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Sprüche über Geld

760 Sprüche — Seite 10

Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.

Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.

  1. Am Samen spare, nicht am Mist, ein kluger Bauer du dann bist.

  2. Leihst du einem Freunde Geld, musst du dich sogleich entschließen - leider ist's der Lauf der Welt - eins von beiden einzubüßen.

  3. Alle Menschen in der Welt streben nur nach Gut und Geld, und wenn sie es dann erwerben, legen sie sich hin und sterben.

  4. Fleiss bringt Brot - Faulheit Not.

  5. Viel Fleiss und wenig Gewissen macht den Beutel voll.

  6. Ein Vater ernährt eher zehn Kinder als zehn Kinder einen Vater.

  7. Geld im Beutel vertreibt die Schwermut.

  8. Geld ist Königin, Tugend und Kunst ihre Schüsselwascherinnen.

  9. Hast du Geld, so tritt herfür, hast du keins, so such die Tür.

  10. Wer kein Geld hat, dem entfällt keine Münze.

  11. Wer kein Geld hat, dem fällt es nicht durch die Finger.

  12. Wer kein Geld hat, braucht nicht zu Markt zu gehen.

  13. Für Geld kann man den Teufel tanzen sehen.

  14. Man muss dem Gelde gebieten, nicht gehorchen.

  15. Wer nach Geld heiratet, verliert seine Freiheit.

  16. Ist das Geld die Braut, so taugt die Ehe selten was.

  17. Zwei Schelme braucht Geld und Gut, einen, der's gewinnt, und einen, der's vertut.

  18. Geld hat einen feigen Hals.

  19. Geld hat manchen an den Galgen gebracht.

  20. Am Gelde riecht man es nicht, womit es verdient ist.

  21. Man muss das Geld von den Leuten nehmen, von den Bäumen schütteln kann man es nicht.

  22. Schlechtes Geld kommt immer wieder.

  23. Es ist alle Tage gut Geld annehmen.

  24. Bei Geld ist gut wohnen.

  25. Wer Geld in der Tasche hat, braucht keinen Staat zu machen.

  26. Geliehen Geld soll man lachend bezahlen.

  27. Sein Geld ist so dumm wie er.

  28. Er hat Geld wie Heu, nur nicht so lang.

  29. Man kann sich doch kein Geld aus den Rippen schneiden.

  30. Gold liegt tief im Berge, aber der Kot am Wege.

  31. Es ist nicht alles Gold, was da gleißt.

  32. Wenn Gold redet, schweigt alle Welt.

  33. Ein Quentlein Gold wiegt mehr als ein Zentner Recht.

  34. Wo man mit goldenen Büchsen schießt, da hat das Recht sein Schloß verloren.

  35. Gold geht durch alle Türen, ausgenommen durch die Himmelstüre.

  36. Viel Kreuzer machen den Gulden.

  37. Liebe kann viel, Geld kann alles.

  38. Mein Pfennig ist deines Pfennigs Bruder.

  39. Der gestohlene Pfennig gilt so viel als ein anderer.

  40. Ein ersparter Pfennig ist so gut wie der erworbene.

  41. Ein ersparter Pfennig ist zweimal verdient.

  42. Wer den Pfennig nicht achtet, wird keines Gulden Herr.

  43. Mit dem Pfennig fängt man an zu spielen.

  44. Ein ungerechter Pfennig frißt zehn andere.

  45. Böser Pfennig kommt allzeit wieder.

  46. Es ist ein böser Pfennig, der einen Gulden schadet.

  47. Es ist ein guter Pfennig, der einen Gulden erspart.

  48. Mancher sucht einen Pfennig und verbrennt ein Dreierlicht.

  49. Pfennigsalbe schmiert wohl zu Hofe.

  50. Wenn der Pfennig läutet, läuft jedermann zur Kirche.

  51. E i n Pfennig klingt nicht.

  52. Ein guter Hausvater muss drei Pfennige haben: einen Ehrenpfennig,Zehrpfennig und Notpfennig.

  53. An einem Pfennig sieht man, wie ein Gulden gemünzt ist.

  54. Kommt die Hure ins Herz, so kommt sie auch in den Säckel.

  55. Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.

    Henry Ford

  56. Ach, mein liebes Geld. Mein liebes Geld, mein bester Freund! Man hat dich mir gestohlen. Meine Stütze habe ich verloren, mein Trost und meine Freude.

    Jean-Baptiste Molière

  57. Manche Leute verstehen unter einem stillen Teilhaber einen Mann, der keinen Krach schlägt, wenn er Geld verliert.

    Henry Ford

  58. Zuviel ist bitter, und wenn es lauter Honig wäre.

  59. Schönheit ist wie eine Leibrente; wenn die Schönheit stirbt, so hört die Zahlung auf, und sie stirbt immer jung

    August von Kotzebue

  60. Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn.

    Ludwig Marcuse