Sprüche über Anerkennung
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Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.
Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.
Nichts schmeichelt mehr unserm Stolz als das Vertrauen der Großen, weil wir es für eine Wirkung unseres Verdienstes halten. Wir vergessen, dass es sehr oft aus Eitelkeit oder aus dem Unvermögen entspr …
— François de la Rochefoucauld
Ohne Geld ist die Ehre nur eine Krankheit.
— Jean Racine
Nicht der sei gelobt der mit Blut seinen Ruhm erkauft. Vielmehr sei es der der das kann ohne Tod
— Martial
Die Ehre hat gesetzlichen Anspruch auf Feierabend und Pension.
— Emil Gött
Die Liebe ist in der Begründung des Lobes erfinderisch
— Don Bosco
Wer von niemandem beneidet wird, ist nichts wert.
— Epicharmos
Die eheliche Eintracht ist eine zarte Blume. Wenn ihr der Sonnenschein der Liebe oder die Nahrung der gegenseitigen Achtung fehlt, welkt die Blume schnell dahin.
— August von Kotzebue
Der Glaube mag meiner Seele förderlich sein, doch meinen Ruf schickt er zum Teufel.
— Mark Twain
Man kann auch jemand damit schaden, dass man ihn für Leistungen preist, die er nicht vollbracht hat.
— Ludwig Marcuse
Wer selber scheinen will, wird nicht erleuchtet.
— Laotse
Lob ablehnen heißt: zweimal gelobt sein wollen.
— François de la Rochefoucauld
Ich habe mich so lange ums Allgemeine bemüht, bis ich einsehen lernte, was vorzügliche Menschen im Besonderen leisten.
— Johann Wolfgang von Goethe
Der Ruhm eines Hochmütigen wird schnell zur Schande.
— Publius Syrus
Der Wert der Leistung liegt im Geleisteten.
— Albert Einstein
Suche in der Welt weniger selbst zu glänzen, als anderen Gelegenheit zu geben, sich von ihrer vorteilhaften Seite zu zeigen, wenn du gefallen willst.
— Adolph Freiherr von Knigge
Der Jugend Fleiss, des Alters Ehr'
Wenn die Henne ihr Gackern ließe, so wüßte man nicht, wo sie gelegt hat.
Man achtet nicht, was die Sau auch schreit.
Mancher glänzt an zweiter Stelle, dessen Licht an der ersten erlischt
— Voltaire
Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt.
— Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff
Der herbste Tadel lässt sich ertragen, wenn man fühlt, dass derjenige, der tadelt, lieber loben würde.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Der Krone würdig sein, ist mehr, als Kronen tragen.
— Friedrich von Cronegk
Wenn sie Dich dessen erachtet, wird eine Katze Dein Freund sein, niemals Dein Sklave.
— Théophile Gautier
Wer in der Welt gefallen will, muss sich entschließen, eine Menge Dinge zu lernen, die man von Leuten erfährt, die sie nie gelernt haben.
— Nicolas Chamfort
Ich habe stets beobachtet, dass man, um Erfolg zu haben in der Welt, närrisch scheinen oder weise sein muss
— Charles-Louis de Montesquieu
Eine kleine Stelle, die du ganz ausfüllst, ist dein Ehrenplatz, die grösste, der du nicht genügst, ein Pranger.
— Otto von Leixner
Man kann die Nützlichkeit einer Idee anerkennen und doch nicht recht verstehen, sie vollkommen zu nutzen.
— Albrecht Goes
Der Mensch kann nichts Höheres erstreben im Kampfe mit Sorge und Not, al ein gutes Gewissen im Leben und einen guten Namen im Tod.
— Friedrich von Bodenstedt
Himmel und Erde, Menschen und Geister - alles liebt den Geringen, nicht den Stolzen
Den Tadel der Menschen nahm ich solange gerne an, bis ich einmal darauf achtete, wen sie lobten.
— Walter Rathenau
Zu großes Ansehen ist für die geistige Gesundheit nicht gut
— George Bernard Shaw
Manche wären sehr erstaunt zu erfahren, worauf ihre Achtung vor den Menschen beruht.
— Marquis de Vauvenargues
Willst du einen guten Ruf haben, so triff niemals die Sonne in deinem Bett
Kannst du nicht allen gefallen Durch deine Tat und dein Kunstwerk, Mach' es wenigen recht; Vielen gefallen, ist schlimm.
— Friedrich von Schiller
Frage dich, wo des Menschen Ruhm beginnt und endet. Und sieh, daß mein Ruhm nur auf meinen Feunden gründet
— William Butler Yeats
Mittleren Menschen mag man den Mut loben, edlen die Besonnenheit.
— Walter Rathenau
Die Tatsache, dass der Schmerz unsere Werte nicht anerkennt, wird in ruhigen Zeiten leicht überdeckt.
— Friedrich Georg Jünger
Der Stand der Schauspieler galt bei den Römern für schimpflich, bei den Griechen für ehrbar. Heute denken wir über sie im Grunde immer noch wie die Römer, verkehren aber mit ihnen wie die Griechen.
— Jean de la Bruyère
Orden werden verdient, erdient oder erdienert.
— Otto von Bismarck
Wer sich nicht selbst imponiert, kann niemand anderem imponieren.
— Helmut Kohl
Die Bewunderung preist, die Liebe ist stumm
— Ludwig Börne
Deserteure müsste man gleichzeitig wegen Feigheit erschießen und wegen Klugheit auszeichnen.
— Charles de Talleyrand
Schreib ich für den Ruhm und für die Ewigkeit? Nein, zum Vergnügen meiner Freunde!
— Anna Luise Karsch
Österreich ist ein seltsames Land. Man muss hier unbedingt schon gestorben sein, damit einen die Leute leben lassen.
— Gustav Mahler
Die Größe menschlicher Handlungen ist nach der Absicht zu bemessen, aus der sie entspringen.
— Louis Pasteur
Jedes Jahrhundert weiter wird neue Zauber der reinen Luft entdecken und wird sie wachsend verehren.
— Carl Ludwig Schleich
Keiner liebt wirklich einen anderen, wenn er nicht eine gewisse Ehrfurcht gegen ihn fühlt.
— John Henry Newman
Das Publikum soll streng sein, soll pfeifen - aber sein Beifall soll mich zu nichts verpflichten.
— Giuseppe Verdi
Wertschätzung ist etwas Wundervolles. Was andere auszeichnet, wird so unser Besitz
— Voltaire
Kein einziges Tier der ganzen Erde ist der vollsten und ungeteiltesten Achtung, der Freundschaft und Liebe des Menschen würdiger als der Hund
— Alfred Edmund Brehm
Fürchtet Lob mehr als Tadel! Einer, der euch tadelt, hat sicherlich mehr Ursache dazu als einer, der euch lobt.
— Niccolò Tommaseo
Ein Leben, das jemand damit verbringt, Fehler zu machen, ist nicht nur ehrenvoller, sondern auch nutzbringender als ein Leben, das mit Nichtstun verbracht wird.
— George Bernard Shaw
Achtung ist mehr als Beachtung, Ansehen mehr als Ruf. Ehre mehr als Ruhm.
— Nicolas Chamfort
Ansehen ist der gute Ruf, den man genießt, weil viele schweigen.
— Philip Chesterfield
Achtung ist größer aus der Entfernung.
— Tacitus
Es sind nicht immer die, die vom Publikum Meister genannt werden und sich selber so nennen, die ihr Bestes tun.
— Wilhelm Raabe
Bornierten Menschen sollte man nicht widersprechen. Widerspruch ist immerhin ein Zeichen von Anerkennung.
— Richard von Schaukal
Wer sich Respekt verschaffen will, darf sich nur von seiner hässlichsten Seite zeigen.
— Gustave Flaubert
Ein wesentlicher Teil des Ruhmes jeder menschlichen Gesellschaft sind die großen Denkmäler
— Francois René de Chateaubriand
Es gibt wenig ganz außerordentliche Menschen, aber ein jeder hat einen Zeitpunkt des Lebens, wo er sich selbst übertrifft, und von diesem muss man Gebrauch machen
— Carl Philipp Gottfried von Clausewitz