
Oft schreibt das Schwert, nicht die Feder das Gesetz
Bedeutung
Dieses volkskundliche Sprichwort formuliert eine nüchterne Überzeugung über die Realität der Macht: Nicht Recht und Vernunft, sondern oft die Gewalt schreibt das Gesetz. Das ist eine realistische – manchmal bittere – Beobachtung über das Verhältnis von Macht und Recht: In der Geschichte waren es oft Schwerter, nicht Argumente, die Ordnungen schufen. Das Sprichwort ist keine Rechtfertigung der Gewalt, sondern eine Warnung vor der Naivität, die glaubt, Recht setze sich von allein durch. Recht braucht Macht zu seiner Durchsetzung.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie Texte über Macht, Recht und die historische Verbindung von Gewalt und Gesetz. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Nüchternheit politischer Wirklichkeit und die Überzeugung, dass Recht ohne Macht wirkungslos bleibt. Das Sprichwort erinnert daran, dass Recht ohne die Bereitschaft und Macht, es durchzusetzen, oft wirkungslos bleibt.
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