
Wer das Geld liebt, wird nicht satt, wer den Ruhm sucht, wird nicht gesättigt.
Bedeutung
Bernhard von Clairvaux beschreibt Geldliebe und Ruhmsuche als unstillbaren Hunger. Wer Geld liebt, wird nicht satt; wer Ruhm sucht, wird nicht gesättigt. Das Bild macht Begierde körperlich: Anerkennung und Besitz versprechen Fülle, lassen aber weiter hungrig zurück. Der Satz ist religiös-moralisch geprägt, aber allgemein verständlich. Er warnt vor Zielen, die sich beim Erreichen sofort wieder vergrößern und dauerhaft neue tiefe innere Leere erzeugen können.
Verwendung
Passend für Texte über Geld, Ruhm, Askese, Bescheidenheit, spirituelle Lebensführung oder Konsumkritik. Der Spruch eignet sich, wenn unersättliches Streben nach Besitz und Anerkennung kritisiert werden soll. Sein Ton ist moralisch ernst und passt besser zu Reflexionen als zu lockeren Finanzsprüchen.
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Über Bernhard von Clairvaux
Über den Autor
1091 - 1153
Bernhard von Clairvaux (1090–1153) war Abt, Kreuzzugsprediger und Kirchenlehrer, der den Zisterzienserorden durch ganz Europa ausbreitete und später heiliggesprochen wurde.
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Als frühscholastischer Mystiker und überzeugter Mönch trat er 1113 in das Kloster Cîteaux ein und gründete 1115 die Abtei Clairvaux, der er bis zu seinem Tod vorstand. Die römisch-katholische Kirche verehrt ihn als Heiligen; sein Einfluss auf Theologie und Ordensleben des Mittelalters war nachhaltig.
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