Sprüche über Wünsche
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Wünsche geben dem Inneren eine Richtung und verraten oft mehr über einen Menschen als seine fertigen Entscheidungen. In ihnen zeigen sich Mangel und Sehnsucht, Hoffnung und Vorstellungskraft, aber auch jene Unruhe, die das Erreichte nie ganz genügen lässt. Darum ist dieses Thema von zarter und zugleich aufwühlender Tiefe.
Nicht jeder Wunsch will erfüllt werden, manche leben gerade aus ihrer Ferne. Die Sprüche zu diesem Thema fassen das Verlangen nach Nähe, Sinn, Glück oder Veränderung in Worte und machen sichtbar, wie sehr Wünsche das Leben antreiben und zugleich verletzlich machen können.
Große Geister haben Ziele, andere haben Wünsche
— Washington Irving
Die Träume - sie erschaffen nicht die Wünsche, sie wecken die vorhandenen.
— Franz Grillparzer
Der Mensch rechnet immer das, was ihm fehlt, dem Schicksal doppelt so hoch an als das, was er besitzt.
— Gottfried Keller
Ein selbstbewußter Mensch kennt und bekennt sich zu seinen Wünschen.
— Nikolaus B. Enkelmann
Je mehr nun aber einem die Furcht in Ruhe lässt, desto mehr beunruhigen ihn die Wünsche, die Begierden und Ansprüche
— Arthur Schopenhauer
Das will ich tun, es ist des Vaters Wille.
Die meisten Menschen machen sich selbst bloß durch übertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden.
— Wilhelm von Humboldt
Jede bessere Zukunft, welche man der Menschheit anwünscht, ist notwendigerweise auch in manchem Betracht eine schlechtere Zukunft.
— Friedrich Nietzsche
Allein die Schule des Lebens muss lehren, nur das Erreichbare zu wollen, und das Gute nicht deswegen zu verschmähen, weil noch etwas Besseres denkbar ist.
— Carl Friedrich Gauß
Prahl nicht heute: Morgen will dieses oder jenes ich tun. Schweige doch bis morgen, sage dann: Dies tat ich nun!
— Friedrich Rückert
Man soll nämlich über die letzte Sprosse der Leiter wohl hinausschauen, aber nicht auf ihr stehen wollen.
— Friedrich Nietzsche
Je mehr du besitzen willst, desto weniger hast du.
— Else Pannek
Unser Verlangen nach Lust verknüpft uns der Gegenwart. Die Sorge um unser Heil macht uns von der Zukunft abhängig.
— Charles Baudelaire
Die Träumenden und die Wünschenden halten den feineren Stoff des Lebens in den Händen.
— Franz Kafka
Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu schmieden.
— Konfuzius
Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.
— Arthur Schopenhauer
Drei Engel mögen Dich begleiten durch Deine ganze Lebenszeit, und die drei Engel, die ich meine, sind Liebe, Glück, Zufriedenheit.
Ein Augenblick der Seelenruhe ist besser, als was du erstreben magst.
Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen.
— Theodor Fontane
Darin besteht ja die Teufelei weiblicher Reize, dass sie einen zwingen, sein eigenes Verderben herbeizusehnen.
— George Bernard Shaw
Der Mensch möchte gern vor den Folgen seiner Laster bewahrt werden, aber nicht vor den Lastern selbst.
— Ralph Waldo Emerson
Auf einsamer Mauer wächst trauriges Moos. Ich wünsche Dir ein glücklicheres Los. Wenn Rosen verblühen, der Diamant bricht, bricht unsere Freundschaft in Ewigkeit nicht.
Was immer du tun kannst oder wovon du träumst, fange es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie
— Johann Wolfgang von Goethe
Das alte Jahr schließt seine Pforten, man dreht sich um und schaut zurück, ob gut es oder schlecht geworden, man sieht es nun auf einen Blick
Das Leben ist ein großer Kuchen, in dem wir nach Rosinen suchen. Und glauben wir, wir haben eine, so merken wir, es war gar keine. Es war, oh Gipfel der Intrige, nur eine eingebackene Fliege!
Um nicht sehr unglücklich zu werden, ist das sicherste Mittel, dass man nicht verlange, sehr glücklich zu sein.
— Arthur Schopenhauer
Frauen möchten in der Liebe Romane erleben, Männer Kurzgeschichten.
— Daphne du Maurier
Unsere Visionen beginnen mit unseren Wünschen.
Ein Häuchen aus Rosen, aus Veilchen die Tür. Die Zimmer voll Liebe, das wünsche ich Dir.
Was ist das erste, wenn Herr und Frau Müller in den Himmel kommen? Sie bitten um Ansichtskarten.
— Christian Morgenstern
In Wahrheit heißt, etwas wollen, ein Experiment machen, um zu erfahren, was wir können
— Friedrich Nietzsche
Im Leben ist es besser, zu wollen, was man nicht hat, als zu haben, was man nicht will.
— Jonathan Swift
Ich würde gern leben wie ein armer Mann mit einem Haufen Geld
— Pythagoras
Wenn er und sie sich verloben, verändert sich das ganze Leben, denn sie wollen feierlich geloben, sich als Braut und Bräutigam zu geben. Wir wünschen, dass dies Liebesstück münden wird in ewigem …
Reich ist, wer so viel besitzt, dass er nichts mehr wünscht.
— Marcus Tullius Cicero
Mancher denkt sich Abenteuer aus und ganze Romane und dichtet sich das Leben zurecht, um wenigstens auf diese Weise nach Wunsch zu leben.
— Fjodor M. Dostojewski
Wir bringen es zwar nicht fertig, die Welt nach unseren Wünschen zu ändern, doch mit der Zeit ändern sich unsere Wünsche.
— Marcel Proust
Nur zwei Tugenden gibt's. O wären sie immer vereinigt, immer die Güte auch groß, immer die Größe auch gut!
— Friedrich von Schiller
May you live all the days of your life. Mögest du alle Tage deines Lebens leben!
— Jonathan Swift
Gewiß ist die Klage über die Einsamkeit Ausdruck einer Sehnsucht, ihr zu entrinnen.
— Ernst Thälmann
Mögest Du warme Worte an einem kalten Abend haben, Vollmond in einer dunklen Nacht und eine sanfte Straße auf dem Weg nach Hause.
Das eine Ziel schwer, das andere leicht, was einzig zählt, ist, was du erreichst.
Der Gott muss in den Liebenden sein, ihre Umarmung ist eigentlich seine Umschließung, die sie in demselben Augenblicke gemeinschaftlich fühlen, und hernach auch wollen.
— Friedrich Schleiermacher
So wie der Glanz der Sterne, so blühe stets dein Glück, denk auch in weiter Ferne recht oft an mich zurück.
Vier gute Wünsche für dich: Mehr Geld. Schnellere Pferde. Jüngere Frauen. Älterer Whisky
Wenn der Wunsch nach Glück ausreichte, um es herbeizuführen, gäbe es keine Leiden, denn niemand sucht das Leid
— Dalai Lama
Sind Rüben auf dem Markt gefragt, muß man sie nicht waschen.
Die Unabhängigkeit und Freiheit der Menschen beruht weniger auf der Kraft der Arme als auf der Mäßigung der Herzen. Wer wenig begehrt, hängt von wenigem ab.
— Jean-Jacques Rousseau
Wollen heißt Widersprüche wecken.
— Albert Camus
Wir könnten manches vom Kapital entbehren, wenn wir mit den Interessen weniger willkürlich umgingen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wer nimmt, was er nicht will, dem wird reichlich gegeben. Nur nicht das, was er braucht.
— Else Pannek
Scharren die Mäuse tief sich ein, wird ein harter Winter sein.
Ursula beginn, zeigt auf den Winter hin. (21. Okt.)
Pilze gibt es groß und klein - mögest du ein Glückspilz sein!
Wem nicht wenig genügt, den macht kein Reichtum satt.
— Christoph Martin Wieland
Die Hoffnung ist die Blüte des Wunsches, der Glaube die Frucht der Gewissheit.
— Honoré de Balzac
Eine verliebte Frau fürchtet nicht die Hölle, und das Paradies erscheint ihr keineswegs wünschenswert
— Anatole France
Aus den Stellen, die jemand in Büchern anstreicht, kann man auf sein Bedürfnis oder auf sein Steckenpferd schließen.
— Ernst von Feuchtersleben
Kein Wind ist dem günstig, der nicht weiß, wohin er segeln will
— Michel de Montaigne
Man möge bedenken, dass man andere ertragen soll, wie man selbst ertragen zu werden wünscht.
— Jeremias Gotthelf