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Dass niemand Weisheit erben mag noch Kunst

Spruchbild: Dass niemand Weisheit erben mag noch Kunst,  das ist ein harter Schlag!

Dass niemand Weisheit erben mag noch Kunst, das ist ein harter Schlag!

Bedeutung

Freidank beklagt, dass Weisheit und Kunst nicht einfach vererbt werden können. Herkunft, Besitz oder Nähe zu begabten Menschen ersetzen keine eigene Übung und Einsicht. Der harte Schlag liegt darin, dass jede Generation Können neu erwerben muss. Der Spruch betont Lernarbeit, Erfahrung und persönliche Reifung. Er eignet sich auch als Hinweis, dass Talent ohne Aneignung und Pflege nicht dauerhaft trägt. Dadurch widerspricht er jedem bequemen Erbanspruch auf Bildung, Geschmack oder geistige Reife.

Verwendung

Passend für Bildung, Ausbildung, Kunstunterricht oder Gespräche über Talent und Herkunft. Der Spruch eignet sich, wenn betont werden soll, dass Können nicht automatisch übertragen wird, sondern durch eigenes Lernen wachsen muss. Er passt auch zu Reden über Übung, Meisterschaft und die Grenzen familiärer Erwartungen.

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Über Bernhard Freidank

Über den Autor

Dichter · Deutsch · 1190 - 1233

Freidank (um 1190–1233) war ein fahrender Kleriker ohne höhere Weihen aus Schwaben oder dem Elsass, der 1228/29 am Kreuzzug Friedrichs II. teilnahm.

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Freidank, auch Vrîdanc oder Vrîgedanc genannt, starb vermutlich 1233 im bayerischen Kaisheim, wo die Kaisheimer Annalen sein Todesjahr überliefern. 1465 berichtete der Humanist Hartmann Schedel, in Treviso ein Grabmal mit Grabschrift eines „Freydanck" gesehen zu haben.

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