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Nur zwei Tugenden gibt's

Spruchbild: Nur zwei Tugenden gibt's. O wären sie immer vereinigt, immer die Güte auch groß, immer die …

Nur zwei Tugenden gibt's. O wären sie immer vereinigt, immer die Güte auch groß, immer die Größe auch gut!

Bedeutung

Schiller nennt Güte und Größe als die beiden entscheidenden Tugenden und wünscht ihre Verbindung. Größe ohne Güte kann kalt, herrisch oder gefährlich werden; Güte ohne Größe bleibt vielleicht gut gemeint, aber schwach in der Wirkung. Die Wiederholung von immer verstärkt den Wunsch nach dauerhafter Einheit. Der Satz denkt moralische Vornehmheit nicht als Glanz allein, sondern als Kraft, die gut bleibt, und als Güte, die Gewicht bekommt.

Verwendung

Geeignet für Würdigungen, Schulreden, Führungsfragen, Jubiläen oder Nachrufe. Der Spruch passt, wenn Charakter und Wirkung gemeinsam beschrieben werden sollen, etwa bei Menschen, die Einfluss haben und zugleich menschlich bleiben. In Poesiealben wirkt er feierlicher als viele kurze Freundschaftsverse und braucht ruhigen Rahmen.

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Über Friedrich von Schiller

Über den Autor

Philosoph · Deutsch · 1759 - 1805

Friedrich von Schiller (1759–1805) war deutscher Dichter, Historiker und Arzt, der Dramen, Lyrik und Essays in der Weimarer Klassik vereinte.

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Geboren in Marbach am Neckar, erhielt Schiller 1802 den Adelstitel „von Schiller". Er starb 1805 in Weimar, wo er eng mit Goethe zusammenarbeitete. Als Arzt ausgebildet, widmete er den Großteil seines Lebens dem literarischen und philosophischen Schaffen.

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