Sprüche über Autorität
339 Sprüche — Seite 5
Nicht jede Autorität gründet auf Rang, Amt oder Macht. Wirklich anerkannt wird nur, wer Haltung, Urteilskraft und Verlässlichkeit ausstrahlt und dadurch Vertrauen gewinnt, statt Gehorsam nur zu erzwingen. Deshalb ist dieses Thema eng mit Charakter, Verantwortung und der Frage nach legitimer Führung verbunden.
Ihre Bewährung liegt darin, dass sie ordnet, ohne zu demütigen, und leitet, ohne sich selbst zu vergötzen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie Autorität aus innerer Stärke erwachsen kann und wann sie in bloße Herrschsucht kippt.
Abhängigkeit ist das Los der Frauen; Macht ist, wo die Bärte sind.
— Jean-Baptiste Molière
Der Verstand ist eine Autorität.
— Arthur Rimbaud
Ein Hund ist klüger als eine Frau; er bellt seinen Herrn nicht an
Besser in der Hölle herrschen, als im Himmel dienen.
— John Milton
Frauen erreichen alles, weil sie jene beherrschen, die alles beherrschen
Die Ehe ist die einzige Art von Vertrag, der für die vertragschließenden Parteien sämtliche Gesetze suspendiert, die die Beziehung zwischen ihnen schützen sollen.
— George Bernard Shaw
Die Mutter sagt's, der Vater glaubt's, und ein Narr zweifelt daran.
Einsame alte Damen beanspruchen allein stehende Töchter, als seien sie deren einziger Lebensinhalt.
— Else Pannek
Mein Hund ist mein Freund, meine Frau ist mein Feind und mein Sohn ist mein Herr
Überall, wo Autoritäten herrschen, gibt es verbotene Wege, und auf einem dieser Wege liegt gewöhnlich die nächste große Wahrheit.
— August Pauly
Gehorsam einer Frau gegenüber ist der Weg zur Hölle
Ein Mädchen gehorcht dem Vater, eine Ehefrau ihrem Gatten.
Gehorsam ist der Anfang aller Weisheit.
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Führung ohne Rücksicht auf Emotionen ist wie Segeln ohne Rücksicht auf den Wind
— Rainer Karius
Wenn der Bauer auf's Roß kommt, reitet er ärger als der Herr.
Ein guter Anschaffer ist besser als zwei schlechte Schaffer.
Die beste Aufsicht muss hie und da ein Aug' zudrücken.
Wenn er redet, kräht der Hahn auf dem Kirchturm.
Wenn der Löwe brüllt, so zittert der Wald.
Wer über einen Maulesel gesetzt ist, hält sich auch für einen Herrn.
Der Krone würdig sein, ist mehr, als Kronen tragen.
— Friedrich von Cronegk
Bin ich meinem Amte in der Tat nicht gewachsen, so ist der Chef zu tadeln, der es mir anvertraut.
— Friedrich von Schiller
Wer Schwache leiten will, der sei von ihrer Schwachheit selber frei!
— Magnus Gottfried Lichtwer
Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es muss Gesetz sein, weil es recht ist.
— Charles-Louis de Montesquieu
Getadelt zu werden, muss nicht unbedingt heissen, etwas falsch gemacht zu haben.
Ein Tontopf wird früher oder später brechen, ein Feldherr früher oder später fallen.
Wir werden durch das Buch vielleicht sicherer und länger herrschen als durch das Schwert.
— Honoré de Balzac
Wenn einer Geld hat, kann er dem Teufel Beine machen; wenn er keines hat, kommt nicht einmal der Mann, den er ruft.
In der Aufstellung unserer Grundsätze sind wir strenger als in ihrer Befolgung.
— Theodor Fontane
Der Staat ist eine Maschine zur Aufrechterhaltung der Herrschaft einer Klasse über eine andere.
— Wladimir Iljitsch Lenin
Die meisten Führungskräfte zögern, ihre Leute mit dem Ball laufen zu lassen. Aber es ist erstaunlich, wie schnell ein informierter und motivierter Mensch laufen kann.
— Walter Scheel
Herrschen ist Unsinn, aber Regieren ist Weisheit. Man herrscht also, weil man nicht regieren kann.
— Johann Gottfried Seume
Der Mensch ist soweit gehorsam, als er demütig ist, und so demütig, wie er gehorcht.
— Katharina von Siena
Man überzeugt am besten von seiner Macht, wenn man sie missbraucht
— Daniel Spitzer
Liebes Töchterchen, damit eine Frau herrscht, muss sie stets den Anschein erwecken, als tue sie immer, was ihr Mann will.
— Honoré de Balzac
Er ist die wichtigste Aufgabe der Frau zu lernen, wie man die Männer bezaubert. Das Mädchen braucht dieses Mittel, um den richtigen Mann wählen zu können, die verheiratete Frau, um über den Mann zu he …
— Leo Tolstoi
Aber es ist nun einmal auf der Welt so eingerichtet, dass ein Mann, der den anderen das Brot gibt, zugleich sein Herr ist.
— Jack London
Alle politischen Fragen, alle Fragen des Rechts, sind im Grunde nur Machtfragen.
— August Bebel
Die Liebe ist ein Tyrann, der keinen verschont.
— Pierre Corneille
Wer sich Respekt verschaffen will, darf sich nur von seiner hässlichsten Seite zeigen.
— Gustave Flaubert
Wo man Gewalt braucht, ist die Lust nicht groß.
— Aristophanes
Pflichtbewusstsein aus Gehorsam macht Menschen zu Werkzeugen, schließt Menschlichkeit aus.
— Else Pannek
Wo Verstand befiehlt, ist der Gehorsam leicht.
— Theodor Fontane
Gehorsam ist eine Kunst, die der Regent selbst lehren muss, und wer gut leitet, dem folgt man gern.
— Plutarch
Die Autorität zwingt, aber die Vernunft überzeugt zum Gehorsam.
— Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu
Frei ist, wer der Vernunft gehorcht
— John Milton
Die Liebe des Mannes dressiert
— Jens Peter Jacobsen
Die Blinden werden immer von den Sehenden geleitet werden, oder in die Grube fallen, und sicherlich ist keine Dienstbarkeit und keine Verknechtung schlimmer als die, welche den Verstand betrifft.
— Giacomo Leopardi
Du hast einen Menschen nicht überzeugt, nur weil du ihn zum Schweigen gebracht hast.
— John Morley of Blackburn
Die Männer regieren die Welt und die Frauen ihre Männer. Was wollen sie noch mehr?
— Bogumil Goltz
Wer herrschen will, muss dienen können!
— Stefan Glas
Sehr oft sind intellektuelle Strenge und erbarmungslose Logik nur äußere Formen einer tiefen, unaufgeklärten Bosheit.
— Stanislaw Brzozowski
Denn wer als Meister geboren, der hat unter Meistern den schlimmsten Stand
— Richard Wagner
Höfling muss mit krummem Rücken sich noch immer tiefer bücken
— Jacques Offenbach
In einem Schafstall kann ein Kalb König sein.
— Charles-Louis de Montesquieu
Könige krönen ist leicht, doch Könige zügeln ist schwierig
— Solon
Selbst Tiger und Wolf kennen Vater und Sohn, selbst Bienen haben ihre Königin
Um Frankreich zu regieren, bedarf es heftiger Worte und maßvoller Taten
— Leon Gambetta
Begehren von Amt und Vorrecht ist Ehrgeiz.
— Thomas Hobbes
Wer Autorität haben will, muss bescheiden sein und sein Unrecht unverhohlen einzugestehen wissen.
— Richard Rothe