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Sprüche über Anerkennung

532 Sprüche — Seite 3

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Fordre kein lautes Anerkennen! Könne was, und man wird dich kennen.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  2. Obwohl die Menschen sich auf ihre grossen Taten etwas zugute tun, sind diese doch oft nicht Resultate eines grossen Planes, sondern des Zufalls.

    François de la Rochefoucauld

  3. Ungerechtfertigtes Lob kann Schwache gefährden, ungerechter Tadel auch Starke vom rechten Weg ableiten.

    Georg Ebers

  4. Von den Schlechten verlacht zu werden ist fast ein Lob.

    Erasmus von Rotterdam

  5. Man ist viel wert in der Welt, wenn man sein Fach versteht.

    Adolph Freiherr von Knigge

  6. Ein Dummkopf findet immer einen, der noch dümmer ist, der ihn bewundert.

    Otto von Leixner

  7. Risikolos gewinnen heißt ruhmlos siegen

    Pierre Corneille

  8. Von dem Ruhm der berühmtesten Menschen gehört immer etwas der Blödsinnigkeit der Bewunderer zu

    Georg Christoph Lichtenberg

  9. Auch Gelegenheit macht nicht Diebe allein, sie macht auch beliebte Leute, Menschenfreunde, Helden.

    Georg Christoph Lichtenberg

  10. Unsere Meister nennen wir billig die, von denen wir immer lernen. Nicht ein jeder, von dem wir lernen, verdient diesen Titel.

    Johann Wolfgang von Goethe

  11. Jeder Mensch gilt in dieser Welt nur soviel, als er sich selbst geltend macht.

    Adolph Freiherr von Knigge

  12. Man glaubt nie einem Menschen, weil er klug ist, sondern weil man ihn schätzt und liebt.

    Vinzenz von Paul

  13. Frauen bilden sich rasch ein, ein wenig Bewunderung hätte mehr zu bedeuten.

    Jane Austen

  14. Nur gegenseitiges Verständnis kann ein erträgliches Verhältnis schaffen. Dem, der aufrichtig seinen Standpunkt vertritt, muss auch Glauben geschenkt werden.

    Robert Bosch

  15. Was eine Nation groß macht, sind nicht in erster Linie die großen Männer. Es ist das Format der Mittelmäßigen.

    José Ortega y Gasset

  16. Es kann Leidenschaft ohne Achtung geben, dann bleibt sie ohne Zärtlichkeit.

    Sully Prudhomme

  17. Liebe und Hochachtung können durch kein Gesetz erzwungen, sie müssen erworben werden.

  18. Besser, man zeichnet sich aus, als dass man sich auszeichnen läßt.

    Johann Gottlieb Nathusius

  19. Einen Namen hat man, wenn man keinen Wert mehr auf seine Titel legt.

    Anton Graff

  20. Das Wesentliche ist nicht "gesiegt", sondern sich wacker geschlagen zu haben.

    Pierre Baron de Coubertin

  21. Ich kann in einem Tag tausend adeln und zu Rittern machen; aber so mächtig bin ich nicht, dass ich in tausend Jahren einen Gelehrten machen könnte.

    Julius Wilhelm Zincgref

  22. Nur dem nützt das Lob, der den Tadel zu schätzen versteht.

    Robert Schumann

  23. Unglaublich dummes Zeug spricht dieser und jener, aus Furcht, ungebildet zu erscheinen!

    Otto Weiss

  24. Ich bin bis heute dem Mann noch nicht begegnet, wie berühmt er auch sein mochte, der nicht nach einer Anerkennung besser und einsatzfreudiger gearbeitet hatte als nach einem Tadel.

    Charles M. Schwab

  25. Seines Fleisses darf sich jeder rühmen.

  26. Wenn der Sünder seine Ehre verliert, so schleudert er ihr in seiner Verzweiflung nur zu oft die ganzen Überreste seiner Tugend nach.

    Thomas Babington Macaulay

  27. Wohl dem, der etwas Größeres als sich selbst lebendig kennt und liebt.

    Richard Rothe

  28. Jeder Künstler strebt nach Ehre, wünscht, der einzige zu sein

    Wolfgang Amadeus Mozart

  29. Lass dir an dem Bewusstsein genügen, deine Pflicht getan zu haben; andere mögen es erkennen oder nicht.

    Christoph Martin Wieland

  30. Ein Führer entsteht nur, wenn eine Gefolgschaft bereits da ist.

    Ludwig Marcuse

  31. Bücher haben, genau wie Menschen, ihren Erfolg oft ihrem Titel zu verdanken.

    Peter Sirius

  32. Wer sich weder durch Lob verführen, noch durch Tadel in Verwirrung bringen lässt, der besitzt großen Herzensfrieden.

    Thomas à Kempis

  33. Die Ehre ist ein Rechenspiel, bald gilt man nichts, bald gilt man viel.

    Abraham a Sancta Clara

  34. Je dicker die Bretter, je tiefer der Bolz; je dümmer der Bengel, je größer der Stolz.

  35. Man verachtet nicht alle, welche Laster haben, wohl aber jeden, der keine Tugend hat.

    François de la Rochefoucauld

  36. Es ist eben nichts Seltenes, dass einer seine Ehre für ein Ehrenzeichen verkauft.

    Christian Friedrich Wilhelm Jacobs

  37. Es ist nicht mein Ziel, geliebt zu werden. Mir genügt es, wenn man mich respektiert.

    Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu

  38. Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt, der froh von ihren Taten, ihrer Größe, den Hörer unterhält und, still sich freuend, ans Ende dieser schönen Reihe sich geschlossen sieht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  39. Es ist cool seine Umwelt mit Charakter zu verblüffen.

    Else Pannek

  40. Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen.

    Albert Einstein

  41. Warum klagen so viele, dass sie unterschätzt werden? Schlimmer ist doch das Gegenteil.

    Friedrich Georg Jünger

  42. Frage nicht wie, sondern was man redet

  43. Von des Lebens Gütern allen ist der Ruhm das höchste doch, wenn der Leib in Staub zerfallen, lebt der große Name noch.

    Friedrich von Schiller

  44. Ein ausgesprochenes Nein wird akzeptiert und nicht übelgenommen. Ein verschwiegenes, durch spätere Nichthandlung erkennbares dagegen sehr.

    Else Pannek

  45. Schlechte Bücher taugen auch guten zu der Gegenprobe: Finst'res macht, dass jedermann desto mehr das Lichte lobe.

    Friedrich von Logau

  46. Wenn euch eine Lektüre das Herz erhebt, wenn sie euch zu edlen, tapfernen Empfindungen erfreut, dann braucht ihr kein weiteres Kriterium: das Werk ist gut

    Jean de la Bruyère

  47. Sprich zu den Menschen über sie selbst, und sie werden dir stundenlang zuhören.

    Benjamin Disraeli

  48. Gelassenheit ruht auf Selbstvertrauen — und das wächst aus Anerkennung und Erfolgen.

    Else Pannek

  49. Ich begehe nie den Fehler, mich mit Menschen zu streiten, deren Ansichten ich nicht achte.

    Edward Gibbon

  50. In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung der Neid

    Arthur Schopenhauer

  51. Ein jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich

    Arthur Schopenhauer

  52. Ein Blick der Liebe und ein Wort der Ermunterung erreichen mehr als viele Vorwürfe.

    Don Bosco

  53. Die Katzen halten keinen für eloquent, der nicht miauen kann.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  54. Übermäßiges Lob ist wie zehn Stück Zucker im Kaffee, niemand kann das schlucken.

    Abraham Lincoln

  55. Wenn wir uns unserer eigenen Ehre wegen abmühen, haben unsere Gedanken und Werke keinen Wert.

    Don Bosco

  56. Lebe so, dass deine Geschichte Zukunft hat.

  57. Mir tun alle leid, die sich ohne Orden an der Brust halb nackt fühlen.

    Gustav Walter Heinemann

  58. Des Ruhmes Würdigkeit verliert an Wert, wenn der Gepriesene selbst mit Lob sich ehrt.

    William Shakespeare

  59. Jeder Tag ist schön, an dem deine Arbeit gelingt. Mögest du viele schöne Tage haben. Möge dir die Arbeit nie zu schwer werden, und mögest du die Früchte deiner Anstrengungen ernten.

  60. Quaesitam meritis sume superbiam! - Nimm den Stolz an, zu dem dich Leistung berechtigt!

    Horaz