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Sprüche über Geld

760 Sprüche — Seite 12

Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.

Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.

  1. Wer will wohl und selig sterben, lass sein Gut den rechten Erben

  2. Viele Erben machen schmale Teile.

  3. Wer einen Heller erbt, muss einen Taler bezahlen.

  4. Du hast noch kein Erbe mit ihnen geteilt!

  5. Wenn nicht viel im Fass ist, kann man nicht viel daraus zapfen

  6. Man soll nicht feilschen, was man nicht kaufen will

  7. Gib nie das Fell, wo du mit der Wolle zahlen kannst

  8. Die Liebe zum Profit beherrscht die ganze Welt.

    Aristophanes

  9. Geht der Wein aus, hört das Gespräch auf, geht das Geld aus, bleiben die Freunde aus.

  10. Wo ein schöner Fleck ist, da schmeißt der Teufel ein Kloster hin oder einen Edelmann

  11. Fragen kostet kein Geld und wird einem kein Zahn davon stumpf

  12. Was die Frau erspart, ist so gut, als was der Mann erwirbt

  13. Wenn der Mann einlöffelt und die Frau ausscheffelt, muss die Wirtschaft zugrunde gehen

  14. Eine Frau kann mit dem Fingerhut mehr verschütten, als der Mann mit dem Eimer schöpfen kann

  15. Die Frau kann mit der Schürze mehr aus dem Hause tragen, als der Mann mit dem Erntewagen einfährt.

  16. Freiheit und eigener Herd sind großes Geldes wert

  17. Man muss mit fremden Sachen behutsamer umgehen als mit seinen eigenen

  18. Eine Kuh im Frieden ist besser als drei im Kriege

  19. Besser ein Ei im Frieden als ein Ochs im Kriege

  20. Fried und ein neugebautes Haus sind nimmer zu teuer

  21. Gekaufte Freuden, die eine gähnende Leere ausfüllen sollen, sind wachsende Ungeheuer.

    Else Pannek

  22. Gekaufte Anerkennung unterliegt dem Börsenkurs.

    Else Pannek

  23. Für Steuergelder wurde gearbeitet. Sie sind es wert mit Sorgfalt und Achtung verwendet zu werden.

    Else Pannek

  24. Für Ehrfurcht vor dem Leben können wir uns nichts kaufen. Alles, was gut und unbezahlbar ist, bekämen wir als Geschenk.

    Else Pannek

  25. Dieses Land ist ein armes Land. Die Menschlichkeit wurde aus Kostengründen gestrichen.

    Else Pannek

  26. Der Haushalt ist der Nerv des Staates. Daher muss er den profanen Augen der Untertanen entzogen werden.

    Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu

  27. Jedermann beklagt sich über die äußerste Teurung und fährt doch fort, Geld auszugeben und den Luxus zu vermehren, über den er sich beschwert.

    Johann Wolfgang von Goethe

  28. Einem Land, in dem die Blumen teuer sind, fehlt die Grundlage der Kultur.

  29. Luxus muss sein. Wenn die Reichen nichts verschwenden, verhungern die Armen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  30. Mit Geld kann man einen guten Hund kaufen, aber es wird nicht das Wedeln des Schwanzes erworben.

    Joseph Billings

  31. In jedem Menschen steckt etwas von einem Komödianten und Profitjäger.

    Karel Capek

  32. Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, dass man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird

    H. L. Mencken

  33. Eher findet man einen, der für seinen Freund sein Leben opfert, als einen, der für den Freund einen Taler aufs Spiel setzt, geschweige denn ausgibt.

    Giacomo Leopardi

  34. Hör auf, dein Geld zu zählen. Gib den Armen, und du wirst reich

  35. Der Mensch schafft Reichtum, aber nicht der Reichtum Menschen

  36. Geld hat überhaupt nichts mit Stil zu tun, aber natürlich ist es in jeder Situation nützlich.

    Friedrich Wilhelm Güll

  37. Information ist die Währung der Demokratie

    Thomas Jefferson

  38. Das Wichtigste ist Charakter, wichtiger als Geld oder Besitz oder irgendwas sonst.

    John Pierpont Morgan

  39. In einem wenig besuchten Laden kauft man teuer.

  40. Freunde dich mit eines Mannes guten Eigenschaften, nicht mit seinem Vermögen an

  41. Ein Taler, der in deinem Beutel, wird dich vor anderen mehr erheben als zwanzig, die du ausgegeben.

    Barthold Heinrich Brockes

  42. Mit Geld kannst du ein Buch kaufen, aber kein Wissen.

  43. Die Arbeit ist immer mehr wert als der Preis, den man für sie zahlt. Das Geld verschwindet, die Arbeit aber bleibt.

    Maxim Gorki

  44. Wer Geld hat, ist ein Drache, wer keines hat, ein Wurm

  45. Geld macht Blinde sehend

  46. Am glücklichsten ist, wer sowohl Geld spart, als auch ausgibt, denn beides macht Spaß

    Samuel Johnson

  47. Bücher sind das Geld der Literatur, aber nur die Kostenzähler der Wissenschaft.

    Thomas Henry Huxley

  48. Wer Almosen gibt, gewöhnt sich daran, Geld und Gut nicht mehr zu bewundern.

    Johannes Chrysostomos

  49. Der Mensch ist ein geldgieriges Tier und diese Eigenschaft kommt allzu oft seiner Güte in die Quere.

    Herman Melville

  50. Wenn du fragen musst, wieviel es kostet, kannst du es dir nicht leisten.

    John Pierpont Morgan

  51. Die konsequente Nichtbeachtung von Regeln und Vorschriften führt relativ schnell zu ihrer Abschaffung, weil die konsequente Verfolgung ihrer Nichtbeachtung zu teuer würde.

    Christa Schyboll

  52. Wer nicht aus Liebe zur Sache arbeitet, sondern nur des Geldes willen, der bekommt gar nichts: Weder Geld noch Glück.

    Charles M. Schwab

  53. Geld ist eine Art Instinkt. Geld machen ist eine Art Naturveranlagung im Menschen.

    David Herbert Lawrence

  54. Es ist die Natur des Reichtums, dass mit seinem Wachsen auch der Durst nach ihm, die Armut, wächst

    Francesco Petrarca

  55. Wie es in der materiellen Produktion und Konsumtion einen schädlichen Luxus gibt, so auch in der Literatur

    Wilhelm Schulz

  56. Geld ist die einzige Macht, vor der die gesamte Menschheit auf die Knie fällt

    Samuel Butler

  57. Geld bewirkt viel, ein kluges Wort kaum weniger

  58. Niemand, der es schafft, 360 Tage im Jahr vor Sonnenaufgang aufzustehen, wird scheitern, seine Familie reich zu machen

    Edward C. Simmons

  59. Weisheit in kleiner Münze ist, was Sprichwörter uns geben.

    George Meredith

  60. Nur der Ehrgeiz altert nicht, und das, woran sich das tatenlose Alter am meisten freut, ist nicht, wie man behauptet, das Geld, sondern die Ehre.

    Thukydides