
Unsere Meister nennen wir billig die, von denen wir immer lernen. Nicht ein jeder, von dem wir lernen, verdient diesen Titel.
Bedeutung
Johann Wolfgang von Goethe formuliert in diesem Zitat eine Unterscheidung zwischen Lehrern und Meistern: Meister nennen wir zu Recht nur die, von denen wir immer lernen – nicht jeden, von dem wir etwas gelernt haben. Das ist eine Aussage über nachhaltige und tiefgreifende Einwirkung: Ein Lehrer gibt Wissen weiter; ein Meister verändert die Denkweise, öffnet Horizonte und begleitet den Schüler über den Moment hinaus. Goethe, der selbst viele Lehrer und wenige echte Meister hatte, wusste um den Unterschied zwischen dem einmaligen Impuls und der dauerhaften prägenden Kraft einer Begegnung.
Verwendung
Passend als Goethe-Zitat in Texten über Lernen, Lehrende und den Unterschied zwischen Lehrern und Meistern sowie für Beiträge über Bildung, Mentoring und die prägende Wirkung großer Vorbilder. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über den Wert dauerhafter Lernbeziehungen.
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Über Johann Wolfgang von Goethe
Über den Autor
Dichter und Dramatiker · Deutsch · 1749 - 1832
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) schuf mit „Die Leiden des jungen Werthers" und „Faust" zwei Werke, die die europäische Literatur dauerhaft formten.
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Goethe stammte aus einer wohlhabenden Frankfurter Familie und studierte auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft, bevor er sich der Dichtkunst zuwandte. Ab 1775 lebte er am Hof in Weimar, wo er als Minister und Freund von Herzog Carl August politische Ämter bekleidete und 25 Jahre lang das Weimarer Hoftheater leitete. Neben der Literatur widmete er sich intensiv der Naturforschung.

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