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Sprüche über Anerkennung

532 Sprüche — Seite 8

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Adelig und edel sind zweierlei.

  2. Adel hat kein Erbrecht.

  3. Geloben ist adelig, halten bäuerisch.

  4. Die Söhne sind adeliger denn die Väter, denn sie haben ein Glied mehr.

  5. Wer tun will, was allen gefallt, muss Atem haben warm und kalt.

  6. Wer allen dient, macht sich keinem verbindlich.

  7. Wem viel befohlen ist, von dem wird viel gefordert.

  8. Man soll niemand seine erste Bitte abschlagen.

  9. In Komplimenten ist Sparsamkeit höflich.

  10. Auf deine Weise magst du essen, aber auf anderer Leute Art musst du dich kleiden.

  11. Auf dem Dorf ist gut predigen

  12. Edel sein ist gar viel mehr als adlig von den Eltern her

  13. Ehr und Eid gilt mehr als Land und Leut

  14. Wer zu Ehren kommen will, muss zuvor leiden.

  15. Ehrbar und fromm dringt durch die Wolken, das andre muss zurück bleiben

  16. Wer ehrlich ist, braucht nicht viel Heimlichkeit

  17. Wer sich ehrlich will ernähren, braucht viel flicken und wenig zehren

  18. Zwischen ehrlichen Leuten bedarf's keiner Rechnung

  19. Tadel ist dem Künstler weit nützlicher als Lob: wer vom Tadel zu Grunde geht, war dieses Unterganges wert. Nur wen er fördert, hat die wahre innere Existenzberechtigung.

    Richard Wagner

  20. Jeder neue Tag ist wie ein Bote Gottes, den man gebührend empfangen muss.

  21. Lorbeer ist ein bittres Blatt, dem, der es sucht, und dem, der's hat.

    Franz Emanuel August Geibel

  22. Das Geheimnis, zu gefallen, besteht darin, kein solches Geheimnis zu haben.

    Sully Prudhomme

  23. Die auf der fliehenden Seite haben nie gesiegt

  24. Kein Flüchtiger wird gekrönt

  25. Wer flieht, gibt sich schuldig

  26. Wo die Frau im Hause regiert, ist der Teufel Hausknecht

  27. Hab' Achtung vor dir — und bringe es den Anderen bei.

    Else Pannek

  28. Gekaufte Anerkennung unterliegt dem Börsenkurs.

    Else Pannek

  29. Bestätigung ist für Kinder Lebenselixier und für Erwachsene Balsam.

    Else Pannek

  30. Für Steuergelder wurde gearbeitet. Sie sind es wert mit Sorgfalt und Achtung verwendet zu werden.

    Else Pannek

  31. Bescheidenheit ist eine Zier Bescheidenheit ist der einzige sichere Köder, wenn du nach Lob angelst.

    Philip Chesterfield

  32. Dem Streben nach Lob liegt ein Streben danach, lobenswert zu sein, zu Grunde.

    Adam Smith

  33. Stolz ist das Gefühl seines bestimmten Werts und durchaus lobenswert.

    Johann Gottfried Seume

  34. Ich lehne es ab, anzuerkennen, dass es Unmöglichkeiten gibt.

    Henry Ford

  35. Der Ruhm bringt jenem keine Erquickung, der ihn gestohlen hat, statt ihn sich zu verdienen.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  36. Kein großer Mensch hinterlässt uns von sich ein verschwommenes Bild, sondern ein scharfes und sehr bestimmtes.

    André Gide

  37. Die Ehre verpflichtet zur Sittlichkeit, der Ruhm noch mehr, die Macht am meisten.

    Berthold Auerbach

  38. Niemand ist zufrieden mit seinem Stande, jeder mit seinem Verstande.

    Barthold Heinrich Brockes

  39. Deine natürlichen Fähigkeiten reichen nicht aus, um dich bedeutsam zu machen.

    Epicharmos

  40. Zwei Wurzeln aller Tugend muss ich loben: Mitleid nach unten, Pietät nach oben.

    Victor Blüthgen

  41. Denn wer als Meister geboren, der hat unter Meistern den schlimmsten Stand

    Richard Wagner

  42. Der Mensch setzt Ruhm an wie das Schwein Fett

  43. Karriere ist ein Pferd, das ohne Reiter vor dem Tor der Ewigkeit anlangt.

    Thomas Hobbes

  44. Ruhm ist Vorzug, denen bekannt zu sein, die einen nicht kennen

    Nicolas Chamfort

  45. Große Männer sind die Koeffizienten ihres Jahrhunderts.

    Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz

  46. Was ein Mensch gilt oder wert ist, ist, wie bei allen anderen Dingen, sein Preis, das heißt so viel, wie für den Gebrauch seiner Kraft gegeben wird.

    Thomas Hobbes

  47. Der Morgen ist die Jugend des Tages. Alles ist heiter, frisch und leicht. Man soll ihn als Quintessenz des Lebens betrachten und gewissermaßen heilig halten.

    Arthur Schopenhauer

  48. Jeder braucht Lob, Anerkennung, Streicheleinheiten. Die Menschen haben panische Angst vor Liebesentzug.

    Nikolaus B. Enkelmann

  49. Man erwirbt sich eine Menge Ruhm – was immer das sein mag –, wenn man in der richtigen Weise über sich reden lässt.

    David Herbert Lawrence

  50. Der Ruhm, welcher von denen flieht, die ihn suchen, folgt denen nach, welche sich nicht um ihn bemühen.

    Jacob Christoph Burckhardt

  51. Sprichwörtlich heißt es: Kein Mensch ist unersetzlich. Aber die wenigen, die es eben doch sind, sind groß.

    Jacob Christoph Burckhardt

  52. Wer sich fürchtet, Verantwortung zu übernehmen, wird immer mehr der Willkür anderer preisgegeben, und muss zusehen, wie der größere Gewinn aus seinen Fähigkeiten Fremden zufließt.

    Prentice Mulford

  53. Wer sich selbst gering wertet, wird von anderen nicht so hoch eingeschätzt, wie es der Fall wäre, wenn er Selbstachtung zeigte

    Prentice Mulford

  54. Alles besiegt und raubt die geizende Zeit, den Ruhm auch, und schafft uns ein zweites Sterben.

    Francesco Petrarca

  55. Es ist eine viel schlimmere Art des Stolzes, andere zu verkleinern, als sich selbst zu erheben.

    Francesco Petrarca

  56. Dem Lorbeer verdanke ich nichts an Wissen, wohl aber viel an Neid und Anfeindung.

    Francesco Petrarca

  57. Wer uns nicht loben kann, der schimpft uns nicht.

    Karl Wilhelm Ramler

  58. Friede ist die Achtung vor dem Recht des anderen

    John Reed

  59. Durch Anerkennung und Aufmunterung kann man in einem Menschen die besten Kräfte mobilisieren

    Charles M. Schwab

  60. Nur der Ehrgeiz altert nicht, und das, woran sich das tatenlose Alter am meisten freut, ist nicht, wie man behauptet, das Geld, sondern die Ehre.

    Thukydides