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Sprüche über Anerkennung

532 Sprüche — Seite 4

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Jeder Tag ist schön, an dem deine Arbeit gelingt. Mögest du viele schöne Tage haben. Möge dir die Arbeit nie zu schwer werden, und mögest du die Früchte deiner Anstrengungen ernten.

  2. Mir tun alle leid, die sich ohne Orden an der Brust halb nackt fühlen.

    Gustav Walter Heinemann

  3. Quaesitam meritis sume superbiam! - Nimm den Stolz an, zu dem dich Leistung berechtigt!

    Horaz

  4. Wenn man wenig stiehlt, kommt man ins Gefängnis. Wenn man viel stiehlt, macht man Karriere.

  5. Manche Menschen gelten nur deshalb etwas in der Welt, weil ihre Fehler die Fehler der Gesellschaft sind.

    François de la Rochefoucauld

  6. Bewundern kann der Mensch allein, und alles Bewunderung Erregende ist ein Bote Gottes.

    Clemens Brentano

  7. Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat.

    Johann Wolfgang von Goethe

  8. Wir lieben immer die Menschen, die uns bewundern. Aber nicht immer die, die wir bewundern.

    François de la Rochefoucauld

  9. Die Großen schätzen den Menschen nur in dem Grade, in welchem sie Nutzen von ihm ziehen können.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  10. Schreibe nicht auf deine Rechnung das, wovon anderen das Verdienst gebührt. Suche selbst zu verdienen, dass man dich um deinetwillen ehre.

    Adolph Freiherr von Knigge

  11. Lob macht gute Menschen besser und schlechte schlechter.

    Thomas Fuller

  12. Beachtung braucht der Mensch wie die Blume die Sonne

  13. Es gibt bestimmte Fehler, welche - gut dargestellt - besser glänzen als Tugenden!

    François de la Rochefoucauld

  14. Geduld verlieren heißt Würde verlieren.

  15. Es ist sicher eine schöne Sache, aus gutem Haus zu sein. Aber der Verdienst gebührt den Vorfahren.

    Plutarch

  16. Das Schönste, was man jemand auf der Welt antun kann, ist, sich von ihm belehren zu lassen.

    John Steinbeck

  17. Man muss die Leute an ihren Einfluss glauben lassen – Hauptsache ist, dass sie keinen haben

    Ludwig Thoma

  18. Wie wär's, wenn du es mal erprobst, und, wo berechtigt, andre lobst? Und stell dir vor, wenn du erst merkst, dass du mit Lob Menschen auch stärkst!

    Karl-Heinz Söhler

  19. Achte jedes Mannes Vaterland, aber das deinige liebe!

    Gottfried Keller

  20. Größe ist nicht, Anerkennungen zu erhalten, sondern sie zu verdienen

    Aristoteles

  21. Jeder Mensch ist wichtig, der den Posten, auf dem er steht, ganz ausfüllt. Sei der Wirkungskreis noch so klein, er ist in seiner Art groß

    Friedrich von Schiller

  22. Niemand, der die Geschichte kennt, wird die Gefahren gering schätzen, die darin liegen, dass für Tagesruhm und Geld auch gewandte Redner jederzeit zu kaufen sind.

    Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

  23. Zwei Dinge können im Alter Talent und Lebensgenuß zur Not ersetzen: Ruf oder Reichtum.

    Marquis de Vauvenargues

  24. Um einander zu achten, muss man sich zunächst kennen.

    Pierre Baron de Coubertin

  25. Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen und gelten zu lassen, muss man eigenen haben.

    Arthur Schopenhauer

  26. Gib dich jeder Frau gegenüber so, als seist du in sie verliebt,und jedem Manne, als sei er dir überlegen! Bald wirst du dich im Rufe des vollendeten Gentleman befinden

    Oscar Wilde

  27. Nichts wie die Schmeichelei ist so gefährlich dir. Du weißt es, dass sie lügt, und dennoch glaubst du ihr.

    Friedrich Rückert

  28. Es ist gewiss, dass keine Musik komponiert, kein Gemälde gemalt und kein Gedicht gedichtet würde, wenn nicht der Trieb, auf andere zu wirken, im Menschen läge

    Karl Maria von Weber

  29. Erwarte kein Lob ohne Neid, bevor du tot bist!

    Charles Caleb Colton

  30. Ein klassisches Werk ist ein Buch, das die Menschen loben, aber nie lesen

    Ernest Miller Hemingway

  31. Nur wenigen ist ihre Glaubwürdigkeit mehr wert als Geld.

    Sallust

  32. Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen

    Blaise Pascal

  33. Gute Arbeit wird durch ein stärkendes Umfeld gefördert. Würdelose Behandlung untergräbt sie.

    Else Pannek

  34. Neid ist unbedingte Anerkennung.

    Emanuel Wertheimer

  35. Es ist ungemein wichtig und nützlich, selbst in einem kleinen Wirkungskreis als gutes Beispiel zu wirken, denn auf diese Weise beeinflusst man Dutzende und Hunderte von Menschen.

    Fjodor M. Dostojewski

  36. Für seine Arbeit muss man Zustimmung suchen, aber niemals Beifall.

    Charles-Louis de Montesquieu

  37. Nicht mit Worten wirkt man auf den anderen, sondern durch sein Wesen.

    Romain Rolland

  38. Was man nicht beachtet, das verliert seine Kraft; worüber man zürnt, das scheint man dadurch als wahr anzuerkennen.

    Tacitus

  39. Der Erwachsene achtet auf Taten, das Kind auf Liebe.

  40. Die größte Ehre, die das Weib hat, ist allzumal, dass die Männer durch sie geboren werden

    Martin Luther

  41. Es ist viel mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung.

    Jean-Jacques Rousseau

  42. Akzeptiere nie die Behauptung, andere würden dich besser kennen, als du dich selbst.

    Dwight "Ike" David Eisenhower

  43. Wer aufrecht seinen Weg sucht, ist stets seinem Gewissen verantwortlich. Dem dürfen wir unsere Achtung nicht versagen, er mag mit uns oder gegen uns sein.

    Jean de la Bruyère

  44. Man verdient kein Lob für Ehrlichkeit, wenn niemand versucht, einen zu bestechen.

    Marcus Tullius Cicero

  45. Wer auf Grund seines Reichtums und seiner Ehrenstellung einen höheren Rang einnimmt, ist nicht groß. Warum erscheint er aber als groß? Weil man ihn mit dem Sockel misst.

    Seneca

  46. Der höhere Mensch ist mehr verbittert, wenn ihn die Menschen nicht beachten.

  47. Der erfolgreichste Politiker ist derjenige, der das sagt, was alle denken, und der es am lautesten sagt.

    Franklin D. Roosevelt

  48. Der Tadel des Feindes ist das schönste Lob, die Verleumdungen des Feindes die schmeichelhafteste Anerkennung.

    Wilhelm Liebknecht

  49. Wenn du kein Kompliment bekommen kannst - mach dir selbst eines!

    Mark Twain

  50. Ehrgeizigen, denen der Weg zur Ehre verschlossen ist, hat das Schicksal das Schlimmste angetan

    Marquis de Vauvenargues

  51. Man sei lieber als Weiser geehrt, als wegen seiner Schlauheit gefürchtet.

    Baltasar Gracián y Morales

  52. Ruhm ist der Geist eines Menschen, der im Denken anderer Menschen weiterlebt.

    William Hazlitt

  53. Wer verzichtet und nachgibt, der ist immer beliebt bei denjenigen, die davon profitieren

    Winston Churchill

  54. Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als auch in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.

    Immanuel Kant

  55. Erfolge nehmen alle in Anspruch, Misserfolge werden einem einzigen zugeschrieben.

    Sophokles

  56. Man läßt sich für gewöhnlich lieber durch Gründe überzeugen, die man selbst gefunden hat, als durch solche, die andern in den Sinn gekommen sind.

    Blaise Pascal

  57. Wer seine Vorhaben durchsetzt, wird nie an Ansehen verlieren.

    Baltasar Gracián y Morales

  58. Man muss den Tag glücklich preisen, an dem man etwas Böses verhütet oder etwas Gutes gefördert hat

    Vinzenz von Paul

  59. Nichts ist überzeugender als Erfolg.

    Leopold von Ranke

  60. Der Held ist einer, der fünf Minuten länger tapfer ist als der gewöhnliche Mann.

    Ralph Waldo Emerson