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Sprüche über Veränderung

512 Sprüche — Seite 3

Nichts Lebendiges bleibt auf Dauer unverändert, und doch wird Veränderung oft zugleich ersehnt und gefürchtet. Sie löst Vertrautes auf, eröffnet Neues und zwingt dazu, sich zu fragen, was bewahrt und was überwunden werden sollte. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewegendsten Erfahrungen menschlichen Daseins.

Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich dort, wo Wandel nicht bloß geschieht, sondern bewusst gestaltet wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Entwicklung und Verlust, Mut und Unsicherheit miteinander verbunden sind und warum jeder Neubeginn auch den Abschied von etwas Altem verlangt.

  1. Versuche nie, ein Kamel von der Last seiner Höcker zu befreien, sonst befreist du es womöglich davon, ein Kamel zu sein

    Gilbert Keith Chesterton

  2. Der einzelne kann sich vervollkommnen. Aber die Menschheit als ganzes wird weder besser noch schlechter.

    Denis Diderot

  3. Es gibt nichts Beständigeres als die Unbeständigkeit.

    H. J. Christoph von Grimmelshausen

  4. Wenn du immer deine besten Sachen trägst, bleibt dir kein Sonntagskleid.

  5. Wir wollen die Welt ein wenig besser verlassen, als wir sie vorgefunden haben

    Robert Louis Stevenson

  6. Loslassen, was nicht froh sein lässt. Um Illusionen ärmer, an Gelassenheit reicher werden.

    Else Pannek

  7. Der Mensch ist heute nur aktiver geworden, aber nicht glücklicher, als er vor sechstausend Jahren gewesen ist

    Edgar Allan Poe

  8. Die Elster lässt ihr Hüpfen nicht.

  9. Der erste Schritt um irgendwo hin zu kommen, ist zu entscheiden, nicht dort zu bleiben wo du bist

    John Pierpont Morgan

  10. Der Reisende verändert nur den Himmel über sich - nie die Seele.

    Horaz

  11. Es gibt keine noch so schöne Rose, die nicht zur Hagebutte wird.

  12. Je tiefer wir das Leiden durchschauen, umso näher kommen wir dem Ziel der Befreiung vom Leiden.

    Dalai Lama

  13. Durch die Liebe werden die bittersten Leiden süß, die wunderlichsten Begebenheiten gut, die kleinsten Werke groß und göttlich.

    Gerhard Tersteegen

  14. Um die Seele zu füllen, muss sie erst entleert werden.

    Thukydides

  15. Vergiss nicht, dass jede Wolke, so schwarz wie sie ist, dem Himmel zugewandt, doch ihre Sonnenseite hat

    Friedrich Wilhelm Weber

  16. Zwei Dinge sollte ein Mensch nie beklagen: das, was er ändern kann, und das, was er nicht ändern kann.

    Thomas Fuller

  17. Die meisten können und wollen nicht heraus aus dem Konventionellen: weder im Denken, noch im Fühlen, am allerwenigstens im Handeln

    Otto Weiss

  18. Länder und Geschlechter verjüngen sich – aber der Frühling des menschlichen Glückes blüht nur einmal. Der Rest ist Asche!

    Ernst Friedr. Ludwig Adolf Eckstein

  19. Der Wind des Zeitgeistes weht heute da und morgen da. nd wer sich danach richtet, der wird vom Winde verweht.

    Helmut Kohl

  20. Jede Gewöhnung, sogar die Verstellung, wird Eigenschaft schließlich; Schwermut, stelle dich leicht, bis du zum Gleichmut gedeihst!

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  21. Der Veränderung die Tür schließen hieße, das Leben selber aussperren.

    Walt Whitman

  22. Auf die Füße kommt unsere Welt erst wieder, wenn sie sich beibringen lässt, dass ihr Heil nicht in Maßnahmen, sondern in neuen Gesinnungen besteht

    Albert Schweitzer

  23. Man ist manchmal von sich selbst so verschieden wie von anderen.

    François de la Rochefoucauld

  24. Vielleicht heißt "leiden" nichts anderes, als ein tieferes Leben führen.

    Alexandre Vinet

  25. Nichts kann unverwandelt gerettet werden, nichts, das nicht das Tor seines Todes durchschritten hätte.

    Theodor W. Adorno

  26. Im Walde zwei Wege boten sich mir dar und ich ging den, der weniger betreten war - und das veränderte mein Leben.

    Walt Whitman

  27. Es hilft nichts, das Unvollkommene heutiger Wirklichkeit zu höhnen oder das Absolute als Tagesprogramm zu predigen. Lasst uns stattdessen durch Kritik und Mitarbeit die Verhältnisse Schritt für Schrit …

    Gustav Walter Heinemann

  28. Der Mensch begegnet seinem Schicksal oftmals auf der Strasse, die er nahm, um ihm auszuweichen.

    Jean de La Fontaine

  29. Die Zeit ist eine mächtige Meisterin: sie bringt vieles in Ordnung

    Pierre Corneille

  30. Der Krieg ist nichts anderes als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  31. Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.

    Antoine de Saint-Exupéry

  32. Wer neue Horizonte entdecken will, muss raus auf's Meer - auf zu neuen Ufern!

  33. Wer immer im Lärm sitzt, wird stumpf ... wer immer in der Stille sitzt, auch. Nur die wechselnde Welle trägt des Menschen Schiff.

  34. Ein jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich

    Arthur Schopenhauer

  35. Das ist das Ende. Für mich der Beginn des Lebens.

    Dietrich Bonhoeffer

  36. Der Mensch kann nicht tausend Tage ununterbrochen gute Zeiten haben, so wie die Blume nicht hundert Tage blühen kann.

  37. Und plötzlich weißt du, es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen

    Eckhart von Hochheim

  38. Ein zur Unzeit gesprochenes Wort kann ein ganzes Leben umstürzen.

    Menander

  39. Alle Untugenden, die gerade modern sind, gelten als Tugenden.

    Jean-Baptiste Molière

  40. Die Liebe ist bei den Frauen eine Himmelsleiter, bei den Männern ist sie zuerst eine Sturmleiter hinauf, dann die Feuerleiter, auf der man sich in Sicherheit bringt.

    Gottlieb Moritz Saphir

  41. Plane das Schwierige da, wo es noch leicht ist! Tue das Große da, wo es noch klein ist! Alles Schwere auf Erden,beginnt stets als Leichtes. Alles Große auf Erden, beginnt stets als Kleines.

    Laotse

  42. Wenn Du genug gelitten hast, wirst Du Dich an den Punkt bringen, der alles verändert.

  43. Durch das Geld vernichtet die Demokratie sich selbst, nachdem das Geld den Geist vernichtet hat.

    Oswald Spengler

  44. Erst wenn man imstande ist, sämtliche Vorurteile zu vergessen, wird man Fortschritte auf dem rechten Weg machen.

  45. Wenn wir bewahren wollen, was wir haben, müssen wir vieles ändern

    Johann Wolfgang von Goethe

  46. Wer glaubt, dass man seine Vergangenheit nicht ändern kann, hat noch keine Memoiren geschrieben.

  47. Gebete ändern nicht die Welt. Aber die Gebete ändern Menschen und Menschen ändern die Welt.

    Albert Schweitzer

  48. Ein Kind erträgt Veränderungen, die ein Mann nicht ertragen würde.

    Jean-Jacques Rousseau

  49. Nur die Narren und die Toten ändern niemals ihre Meinung.

    James Russell Lowell

  50. Wenn du vernimmst, dass ein Berg versetzt worden sei, so glaube es; wenn du aber vernimmst, dass ein Mensch seinen Charakter geändert habe, so glaube es nicht.

  51. Zwischen Weinen und Lachen schwingt die Schaukel des Lebens, zwischen Weinen und Lachen fliegt in ihr der Mensch.

    Christian Morgenstern

  52. Es steht in unserer Macht, die Welt aufs Neue zu beginnen.

    Thomas Paine

  53. Menschen in Massen verlieren ihren Sinn für Anstand.

    John Galsworthy

  54. Wir sind nur Würmer, doch dazu geboren, ein himmlischer Schmetterling zu werden.

    Dante Alighieri

  55. Unser Morgen wird anders sein, wenn wir das Heute verändern

  56. Liebe ist das große Amulett, das diese Welt in einen Garten verwandelt.

    Robert Louis Stevenson

  57. Wenn man lange genug wartet, wird das schönste Wetter

  58. Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muß auf Wechsel gefaßt sein.

    Johann Wolfgang von Goethe

  59. Frühere Zeiten hält man immer für die besseren.

    Achim von Arnim

  60. Mensch, was du liebst, in das wirst du verwandelt werden.

    Angelus Silesius