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Es gibt Schwestern, die geben dem Patienten Morphium

Spruchbild: Es gibt Schwestern, die geben dem Patienten Morphium,  damit dieser Ruhe habe - und es gib …

Es gibt Schwestern, die geben dem Patienten Morphium, damit dieser Ruhe habe - und es gibt Schwestern, die geben dem Patienten Morphium, damit sie Ruhe haben.

Bedeutung

Carl Ludwig Schleich beschreibt eine paradoxe Situation in der Pflege: Es gibt Schwestern, die dem Patienten Beruhigung geben – nicht für dessen Wohl, sondern für ihre eigene Ruhe. Das ist eine subtile Kritik an Fürsorge, die nach außen hilft, aber innerlich von Eigeninteresse geleitet ist. Der Satz hinterfragt die Motivation hinter Hilfe und zeigt, wie Güte und Eigennutz sich tarnen können. Schleich öffnet damit einen Blick auf das ethisch schwierige Terrain zwischen Fürsorge und Kontrolle: Helfen kann auch eine Form der Machtausübung sein, wenn es primär der eigenen Entlastung dient.

Verwendung

Passt als nachdenkliches Zitat in Texten über Pflege, Fürsorge und die Grenzen von Altruismus. Auch geeignet als Impuls in Diskussionen über Motivation im Pflegeberuf oder als literarische Beobachtung über die Ambivalenz von Hilfe. Für einfache Grußkarten nicht geeignet. Wegen der medizinisch-ethischen Tiefe besonders in Kontexten der Pflegeethik, Bioethik oder der Debatte über Fürsorgemotive geeignet.

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Über Carl Ludwig Schleich

Über den Autor

Schriftsteller · 1859 - 1922

Carl Ludwig Schleich (1859–1922) war ein deutscher Chirurg und Schriftsteller, der eine wegweisende Methode der Regionalanästhesie entwickelte.

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Schleich wurde am 19. Juli 1859 in Stettin geboren und starb am 7. März 1922 in Saarow, Brandenburg. Neben seiner medizinischen Tätigkeit als Chirurg hinterließ er auch ein literarisches Werk. Seine Infiltrationsanästhesie revolutionierte die schmerzarme Lokalchirurgie.

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