
Die Ehre ist ein Rechenspiel, bald gilt man nichts, bald gilt man viel.
Bedeutung
Abraham a Sancta Clara, der österreichische Barockprediger und Satiriker, beschreibt in diesem Zitat die Launenhaftigkeit der gesellschaftlichen Ehre: Ehre ist kein stabiler Besitz, sondern ein Rechenspiel – mal gilt man nichts, mal gilt man alles. Wer heute geachtet ist, kann morgen verachtet sein. Diese Unbeständigkeit macht Ehre zu einem unsicheren Fundament für das eigene Selbstwertgefühl. A Sancta Clara, der mit scharfer Zunge die Gesellschaft seiner Zeit kommentierte, sah in der Ehre eine trügerische Währung.
Verwendung
Passend als Abraham-a-Sancta-Clara-Zitat in Texten über Ehre, Ruhm und gesellschaftliche Wertung sowie für Beiträge über Barockliteratur, Gesellschaftskritik und die Vergänglichkeit menschlicher Anerkennung. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über den Wert innerer Würde gegenüber äußerem Ansehen. Für Abraham-a-Sancta-Clara-Sammlungen oder Texte über gesellschaftliche Anerkennung bietet dieses Zitat einen einprägsamen Beitrag über die Unbeständigkeit der Ehre.
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Über Abraham a Sancta Clara
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1644 - 1709
Abraham a Sancta Clara (1644–1709) war ein deutscher Barockprediger und Schriftsteller, der unter seinem Ordensnamen rund 600 Einzelschriften verfasste.
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Geboren als Johann Ulrich Megerle in Kreenheinstetten, trat er dem Augustiner-Orden bei und wirkte bis zu seinem Tod in Wien. Als katholischer Prediger und Poet des Barock verband er religiöse Inhalte mit scharfer Gesellschaftskritik und volkstümlichem Sprachwitz, was ihm über Konfessionsgrenzen hinaus Bekanntheit verschaffte.

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