzen, zeigen oft eine beleidigende Geringschätzung anderer.

    Heinrich Martin

  35. Die stürmischen Wellen an der unruhigen Oberfläche lassen die Tiefen des Ozeans unberührt. Und dem, der an größeren und ewigeren Wirklichkeiten Halt findet, erscheinen die häufigen Wechselfälle sein …

    William James

  36. Die Kunst der Weisheit besteht darin, zu wissen, was man übersehen muss.

    William James

  37. Hasse Menschen, liebe Menschen, aber sei ihnen gegenüber niemals gleichgültig!

    Rainer Haak

  38. Eine Frau ohne Rivalin altert schnell.

    Charles Baudelaire

  39. Oft stolpern die Menschen über eine Wahrheit, aber sie richten sich auf und gehen weiter, als sei nichts geschehen

    Winston Churchill

  40. Wenn der Rat gut ist, spielt es keine Rolle, wer ihn gegeben hat.

    Thomas Fuller

  41. Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als dass man verurteile.

    Rudolf Steiner

  42. Diplomaten ärgern sich nie. Sie machen sich Notizen.

    Charles de Talleyrand

  43. Freiheit ist ein Gut, dessen Anwesenheit weniger Vergnügen bringt als seine Abwesenheit Schmerzen.

    Jean Paul

  44. Wer seine Freunde zu Gast hat und sich in keiner Weise persönlich um das Mahl kümmert, das für sie bereitet wird, ist unwürdig, Freunde zu haben.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  45. Worüber wir nicht ernsthaft nachgedacht haben, das vergessen wir bald

    Marcel Proust

  46. Verglichen mit dem, was wir sein könnten, sind wir nur halb wach

    William James

  47. Die Menschen gehen viel zu nachlässig mit ihren Erinnerungen um. - Alle Erinnerung ist Gegenwart.

    Novalis

  48. Wie viele Fehler geschehen in der Welt, weil man ohne Überlegung zu Werke geht.

    Theresia von Avila

  49. Nimm die Welt von der leichten Seite, und der Geist wird frei von jeder Last sein.

    Laotse

  50. Wer ohne Murren sich dem Schicksal unterwirft, ist bei uns weise.

    Euripides

  51. Wer nichts im Leben liebt, weil er die Wahrheit des Lebens verschmäht, schüttet die Quelle seines Schaffens mit Sand zu.

    Stanislaw Brzozowski

  52. Was man nicht beachtet, das verliert seine Kraft; worüber man zürnt, das scheint man dadurch als wahr anzuerkennen.

    Tacitus

  53. Was der Mutter ans Herz geht, das geht dem Vater nur an die Knie.

    Horatio Nelson

  54. Lass doch die Zukunft schlafen, wie sie es verdient. Wenn man sie nämlich vorzeitig weckt, bekommt man dann eine verschlafene Gegenwart.

    Franz Kafka

  55. Die Menschen reisen in fremde Länder und staunen über die Höhe der Berge, die Gewalt der Meereswellen, die Länge der Flüsse, die Weite des Ozeans, das Wandern der Sterne; aber sie gehen ohne Staunen …

    Augustinus

  56. Man verdient kein Lob für Ehrlichkeit, wenn niemand versucht, einen zu bestechen.

    Marcus Tullius Cicero

  57. Tue das Gute vor dich hin und bekümmere dich nicht, was daraus werden soll

    Matthias Claudius

  58. Die meisten Menschen haben überhaupt gar keine Meinung, viel weniger eine eigene, viel weniger eine geprüfte, viel weniger vernünftige Grundsätze.

    Johann Gottfried Seume

  59. Es ist nicht das Unkraut, das den guten Samen erstickt, sondern die Nachlässigkeit des Bauern

    Konfuzius

  60. Wer sich um das Morgen am wenigsten kümmert, geht ihm mit der größten Lust entgegen.

    Epikur