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Sprüche über Anerkennung

532 Sprüche — Seite 2

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Wenn du regieren willst, darfst du die Menschen nicht vor dir herjagen. Du musst sie dazu bringen, dir zu folgen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  2. Viel zu viel Wert auf die Meinung anderer zu legen, ist ein allgemein herrschender Irrwahn.

    Arthur Schopenhauer

  3. Wie die Sonne nicht auf Lob und Bitte wartet, um aufzugehen, sondern eben leuchtet und von der ganzen Welt begrüßt wird, so darfst auch du weder schmeicheln noch Beifall brauchen, um Gutes zu tun

    Epiktet

  4. Ein Augenblick des Glückes wiegt Jahrtausende des Nachruhms auf.

    Friedrich der Große

  5. Die Alten lernten, um zu erhöhen den eigenen Wert; heute lernt man, um von anderen höher gewertet zu werden.

    Konfuzius

  6. Es gibt Menschen, deren einmalige Berührung mit uns für immer einen Stachel in uns zurücklässt, ihrer Achtung und Freundschaft wert zu bleiben.

    Christian Morgenstern

  7. Wer Ehre verdient, hat sie nicht, und wer sie hat, verdient sie nicht.

  8. Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos

    Sigmund Freud

  9. Ruhm ist ein Gift, das der Mensch nur in kleinen Dosen verträgt

    Honoré de Balzac

  10. Es gibt eine Menge Leute auf der Welt, die in der Hölle sind, weil sie zu sehr vom Urteil anderer abhängen.

    Jean-Paul Sartre

  11. Man sollte nicht die Nachkommen eines verdienten Mannes mit ihm ehren, sondern seine Vorfahren.

    Carl Ludwig Schleich

  12. Wenn die Sonne nicht auf Lob und Bitten wartet, um aufzugehen, sondern eben leuchtet und von der ganzen Welt begrüßt wird, so darfst auch du weder Schmeichelei noch Beifall brauchen, um Gutes zu tu …

    Epiktet

  13. Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes, er ist schneller und gründlicher als ich.

    Otto von Bismarck

  14. Nur wer den Menschen liebt, wird ihn verstehen. Wer ihn verachtet, wird ihn nicht einmal sehen

    Christian Morgenstern

  15. Es weiß ein Esel immer einen anderen zu schätzen

    Eckhart von Hochheim

  16. Ist die Frau weniger wert als der Mann? Wer diese Frage beantwortet, muss auch sagen, ob Feuer mehr wert ist als Wasser.

    Carl Ludwig Schleich

  17. Wer sich nur seiner Vorfahren rühmt, bekennt damit, dass er einer Familie angehört, die tot mehr wert ist als lebendig.

    Neill Lawson

  18. Nicht den Sieg, sondern den Weg zum Ziel gilt es zu schätzen

  19. Den Menschen geht es wie den Büchern, sie werden manchmal zu spät geschätzt.

    Honoré de Balzac

  20. Um in der Welt Erfolg zu haben, braucht man Tugenden, die beliebt, und Fehler, die gefürchtet machen.

    Joseph Joubert

  21. Der Mensch bedarf der Teilnahme und Anregung, wenn etwas gelingen soll.

    Johann Peter Eckermann

  22. Werde nie der Freund irgendjemandes, den du nicht achten kannst.

    Charles Robert Darwin

  23. Was soll mir das Lob von Menschen, welche nicht tadeln können?

    Annette von Droste-Hülshoff

  24. Vereint sind auch die Schwachen mächtig

  25. Ein Lob bewirkt mehr als Kritik. Es stärkt die positiven Kräfte.

    Else Pannek

  26. Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus dem Respekt

    Daniel Defoe

  27. Wer einen Menschen bessern will, muss ihn erst einmal respektieren.

    Romano Guardini

  28. Respekt und Achtung verlieren sich am schnellsten in der Wut.

    Julian Scharnau

  29. Glück entsteht nicht durch Besitz, Macht oder Prestige, sondern allein durch Beziehungen mit Menschen, die man liebt und respektiert.

  30. Wenn du deine Pflicht tust, muss es dir gleichgültig sein, ob dich die Menschen schmähen oder preisen

    Mark Aurel

  31. Die großen Tugenden machen einen Menschen bewundernswert, die kleinen Fehler machen ihn liebenswert.

    Pearl S. Buck

  32. Jeder hat in tiefstem Dank derer zu gedenken, die Flammen in ihm entzündet haben.

    Albert Schweitzer

  33. Der einzige Tyrann, den ich in dieser Welt anerkenne, ist die leise innere Stimme.

    Mahatma Gandhi

  34. Verlieren kann die Ehre nur, wer keine hat.

    Publius Syrus

  35. Arbeit ist des Ruhmes Mutter.

  36. Alles, was uns imponieren soll, muß Charakter haben

    Johann Wolfgang von Goethe

  37. Mehr sein als scheinen - viel leisten und wenig hervortreten

    Helmuth James Graf von Moltke

  38. Die Kunst des Umgangs mit Menschen besteht darin, sich geltend zu machen, ohne andere unerlaubt zurückzudrängen.

    Adolph Freiherr von Knigge

  39. Man soll den Arzt nicht vor der Rechnung loben.

    Jean-Paul Sartre

  40. Ein Kind bilden ist die erlesenste Aufgabe die nur irgendjemand haben kann.

    Peter Hille

  41. Vieles wirst du geben, wenn du auch gar nichts gibst, als nur das gute Beispiel

    Seneca

  42. Wir beurteilen uns danach, was wir uns zutrauen... Andere beurteilen wir danach, was sie bereits geleistet haben.

    Gilbert Keith Chesterton

  43. Manche Menschen leben bloß für eine gute Grabinschrift.

    Henry de Montherlant

  44. Bringe die Menschen dazu, dass sie von sich selbst eine höhere Meinung bekommen, und du schaffst dir bleibende Freunde

    Philip Chesterfield

  45. Die Fähigkeit, auf welche die Menschen den meisten Wert legen, ist die Zahlungsfähigkeit

    Oscar Blumenthal

  46. Aufmerksam zuhören ist das beste Kompliment für den Sprecher.

    Thomas Carlyle

  47. Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muss man eigenen haben.

    Arthur Schopenhauer

  48. Achten die Menschen sich selbst, so achten sie gewöhnlich auch die fremde Persönlichkeit.

    Samuel Smiles

  49. Wer mehr als aussergewöhnlichen Respekt verlangt, verdient auch den gewöhnlichen nicht.

    Johann Gottfried Seume

  50. Verehrung ist Liebe zu jemandem, den wir bewundern

    Baruch de Spinoza

  51. Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.

    Katharina von Siena

  52. Von Ruhm und Ehre wird das Herz durchaus nicht satt.

    Friedrich Rückert

  53. Nachahmung ist die höchste Form der Schmeichelei.

    Charles Caleb Colton

  54. Andere in Güte für uns gewinnen - das muß unser Leitgedanke sein

    Abraham Lincoln

  55. Mit Güte kann man jeden Menschen verzaubern.

    Pearl S. Buck

  56. Wer das Geld liebt, wird nicht satt, wer den Ruhm sucht, wird nicht gesättigt.

    Bernhard von Clairvaux

  57. Wir lieben die uns Wohlwollenden, aber wir achten mehr die, die es wagen, uns ehrlich anzugreifen. So hoch ist unsere Meinung von uns selbst.

    Carl Ludwig Schleich

  58. Von den Schlechten verlacht zu werden ist fast ein Lob.

    Erasmus von Rotterdam

  59. Von dem Ruhm der berühmtesten Menschen gehört immer etwas der Blödsinnigkeit der Bewunderer zu

    Georg Christoph Lichtenberg

  60. Ein Dummkopf findet immer einen, der noch dümmer ist, der ihn bewundert.

    Otto von Leixner