Sprüche über Autorität
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Nicht jede Autorität gründet auf Rang, Amt oder Macht. Wirklich anerkannt wird nur, wer Haltung, Urteilskraft und Verlässlichkeit ausstrahlt und dadurch Vertrauen gewinnt, statt Gehorsam nur zu erzwingen. Deshalb ist dieses Thema eng mit Charakter, Verantwortung und der Frage nach legitimer Führung verbunden.
Ihre Bewährung liegt darin, dass sie ordnet, ohne zu demütigen, und leitet, ohne sich selbst zu vergötzen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie Autorität aus innerer Stärke erwachsen kann und wann sie in bloße Herrschsucht kippt.
Die Welt vergöttert die Jugend, aber regieren lässt sie sich von den Alten.
— Henry de Montherlant
Wie der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe ist,so ist er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmste von allen.
— Aristoteles
Jeder Mensch schafft sich im Geiste eine Welt, in der er seinen Fähigkeiten nach im Mittelpunkt steht
— Kurt Tucholsky
Wir haben uns die Erde nicht unterworfen. Wir haben ihr nur tiefe Wunden geschlagen.
— Georg Simmel
Nichts auf der Welt wird so gefürchtet wie der Einfluß von Männern, die geistig unabhängig sind
— Albert Einstein
Wir beurteilen uns danach, was wir uns zutrauen... Andere beurteilen wir danach, was sie bereits geleistet haben.
— Gilbert Keith Chesterton
Die Krabbe ist in ihrem Loch ein großer Herr.
Wer führt darf denen, die er führt, nicht im Wege stehen
— Laotse
Jedes Naturgesetz, das sich dem Beobachter offenbart, lässt auf ein höheres, noch unerkanntes schließen.
— Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt
Glaube an Autoritäten bewirkt, dass Fehler der Autoritäten zu Vorbildern werden.
— Leo Tolstoi
Die Erfahrung ist ein strenger Lehrmeister. Sie prüft uns erst, bevor sie uns lehrt.
Wenn Erziehung und Ermahnung irgend etwas fruchteten: Wie konnte dann Senecas Zögling ein Nero sein?
— Arthur Schopenhauer
Wer wünscht, dass man ihn fürchtet, erreicht nur, dass man ihn hasst.
— Charles-Louis de Montesquieu
Mit schlechten Gesetzen und guten Beamten läßt sich immer noch regieren. Bei schlechten Beamten aber helfen uns die besten Gesetze nichts.
— Otto von Bismarck
Die Wahrheit ist die Tochter der Zeit, nicht der Autorität.
— Francis Bacon
Nichts ist schöner als seine Pflicht zu tun, wenn man der Herr ist.
— Alexandre Vinet
Sprechen Männer in so scharfem Ton mit ihren Frauen, dass man sich mit ihren Worten rasieren könnte, ist anzuraten, das Gespräch mit After-Shave-Atmosphäre ein wenig zu glätten, bevor sich die Fra …
— Christa Schyboll
Wer nie ein Knecht gewesen, kann auch kein guter Herr sein.
Vielleicht stände es besser um die Welt, wenn die Menschen Maulkörbe und die Hunde Gesetze bekämen!
— George Bernard Shaw
Was das Gesetz nicht verbietet, das verbietet der Anstand.
— Seneca
Wenn der Sünder seine Ehre verliert, so schleudert er ihr in seiner Verzweiflung nur zu oft die ganzen Überreste seiner Tugend nach.
— Thomas Babington Macaulay
Oft schreibt das Schwert, nicht die Feder das Gesetz
Es ist nicht mein Ziel, geliebt zu werden. Mir genügt es, wenn man mich respektiert.
— Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu
Macht ist eine Mahlzeit, die wachsenden Appetit verursacht.
— Charles de Talleyrand
Was kümmert die Kirche die Tyrannei missratener Könige, sofern sie an deren Macht teilhat!
— Claude-Adrien Helvetius
Zwei Dinge pflegen den Fortschritt der Medizin aufzuhalten: Autorität und Systeme.
— Rudolf Virchow
Verachte dein eigenes Leben, und du bist Herr über das Leben anderer!
Jeder Mensch gilt in dieser Welt nur soviel, als er sich selbst geltend macht.
— Adolph Freiherr von Knigge
Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte.
— Karl Marx
Wer die oberste Hand hat, verwendet sie selten zum Streicheln, sondern gebraucht sie lieber fest als Faust.
— Wilhelm Raabe
Die Aufgabe des Schaffenden besteht darin, Gesetze aufzustellen, und nicht, Gesetzen zu folgen. Wer gegebenen Gesetzen folgt, hört auf, Schaffender zu sein.
— Ferruccio Busoni
Nur wer selber richtig denken gelernt, findet sich in einem andern Denker; nur wer selber tüchtig lenken gelernt, fügt sich auch in einen andern Lenker.
— Friedrich Wilhelm Güll
Wenn man von den Leuten Pflichten fordert und ihnen keine Rechte zugestehen will, muss man sie gut bezahlen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Ein Führer entsteht nur, wenn eine Gefolgschaft bereits da ist.
— Ludwig Marcuse
Ein jeder achte wohl darauf, welche Träume er im heimlichen Winkel seiner Seele hegt; denn wenn sie erst großgewachsen sind, werden sie leicht seine Herren!
— Gustav Freytag
Die Ehre ist ein Rechenspiel, bald gilt man nichts, bald gilt man viel.
— Abraham a Sancta Clara
Machtgelüste sind die entsetzlichsten aller Leidenschaften.
— Tacitus
Der Experte ist ein gewöhnlicher Mann, der - wenn er nicht daheim ist - Ratschläge erteilt.
— Oscar Wilde
Wer Hass allzu sehr fürchtet, versteht nicht zu herrschen.
— Seneca
Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das ist der größte Vorwurf an die Deutschen: Dass sie trotz ihrer Intelligenz und trotz ihres Mutes immer die Macht anhimmeln.
— Winston Churchill
Vermögen und Ehre sind die beiden Dinge, deren Verletzung die Menschen am meisten kränkt.
— Nicolaus Machiavelli
Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß.
— Johann Gottfried Seume
Gerade Leute ohne Takt wollen ihn oft angeben.
— Peter Sirius
Es ist mir nie gelungen zu verstehen, wie ein verstandesbegabter Mensch aus der Ausübung von Macht über andere sein Glück beziehen kann.
— Thomas Jefferson
Der Mann ist ein wilder Fluß, die Frau ein stiller See.
So schlecht es ist, jemand zu seinem Unglücke, so unweise ist es, einen Menschen zu seinem Glücke zwingen zu wollen.
— Georg Ebers
Zeigt mir einen Mann der Gewalttat, mit dem es ein gutes Ende genommen hat, und ich will ihn zu meinem Lehrer machen.
— Laotse
Bei schlechten Beamten helfen selbst die besten Gesetze nichts.
— Otto von Bismarck
Der Katholik muß die Entscheidung, die man ihm gibt, annehmen. Der Protestant muß lernen, sich selbst zu entscheiden.
— Jean-Jacques Rousseau
Ein rechter Mann hat zwei Gesichter, die er hält, das eine auf sein Haus, das andre auf die Welt. Das freundliche Gesicht, das wendet er ins Haus, das ernste aber kehrt er in die Welt hinaus.
— Friedrich Rückert
Manche Menschen gelten nur deshalb etwas in der Welt, weil ihre Fehler die Fehler der Gesellschaft sind.
— François de la Rochefoucauld
Als Gott die Welt erschuf, da schuf er den Mann und das Weib, nicht Herrn und Knecht, nicht Juden und Christen, nicht Arme und Reiche.
— Ludwig Börne
Wer ein Volk regiert, indem er gute Beispiele gibt, ist wie der Polarstern, der unbeweglich bleibt, während alle anderen sich um ihn drehen
— Konfuzius
Wer nicht hart genug ist, dem Leben seine Bedingungen aufzuprägen, der muss die Bedingungen hinnehmen, die es ihm bietet.
— George Eliot
Zweierlei lass dir gesagt sein, willst du stets in Weisheit wandeln und von Torheit nie geplagt sein: Lass das Glück nie deine Herrin, nie das Unglück deine Magd sein!
— Friedrich von Bodenstedt
Man muss die Leute an ihren Einfluss glauben lassen – Hauptsache ist, dass sie keinen haben
— Ludwig Thoma
Den Vater kennt man an dem Kind, den Herrn an seinem Hausgesind.
Wenn du ein Kind mit der Rechten züchtigst, zieh es mit der Linken an dein Herz.
Bedenke, dass Du nur Schaupieler bist in einem Stücke, das der Spielleiter bestimmt.
— Epiktet