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Sprüche über Geld

760 Sprüche — Seite 6

Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.

Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.

  1. Mit einer Unze Gold kann man keine Unze Zeit kaufen.

    Ferruccio Busoni

  2. Geld allein setzt die ganze Welt in Bewegung

    Publius Syrus

  3. Das Geld ist der größte Fluch der Menschheit.

    Sophokles

  4. Sieht ein Amtsdiener Geld, gleicht er einer Fliege, die Blut gerochen hat.

  5. Es ist kein Mensch so reich, dass er nicht zuweilen etwas schuldig bliebe und kein Mensch so arm, dass er nicht zuweilen etwas leihen würde.

    Francois Rabelais

  6. Es ist nicht der Unternehmer, der die Löhne zahlt - er übergibt nur das Geld. Es ist das Produkt, das die Löhne zahlt.

    Henry Ford

  7. Die Zeit ist ein so kostbares Gut, dass man sie nicht einmal für Geld kaufen kann

  8. Das ist die undankbare Stellung des Vaters in der Familie. Aller Versorger, aller Feind.

    August Strindberg

  9. Leicht kommt man an das Bildermalen, doch schwer an Leute, die's bezahlen.

    Wilhelm Busch

  10. Es ist einerlei, wie groß der Künstler ist. Mit der Zeit werden sie doch ein zum Mechanismus gewordener Spieler, der Musik verkauft, um damit Geld zu verdienen.

    John Knittel

  11. Trägheit will gern langsam sein, Armut holt sie bald auch ein.

  12. Besser ohne Abendbrot zu Bette geh'n, als mit Schulden aufzusteh'n.

  13. Sparen, das ist die goldene Mitte zwischen Geiz und Verschwendung

    Theodor Heuss

  14. Wo Geld vorangeht, da stehn alle Wege offen.

  15. Einer hat's, der andere hat's gehabt, der Dritte hätte es gern.

  16. Der Preis ist der Wert plus eines angemessenen Aufschlages für den durch die Forderung aufgetretenen Gewissensverschleiß

    Ambrose Bierce

  17. Geld schwor einen Eid, dass niemand es haben sollte, der es nicht liebte.

  18. Dieselbe Gabe, die einem Mann befähigt Millionen zu erwerben, hindern ihn, sie zu genießen.

    Antoine de Rivarol

  19. Geld heißt soviel wie: geprägte Willensfreiheit. Es ist daher für den Menschen, der dieser völlig beraubt ist, von zehnfachem Wert.

    Fjodor M. Dostojewski

  20. Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen zweiten bereithalten, um das bekanntzugeben

    Henry Ford

  21. Arme haben die Kinder, Reiche die Rinder.

  22. Alte Knaben haben genauso ihr Spielzeug wie die Jungen: der Unterschied liegt lediglich im Preis

    Benjamin Franklin

  23. Die Phönizier haben das Geld erfunden. Warum bloß so wenig?!

    Johann Nepomuk Nestroy

  24. Es gibt so viele Dinge, die man nicht mit Geld bezahlt, wohl aber mit einem Lächeln, einer Aufmerksamkeit, einem "Danke"

  25. Eine Gemeinde kann ihr Geld nicht besser anlegen, als indem sie Geld in Babys steckt.

    Winston Churchill

  26. Geld ist eine neue Form der Sklaverei.

    Leo Tolstoi

  27. Unvermutet, wie zumeist, kommt die Tante zugereist. Herzlich hat man sie geküßt, weil sie sehr vermöglich ist.

    Wilhelm Busch

  28. Ein kluger Mann lebt weder geistig noch finanziell über seine Verhältnisse.

    Philip Chesterfield

  29. Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.

    Jean Anouilh

  30. Vergiss nie, dass Kredit auch Geld ist.

    Benjamin Franklin

  31. Wer nicht auf Bargeld sieht, ist kein rechter Händler.

  32. Das Geld zu rechter Zeit veracht, hat manchem großen Nutz gebracht.

  33. Sparsamkeit ist die Lieblingsregel aller halb lebendigen Menschen.

    Henry Ford

  34. Der Ärzte Fehler werden mit Erde verdeckt, und die der Reichen mit Geld

  35. Der Reingewinn ist der Teil der Bilanz, den der Vorstand beim besten Willen nicht mehr vor den Aktionären verstecken kann.

    Carl Fürstenberg

  36. Die Arbeit auf dem Rücken trägt den Lohn, wie man zu sagen pflegt.

  37. Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert.

  38. Der Geizhals tut niemandenm etwas Gutes, aber behandelt sich selbst am schlechtesten

    Publius Syrus

  39. Nicht auf seine Leut' aufpassen, heisst, den Geldsack offen lassen.

  40. Der Ärzte Fehler werden mit Erde verdeckt, und die der Reichen mit Geld.

  41. Der Architekt ist hochverehrlich, obschon die Kosten oft beschwerlich.

    Wilhelm Busch

  42. Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.

    Albert Schweitzer

  43. Es ist nicht alles Gold, was glänzt

  44. Gläubiger haben ein besseres Gedächtnis als Schuldner.

    Benjamin Franklin

  45. Bet' und arbeit', ruft die Welt. Bete kurz!, denn Zeit ist Geld. An die Türe pocht die Not Bete kurz! denn Zeit ist Brot.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  46. Geld sollte man sich grundsätzlich nur vom Pessimisten leihen - sie rechnen nicht damit, es wieder zu bekommen.

  47. Das schönste, beste Los auf Erden soll heute dir gegeben werden: Gesundheit, Glück, Geld und Gut, Zufriedenheit und froher Mut.

  48. Ach! reines Glück genießt doch nie, Wer zahlen soll und weiß nicht wie!

    Wilhelm Busch

  49. Alles Geld der Welt ist nicht so viel wert wie zur rechten Stunde ein Becher besten Weines.

  50. Also sollen wir wissen, dass zwei Arten der Ärzte sind: die aus der Lieb handlen und aus dem Eigennutz.

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  51. Im Glanze des Geldes scheint selbst ein Dummkopf klug

  52. Wenn Menschen Glück kaufen könnten, würden sie es bestimmt eine Nummer zu gross wählen.

    Pearl S. Buck

  53. Für ein paar Groschen kann man viel Freundlichkeit und guten Willen kaufen.

    Johann Peter Hebel

  54. Freiheit geht über Silber und Gold

  55. Wer den Kreuzer nicht achtet, wird keinen Gulden wechseln.

  56. Der Erben Weinen ist nur unterdrücktes Lachen.

    Publius Syrus

  57. Vermögen zu haben ist ein Stück Freiheit.

    Ludwig Erhard

  58. Mit Geld kann man sogar Götter bestechen.

  59. Wer kein Geld hat, hat auch keinen Mut. Er fürchtet, überall zurückgesetzt zu werden, glaubt, jede Demütigung ertragen zu müssen und zeigt sich allerorten in ungünstigem Licht.

    Adolph Freiherr von Knigge

  60. Geizhälse sind die Plage der Zeitgenossen, aber das Entzücken ihrer Erben

    Theodor Fontane