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Der Gott muss in den Liebenden sein

Spruchbild: Der Gott muss in den Liebenden sein,  ihre Umarmung ist eigentlich seine Umschließung,  di …

Der Gott muss in den Liebenden sein, ihre Umarmung ist eigentlich seine Umschließung, die sie in demselben Augenblicke gemeinschaftlich fühlen, und hernach auch wollen.

Bedeutung

Friedrich Schleiermacher, der evangelische Theologe und Romantiker, formuliert in diesem Zitat eine mystische Aussage über Liebe und das Göttliche: In der liebenden Umarmung ist Gott gegenwärtig – nicht als externe Macht, sondern als das Heilige, das in der Begegnung zweier Liebender aufleuchtet. Das ist eine romantisch-religiöse Überzeugung: Liebe ist kein rein weltliches Gefühl, sondern ein Ort der Gottespräsenz. Schleiermacher, der Gott als das Unendliche im Endlichen verstand, sah in tiefer menschlicher Verbindung ein Aufblitzen des Göttlichen.

Verwendung

Passend als Schleiermacher-Zitat in Texten über Liebe, Spiritualität und das Göttliche in menschlichen Beziehungen sowie für religiöse und romantische Beiträge über die mystische Dimension der Liebe. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über Liebe als Gottesnähe und das Heilige in der menschlichen Begegnung.

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Über Friedrich Schleiermacher

Über den Autor

Philosoph · 1768 - 1834

Friedrich Schleiermacher (1768–1834) war ein deutscher Theologe und Philosoph, der die Werke Platons ins Deutsche übersetzte und als Begründer der modernen Hermeneutik gilt.

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Schleiermacher wurde in Breslau geboren und wirkte schließlich in Berlin, wo er 1834 starb. Neben Theologie und Philosophie war er auch als Altphilologe, Publizist, Staatstheoretiker und Pädagoge tätig. Mit seiner Arbeit zur Hermeneutik legte er Grundlagen, die bis heute in der Interpret­ations­theorie nachwirken.

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