Sprüche über Geld
760 Sprüche — Seite 11
Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.
Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.
Der Mensch gleicht einer Münze, Freund! Ist er von gutem Korn, und scheint dir echt sein Schlag und ist noch scharf sein Rand, dann reich ihm unverweilt die Hand. Griff aber schon die Welt zu seh …
— Aloys Blumauer
Diese Welt ist doch die beste, und sie lebt sich ziemlich gut mit Gesundheit, Geld und Tugend und ein bisschen Übermut.
— Eduard von Bauernfeld
Wenn du dir Bier leisten kannst, trink Wasser, wenn du dir Wein leisten kannst, trink Bier.
Es kommt darauf an, dass sich ein Kapital bildet, was nie ausgeht.
— Johann Wolfgang von Goethe
In der Liebe sind wir immer die gutgläubigen Wilden und die Frauen die geschickten Kaufleute.
— Guy de Maupassant
Wenn einer Geld hat, kann er dem Teufel Beine machen; wenn er keines hat, kommt nicht einmal der Mann, den er ruft.
Auch wenn man seine Frau nicht liebte, glaubt man, bei der Scheidung ein kleines Vermögen verloren zu haben.
Erfolg erzeugt Erfolg, wie das Geld das Geld.
— Nicolas Chamfort
Von Kindheit an war ich ein Freund des Lesens, und das bisschen Geld, das mir in die Hände kam, wurde für gute Bücher ausgegeben.
— Benjamin Franklin
Ein Mann ohne Geld ist ein Bogen ohne Pfeil.
— Thomas Fuller
Mit Geld kommen ist besser als bald kommen.
Wer seine Einbildungskraft und seine Fähigkeiten benutzt, um den Menschen nicht möglichst wenig, sondern möglichst viel für einen Dollar geben zu können, der ist auserwählt für den großen Erfolg.
— Henry Ford
Wer sein Haus verkaufen will, der schmücke es.
Niemand vermag zu sagen, wie viele politische Dummheiten durch Mangel an Geld verhindert worden sind
— Charles de Talleyrand
Ein Hund ist der einzige Freund, den man kaufen kann.
Das Geld hat keinen Schaden davon, wie es erworben wurde, aber dem, der es erwirbt schadet es.
— John Steinbeck
Erfahrung ist eine so schöne Sache, dass man sie nicht teuer genug kaufen kann.
— Honoré de Balzac
Verachte das Geld nicht. Wir können ohne das Geld nicht leben.
— John Knittel
Das gibt's nicht: Gerade genug Geld. Es gibt nur zweierlei: Kein Geld und nicht genug Geld.
— John Steinbeck
Schafft keine Papiere an, mag der Zins beziehungsweise die Dividende noch so hoch sein, wenn das Papier nicht als absolut sicher anzusehen ist.
— August Bebel
Nicht umsonst führen die Staaten mit Vorliebe ein Raubtier im Wappen.
— Carl Spitteler
Aktionäre sind dumm und frech: Dumm, weil sie Aktien kaufen, und frech, weil sie Dividende haben wollen.
— Carl Fürstenberg
Das wahre Glück kostet nicht viel. Wenn es teuer ist, ist es von schlechter Qualität.
Besser ohne Abendessen zu Bette gehen als mit Schulden aufstehen
Freundlich abschlagen ist besser denn mit Unwillen geben.
Wer akzeptiert, muss bezahlen.
Adel, Tugend, Kunst sind ohne Geld umsunst.
Mit anderer Sachen muss man behutsamer umgehen als mit seinen eigenen.
Der Arme behält seine Hühner, der Reiche seine Tochter nicht lange.
Reicher Leute Krankheit und armer Leute Braten riecht man weit.
Es gilt mir gleich eine Arme oder eine Reiche, wenn sie nur Geld hat!
Die Armen müssen tanzen, wie die Reichen pfeiffen.
Die Armen helfen die Füchse fangen, die Reichen in den Pelzen prangen.
Der Arme isst, wann er was hat, der Reiche, wann er will.
Armer Leute Gäste gehen früh nach Haus.
Gift findet man nicht in armer Leute Küchen.
Es verdirbt viel Weisheit in eines armen Mannes Tasche.
Wer Armut ertragen kann, ist reich genug.
Der Armut geht wenig ab, dem Geize alles.
Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden, es wär' an einer genug.
Wer die Augen nicht auftut, muss den Beutel auftun.
Es ist hart, was Besseres riechen und was Schlechteres kriegen.
Wer sein Bett verkauft, muss auf dem Stroh liegen.
Geht es an die Steuer zum gemeinen Nutzen, so sucht jedermann den Bettelmantel hervor.
Wer nichts im Beutel hat, muss mit der Haut zahlen.
Wenn der große Beutel kommt, so verwirft man den kleinen.
So geht es in der Welt, der eine hat den Beutel, der andere hat das Geld.
Es ist keinem zu verdenken, der bezahlt sein will.
Wer nicht kann blechen der lasse das Zechen.
Wer borgt ohne Bürgen und Pfand, dem sitzt ein Wurm im Verstand.
Wer will verderben, der borge Geld und kaufe Erben.
Was du mit Gelde nicht bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit Dank.
Alte Diener, Hund und Pferd sind bei Hof in gleichem Wert.
Leichter ein Dorf vertan als ein Haus erworben
Der ist recht edel in der Welt, der Tugend liebt und nicht das Geld
Ein Edelstein gilt so viel, als ein reicher Narr dafür geben will
Ehrlich macht reich, aber langsam geht's her.
Wer sein eigner Herr kann sein, geh' keinen Dienst bei Herren ein.
E i n Pfennig in der Sparbüchse macht mehr Gerassel, als wenn sie voll wäre
Das beste Einkommen ist Redlichkeit