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Sprüche über Veränderung

512 Sprüche — Seite 8

Nichts Lebendiges bleibt auf Dauer unverändert, und doch wird Veränderung oft zugleich ersehnt und gefürchtet. Sie löst Vertrautes auf, eröffnet Neues und zwingt dazu, sich zu fragen, was bewahrt und was überwunden werden sollte. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewegendsten Erfahrungen menschlichen Daseins.

Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich dort, wo Wandel nicht bloß geschieht, sondern bewusst gestaltet wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Entwicklung und Verlust, Mut und Unsicherheit miteinander verbunden sind und warum jeder Neubeginn auch den Abschied von etwas Altem verlangt.

  1. Seien wir neu und erfinderisch von Grund aus. Dichten wir das Leben täglich um.

    Hugo Ball

  2. Wie schnell der Dank der Menschen doch verweht und Undank wird!

    Sophokles

  3. Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat, aus der wir stammen, und die Heimat, nach der wir wandern.

    Johann Heinrich Jung-Stilling

  4. Der Weg der neueren Menschheit geht von der Humanität durch die Nationalität zur Bestialität.

    Franz Grillparzer

  5. Die Nacht verbirgt die Welt, enthüllt aber das Weltall.

  6. Alles ändert sich. Heute nehmen die Leute die Komiker ernst und betrachten die Politiker als Witzfiguren.

    William Penn Adair Rogers

  7. Mit jeder untergehenden Monarchie verdunkelt sich der Himmel, denn er verliert einen Stern. Republik, das ist freigesetzte Scheußlichkeit

    Anatole France

  8. Wann die Ordnung zur Unordnung geworden ist, muss die Unordnung wohl oder übel Ordnung schaffen und das Gesetz wiederherstellen

    Romain Rolland

  9. Idole und Ideen sind wandelbar. Ideale allein sind unsterblich

    Ottokar Kernstock

  10. Wenn unser Nachdenken über den Menschen und die Welt das Leben des Bauern auf dem Feld nicht besser macht, ist es sinnlos

    Epikur

  11. Der erreicht am meisten, der immer auch anders kann, als er vorhatte.

    Johannes von Müller

  12. Es ist unmöglich, zweimal in denselben Fluss zu springen. Auch wenn wir in dieselben Flüsse steigen, fließt immer anderes Wasser herbei

    Heraklit von Ephesos

  13. Leben heißt denken und handeln, denken und handeln aber heißt verändern.

    James Allen

  14. Wachstum bedeutet Wandel, und Wandel birgt Risiken, den Schritt vom Bekannten zum Unbekannten

  15. Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt.

  16. Was Du heute erdenkst und nicht verwerten kannst, mag morgen den Erdball aus den Angeln heben.

    Max von Eyth

  17. Der rasche innere Fortschritt geschieht nur durch starke Erschütterungen. Wenn man denselben also wünscht, so darf man diese nicht allzusehr scheuen.

    Carl Hilty

  18. Champagner ist der einzige Wein, der eine Frau noch schöner macht, nachdem sie ihn getrunken hat.

    Jeanne Antoinette Poisson de Pompadour

  19. Gäb es eine andere Geburt, ganz ohne Frau, wie glücklich wäre das Leben

    Euripides

  20. Geld macht Blinde sehend

  21. Liebe ist kein Ziel; sie ist nur ein Reisen.

    David Herbert Lawrence

  22. Der Traum ist ein zweites Leben.

    Gerard de Nerval

  23. Das echte Gespräch bedeutet: aus dem Ich heraustreten und an die Tür des Du klopfen

    Albert Camus

  24. Das Endziel der Naturwissenschaft ist, die allen Veränderungen zugrundeliegenden Bewegungen und deren Triebkräfte zu finden, also sich in Mechanik aufzulösen.

    Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz

  25. Die Kunst ist in steter Wandlung begriffen. Zeitlose Kunst gibt es nicht, aber die Zeit umspannt das Gestern und das Morgen.

    Ernst von Dombrowski

  26. Wenn uns etwas aus dem gewohnten Geleise wirft, bilden wir uns ein, alles sei verloren, dabei fängt etwa Neues, Gutes an.

    Leo Tolstoi

  27. Wer eigene Gedanken hat, der muss damit anfangen, den Sprachgebrauch zu reformieren.

    Richard Rothe

  28. Alles, was wir wirklich akzeptieren, unterliegt dem Wandel.

    Katherine Mansfield

  29. Wer es schafft, ein Problem zu durchschreiten, ohne auf der Schwelle der Lösung festzukleben, öffnet neue Türen für die Entwicklung der dazugehörigen theoretischen Grundlagen

    Christa Schyboll

  30. Der Mensch ist das einzige Wesen, das sich selbst und seine Welt verändern und seine Zukunft gestalten kann.

    Nikolaus B. Enkelmann

  31. Dankbar sein, dass es Misserfolg und Unglück gibt; sie sind Warnsignale, uns zu verändern.

    Nikolaus B. Enkelmann

  32. Wir leben in einer Welt wachsender Gefahren, aber wir leben auch in einer Zeit wachsender Chancen.

    Nikolaus B. Enkelmann

  33. Die Stimmung ist alles im menschlichen Leben. Sie macht aus Steinen Gold und macht aus Gold Steine.

    Heinrich Laube

  34. Die Leidenschaften ändern sich nicht, aber Sitte, Brauch und Meinung ändern sich

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  35. Es genügt nicht, die Welt immer wieder nach dem Grundsatz "Auge um Auge, Zahn um Zahn" ins Gleichgewicht bringen zu wollen.

    Conrad Ferdinand Meyer

  36. Es gibt keine Periode, da es zu spät wäre, umzulernen.

    Prentice Mulford

  37. Wer vergißt, schafft Raum für neue Gedanken, daher für neues Leben.

    Prentice Mulford

  38. Die Zivilisation hat die Liebe von der Stufe des Instinkts auf die der Leidenschaft gehoben.

    George Moore

  39. Ein geteilter Kummer verändert sich eben so sehr, wie ein Vergnügen, das nicht geteilt wird.

    Jean Antoine Petit-Senn

  40. Und geschieht es denn nicht stets, dass die wahre Liebe die schlechten Sitten anderer zur Umkehr bewegt?

    Francesco Petrarca

  41. Ein ganz klein wenig Süßes kann viel Bitteres verschwinden lassen

    Francesco Petrarca

  42. Die Kunst des Lebens liegt in einer dauernden Neueinstellung zu unserer Umgebung.

    Okakura Kakuzo

  43. Leben ist die dauernde Anpassung innerer Beziehung an äussere.

    Herbert Spencer

  44. Das Glück liegt im Wünschen. Erfüllung ist zugleich Zerstörung.

    Herbert Spencer

  45. Nur wer den Mut hat, alle Tage ein anderer zu sein, bleibt immer derselbe.

    Hermann Stehr

  46. Krankheit ist nichts anderes als ein Versuch des Körpers krankmachende Stoffe loszuwerden

    Thomas Sydenham

  47. Worte können ihren Sinn sehr ändern – durch das Übelwollen derer, die sie anhören!

    Otto Weiss

  48. Vom einen schnackt er, das andre tut er. Das ist ein Charakter, wenn auch kein guter.

    Adolf von Wilbrandt

  49. Die Alten hatten ein Gewissen ohne Wissen; wir heutzutag haben das Wissen ohne Gewissen.

    Julius Wilhelm Zincgref

  50. Vernichtung allein bahnt den Weg zu radikaler Erneuerung.

    Graf Hermann Keyserling

  51. Zum Glück ist's nicht zu spät.

    Georg Rollenhagen

  52. Wie vieles, was wir auf die Erde werfen, wird, wenn's ein andrer aufhebt, ein Juwel

    George Meredith

  53. Was man allgemein als Hässlichkeit bezeichnet, kann in der Kunst zu großer Schönheit werden

    Auguste Rodin

  54. Das Universum ist vollkommen. Es kann nicht verbessert werden. Wer es verändern will, verdirbt es. Wer es besitzen will, verliert es.

    Laotse

  55. Keine nützlichen Reformen wurden jemals ausgeführt, ohne ihren Urhebern Gegner Feindschaften und bittere Unannehmlichkeiten zu bereiten.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  56. Der neue Besen kehrt gut, bevor er voll Staub ist

    Bernhard Freidank

  57. Wenn du dich geirrt hast, so schäme dich nicht, es besser zu machen.

    Bernhard Freidank

  58. Es badet sich die Kräh mit allem Fleiß und kann doch niemals werden weiß.

    Bernhard Freidank

  59. Der Mensch bleibt in kritischen Situationen selten auf seinem gewohnten Niveau. Er hebt sich darüber oder sinkt darunter.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  60. Die Erfahrung zeigt, dass der gefährlichste Augenblick für eine Regierung der ist, in dem sie sich zu reformieren beginnt.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville