
Wenn Erziehung und Ermahnung irgend etwas fruchteten: Wie konnte dann Senecas Zögling ein Nero sein?
Bedeutung
Schopenhauer zweifelt an der Allmacht von Erziehung und Ermahnung. Der Hinweis auf Seneca und Nero ist bewusst drastisch: Ein großer Philosoph konnte aus seinem Schüler keinen guten Herrscher machen. Der Satz behauptet nicht, Erziehung sei wertlos, warnt aber vor naivem Vertrauen in Belehrung allein. Charakter, Macht, Anlage und Umgebung können stärker wirken als die klügsten moralischen Worte Die historische Zuspitzung macht die Grenze zwischen Unterricht und innerer Haltung sichtbar.
Verwendung
Geeignet für pädagogische Essays, Diskussionen über Vorbild, Charakterbildung und die Grenzen von Erziehung. Wegen des Nero-Bezugs passt der Spruch eher in kritische Bildungstexte oder Vorträge als auf Karten für Kinder, Eltern oder Lehrkräfte Auch für Debatten über Schule, Elternhaus und politische Sozialisation ist er geeignet.
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Über Arthur Schopenhauer
Über den Autor
Philosoph · Deutsch · 1788 - 1816
Arthur Schopenhauer (1788–1860) entwarf eine Philosophie des subjektiven Idealismus, die Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik auf einem irrationalen Weltprinzip gründet.
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Schopenhauer verstand sich als Vollender Immanuel Kants und baute seine Lehre zugleich auf der Ideenlehre Platons sowie indischen Philosophien auf. Er gehörte zu den ersten deutschsprachigen Philosophen, die ein irrationales Prinzip als Grundlage der Welt vertraten. Seine Werke beeinflussten u. a. Nietzsche, Freud und Wagner nachhaltig.

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