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Sprüche über Anerkennung

532 Sprüche — Seite 7

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Nichts schmeichelt mehr unserm Stolz als das Vertrauen der Großen, weil wir es für eine Wirkung unseres Verdienstes halten. Wir vergessen, dass es sehr oft aus Eitelkeit oder aus dem Unvermögen entspr …

    François de la Rochefoucauld

  2. Ohne Geld ist die Ehre nur eine Krankheit.

    Jean Racine

  3. Nicht der sei gelobt der mit Blut seinen Ruhm erkauft. Vielmehr sei es der der das kann ohne Tod

    Martial

  4. Die Ehre hat gesetzlichen Anspruch auf Feierabend und Pension.

    Emil Gött

  5. Die Liebe ist in der Begründung des Lobes erfinderisch

    Don Bosco

  6. Wer von niemandem beneidet wird, ist nichts wert.

    Epicharmos

  7. Die eheliche Eintracht ist eine zarte Blume. Wenn ihr der Sonnenschein der Liebe oder die Nahrung der gegenseitigen Achtung fehlt, welkt die Blume schnell dahin.

    August von Kotzebue

  8. Der Glaube mag meiner Seele förderlich sein, doch meinen Ruf schickt er zum Teufel.

    Mark Twain

  9. Man kann auch jemand damit schaden, dass man ihn für Leistungen preist, die er nicht vollbracht hat.

    Ludwig Marcuse

  10. Wer selber scheinen will, wird nicht erleuchtet.

    Laotse

  11. Lob ablehnen heißt: zweimal gelobt sein wollen.

    François de la Rochefoucauld

  12. Ich habe mich so lange ums Allgemeine bemüht, bis ich einsehen lernte, was vorzügliche Menschen im Besonderen leisten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  13. Der Ruhm eines Hochmütigen wird schnell zur Schande.

    Publius Syrus

  14. Der Wert der Leistung liegt im Geleisteten.

    Albert Einstein

  15. Suche in der Welt weniger selbst zu glänzen, als anderen Gelegenheit zu geben, sich von ihrer vorteilhaften Seite zu zeigen, wenn du gefallen willst.

    Adolph Freiherr von Knigge

  16. Der Jugend Fleiss, des Alters Ehr'

  17. Wenn die Henne ihr Gackern ließe, so wüßte man nicht, wo sie gelegt hat.

  18. Man achtet nicht, was die Sau auch schreit.

  19. Mancher glänzt an zweiter Stelle, dessen Licht an der ersten erlischt

    Voltaire

  20. Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  21. Der herbste Tadel lässt sich ertragen, wenn man fühlt, dass derjenige, der tadelt, lieber loben würde.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  22. Der Krone würdig sein, ist mehr, als Kronen tragen.

    Friedrich von Cronegk

  23. Wenn sie Dich dessen erachtet, wird eine Katze Dein Freund sein, niemals Dein Sklave.

    Théophile Gautier

  24. Wer in der Welt gefallen will, muss sich entschließen, eine Menge Dinge zu lernen, die man von Leuten erfährt, die sie nie gelernt haben.

    Nicolas Chamfort

  25. Ich habe stets beobachtet, dass man, um Erfolg zu haben in der Welt, närrisch scheinen oder weise sein muss

    Charles-Louis de Montesquieu

  26. Eine kleine Stelle, die du ganz ausfüllst, ist dein Ehrenplatz, die grösste, der du nicht genügst, ein Pranger.

    Otto von Leixner

  27. Man kann die Nützlichkeit einer Idee anerkennen und doch nicht recht verstehen, sie vollkommen zu nutzen.

    Albrecht Goes

  28. Der Mensch kann nichts Höheres erstreben im Kampfe mit Sorge und Not, al ein gutes Gewissen im Leben und einen guten Namen im Tod.

    Friedrich von Bodenstedt

  29. Himmel und Erde, Menschen und Geister - alles liebt den Geringen, nicht den Stolzen

  30. Den Tadel der Menschen nahm ich solange gerne an, bis ich einmal darauf achtete, wen sie lobten.

    Walter Rathenau

  31. Zu großes Ansehen ist für die geistige Gesundheit nicht gut

    George Bernard Shaw

  32. Manche wären sehr erstaunt zu erfahren, worauf ihre Achtung vor den Menschen beruht.

    Marquis de Vauvenargues

  33. Willst du einen guten Ruf haben, so triff niemals die Sonne in deinem Bett

  34. Kannst du nicht allen gefallen Durch deine Tat und dein Kunstwerk, Mach' es wenigen recht; Vielen gefallen, ist schlimm.

    Friedrich von Schiller

  35. Frage dich, wo des Menschen Ruhm beginnt und endet. Und sieh, daß mein Ruhm nur auf meinen Feunden gründet

    William Butler Yeats

  36. Mittleren Menschen mag man den Mut loben, edlen die Besonnenheit.

    Walter Rathenau

  37. Die Tatsache, dass der Schmerz unsere Werte nicht anerkennt, wird in ruhigen Zeiten leicht überdeckt.

    Friedrich Georg Jünger

  38. Der Stand der Schauspieler galt bei den Römern für schimpflich, bei den Griechen für ehrbar. Heute denken wir über sie im Grunde immer noch wie die Römer, verkehren aber mit ihnen wie die Griechen.

    Jean de la Bruyère

  39. Orden werden verdient, erdient oder erdienert.

    Otto von Bismarck

  40. Wer sich nicht selbst imponiert, kann niemand anderem imponieren.

    Helmut Kohl

  41. Die Bewunderung preist, die Liebe ist stumm

    Ludwig Börne

  42. Deserteure müsste man gleichzeitig wegen Feigheit erschießen und wegen Klugheit auszeichnen.

    Charles de Talleyrand

  43. Schreib ich für den Ruhm und für die Ewigkeit? Nein, zum Vergnügen meiner Freunde!

    Anna Luise Karsch

  44. Österreich ist ein seltsames Land. Man muss hier unbedingt schon gestorben sein, damit einen die Leute leben lassen.

    Gustav Mahler

  45. Die Größe menschlicher Handlungen ist nach der Absicht zu bemessen, aus der sie entspringen.

    Louis Pasteur

  46. Jedes Jahrhundert weiter wird neue Zauber der reinen Luft entdecken und wird sie wachsend verehren.

    Carl Ludwig Schleich

  47. Keiner liebt wirklich einen anderen, wenn er nicht eine gewisse Ehrfurcht gegen ihn fühlt.

    John Henry Newman

  48. Das Publikum soll streng sein, soll pfeifen - aber sein Beifall soll mich zu nichts verpflichten.

    Giuseppe Verdi

  49. Wertschätzung ist etwas Wundervolles. Was andere auszeichnet, wird so unser Besitz

    Voltaire

  50. Kein einziges Tier der ganzen Erde ist der vollsten und ungeteiltesten Achtung, der Freundschaft und Liebe des Menschen würdiger als der Hund

    Alfred Edmund Brehm

  51. Fürchtet Lob mehr als Tadel! Einer, der euch tadelt, hat sicherlich mehr Ursache dazu als einer, der euch lobt.

    Niccolò Tommaseo

  52. Ein Leben, das jemand damit verbringt, Fehler zu machen, ist nicht nur ehrenvoller, sondern auch nutzbringender als ein Leben, das mit Nichtstun verbracht wird.

    George Bernard Shaw

  53. Achtung ist mehr als Beachtung, Ansehen mehr als Ruf. Ehre mehr als Ruhm.

    Nicolas Chamfort

  54. Ansehen ist der gute Ruf, den man genießt, weil viele schweigen.

    Philip Chesterfield

  55. Achtung ist größer aus der Entfernung.

    Tacitus

  56. Es sind nicht immer die, die vom Publikum Meister genannt werden und sich selber so nennen, die ihr Bestes tun.

    Wilhelm Raabe

  57. Bornierten Menschen sollte man nicht widersprechen. Widerspruch ist immerhin ein Zeichen von Anerkennung.

    Richard von Schaukal

  58. Wer sich Respekt verschaffen will, darf sich nur von seiner hässlichsten Seite zeigen.

    Gustave Flaubert

  59. Ein wesentlicher Teil des Ruhmes jeder menschlichen Gesellschaft sind die großen Denkmäler

    Francois René de Chateaubriand

  60. Es gibt wenig ganz außerordentliche Menschen, aber ein jeder hat einen Zeitpunkt des Lebens, wo er sich selbst übertrifft, und von diesem muss man Gebrauch machen

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz