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Sprüche über Autorität

339 Sprüche — Seite 6

Nicht jede Autorität gründet auf Rang, Amt oder Macht. Wirklich anerkannt wird nur, wer Haltung, Urteilskraft und Verlässlichkeit ausstrahlt und dadurch Vertrauen gewinnt, statt Gehorsam nur zu erzwingen. Deshalb ist dieses Thema eng mit Charakter, Verantwortung und der Frage nach legitimer Führung verbunden.

Ihre Bewährung liegt darin, dass sie ordnet, ohne zu demütigen, und leitet, ohne sich selbst zu vergötzen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie Autorität aus innerer Stärke erwachsen kann und wann sie in bloße Herrschsucht kippt.

  1. Es gibt unglaublich starke Persönlichkeiten. Wären sie Kaninchen, hätten sogar Python-Schlangen vor ihnen Respekt

    Karl-Heinz Karius

  2. Wer sich an die Weisheit des Herzens hält und sie als Autorität anerkennt - was braucht der noch andere Autoritäten?

    Chuang-tzu

  3. Ein Übel gibt es, von dem auf die Dauer die Ärzte uns immer heilen: Unsere Leichtgläubigkeit ihnen gegenüber.

    Jean Antoine Petit-Senn

  4. Wenn du nach der Macht strebst nur um Sicherheit und Frieden zu haben, ist es so, als ob du einen Vulkan erkletterst, um dich vor dem Sturm zu schützen.

    Francesco Petrarca

  5. Ein Mächtiger, der mit dem Schwächeren spricht, verlangt nur Beifall, nicht Wahrheit.

    Karl Wilhelm Ramler

  6. Macht bedeutet die Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht.

    Max Weber

  7. Mehr Schriftsteller, als man glaubt, müssen das schreiben, was Frau und Kinder ihnen in die Feder diktieren.

    Otto Weiss

  8. Mancher unterwirft sich, ohne zu kämpfen, und dadurch siegt er.

    Otto Weiss

  9. Ich nehme an, dass die Frau das letzte ist, was vom Mann zivilisiert werden wird.

    George Meredith

  10. Wer recht gehorchen lernt, der wird auch einmal recht kommandieren können.

    Philipp Engelhard von Nathusius

  11. An deinem Herd bist du genauso ein König wie jeder Monarch auf seinem Thron.

    Miguel de Cervantes Saavedra

  12. Wer die Menschen belehren oder beherrschen will, der muss zuerst sich selbst überwinden und Herr seiner eigenen Leidenschaft werden. Das ist die erste Bedingung jeder Macht, welche wir über andere a …

    Joszef Freiherr von Eötvös

  13. Nur wer gehorchen gelernt hat, kann später auch befehlen!

    Paul von Beneckendorff und Hindenburg

  14. Wenn du von den anderen Verantwortung verlangst, übernehme auch für dich deine eigene

    Solon

  15. Befehlen und gehorchen heißt, mit Mächten in Beziehung gebracht zu werden, und es ist nur sinnvoll, wenn der Befehlshaber im Vollbesitz dieser Mächte ist.

    Sebastian Faber

  16. Dem vertrauen die Menschen, der sich von einer höheren Macht regieren lässt.

    Paul Olaf Bodding

  17. Nur ein Fehltritt braucht die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht.

    Thomas Jefferson

  18. Nur die Weisen sind im Besitz von Ideen. Die anderen Menschen sind von Ideen besessen

    Robert Southey

  19. Aller Herrschaft Druck ist schwer; man muss den Menschen immer freiwillig handeln zu lassen scheinen

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  20. Der Mensch ist allen Gesetzen unterworfen, die in der Natur sind.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  21. Gewalt und Druck über sich macht gewiss weniger Elend als Leere, innere Leerheit.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  22. Es ist nicht jeder Mensch geboren, frei zu sein, denn es gibt Personen, die vortrefflich sind, wenn sie dienen und gehorchen müssen und unbrauchbar, wie sie in freier Selbstbestimmung handeln sollen …

    Fanny Lewald

  23. Einen Glauben kann man verlieren und wieder finden. Der Verlust der Glaubwürdigkeit ist endgültig.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  24. Den Aufbau von Macht ermöglichen meist diejenigen, die nachher ihre Opfer werden.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  25. Erzwingen heißt durchsetzen, was nicht zwingend ist.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  26. Eine Gesellschaft von Schafen muss mit der Zeit eine Regierung von Wölfen hervorbringen.

    Juvenal

  27. Jede Sünde trägt um so bedeutendere Schuld in sich, je größer das Ansehen des Sünders ist.

    Juvenal

  28. Gewöhnlichkeiten werden jedem geglaubt, zum Ungewöhnlichen bedarf es der Autorität

    August Pauly

  29. Es kann sich kein Sperling in Wolkenhöhe behaupten; und wenn ihn ein Adler hinauftrüge, er strebte wieder hinunter, wo ihm das Pferd seinen unverdauten Hafer hinterlassen hat.

    August Pauly

  30. Eine festverwurzelte Dynastie wird großen Staatsmännern zu einer langdauernden Tätigkeit verhelfen.

    Friedrich Paulsen

  31. Wer unter allen Umständen Duldung zeigt, ist entweder ein Dummkopf oder ein Heuchler. Als ersteren können wir ihn nur bemitleiden, als letzterer aber verdient er, dass ihm jeder rechtschaffene Mensch …

    Heinrich Martin

  32. Lass das Drechseln, lass das Schrauben – Sprich frei fort! Das bringt Dir Glauben.

    Heinrich Martin

  33. Wer sich selbst nichts mehr ist, was kann er noch anderen sein? Nur ihr Feind oder Tyrann.

    Heinrich Martin

  34. Du kannst niemanden unterdrücken, ohne selbst unten zu bleiben

    Booker T. Washington

  35. Durch Worte herrschen wir über den ganzen Erdkreis; durch Worte erhandeln wir alle Schätze der Erde. Nur das Unsichtbare, das über uns schwebt, ziehen Worte nicht in unser Gemüt herab.

    Wilhelm Heinrich Wackenroder

  36. Milde erreicht mehr als Heftigkeit

    August Lafontaine

  37. Der Mann hat seinen Willen – aber die Frau setzt sich durch.

    Oliver Wendell Holmes

  38. Macht macht schlecht. Absolute Macht macht absolut schlecht.

    John E. Edward, 1st Baron Acton of Aldenham Dalberg

  39. Das Leben verlangt gebieterisch eine Leitung durch den Gedanken.

    Wilhelm Dilthey