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Sprüche über Veränderung

512 Sprüche — Seite 2

Nichts Lebendiges bleibt auf Dauer unverändert, und doch wird Veränderung oft zugleich ersehnt und gefürchtet. Sie löst Vertrautes auf, eröffnet Neues und zwingt dazu, sich zu fragen, was bewahrt und was überwunden werden sollte. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewegendsten Erfahrungen menschlichen Daseins.

Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich dort, wo Wandel nicht bloß geschieht, sondern bewusst gestaltet wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Entwicklung und Verlust, Mut und Unsicherheit miteinander verbunden sind und warum jeder Neubeginn auch den Abschied von etwas Altem verlangt.

  1. Es ist nie zu spät, das zu werden, was man hätte sein können.

    George Eliot

  2. Wenn uns Gewohntes hold und lieb geworden, so ängstigt uns, so schmerzt uns fast das Neue.

    Rupert Johann Hammerling

  3. Ich glaube nicht, dass zwei zusammenkommen in der Welt, die sich nicht mehr oder minder ändern müssen, wenn sie glücklich bleiben wollen

    Jeremias Gotthelf

  4. Nichts ist "ewig", weder in der Natur noch im Menschenleben, ewig ist nur der Wechsel, die Veränderung.

    August Bebel

  5. Glücklich sein ist bei weitem nicht dasselbe als aufhören, unglücklich zu sein.

    Johann Nepomuk Nestroy

  6. Es geschieht so oft, dass uns aus scheinbaren Vorzügen Schaden und aus scheinbaren Mängeln das Heil unseres Lebens erwächst.

    Georg Ebers

  7. Es gibt weder eine gute noch eine schlechte Zeit, die hundert Jahre dauert.

  8. Manche Laster lassen im Alter nach, andere werden ärger.

    Erasmus von Rotterdam

  9. Die Freundschaft der meisten Menschen ist nur eine Vorbereitung auf die Feindschaft.

    Christian Friedrich Hebbel

  10. Jede Hoffnung kann der Frühling eines Anfangs sein.

    Else Pannek

  11. Male mich wie ich bin. Wenn du die Narben und Falten fortlässt, zahle ich dir keinen Schilling.

    Oliver Cromwell

  12. Was man am wenigsten gerne wechselt, sind, neben der Behausung, die Gedanken.

    André Gide

  13. Wollen dich die Pechsträhnen nicht verlassen, dann dreh den Spieß um und verlass selbst die Pechsträhnen.

    Christa Schyboll

  14. Die Geschichte braucht mehr Menschen, die etwas tun, als Leute, die vorschlagen, was getan werden könnte.

    Karel Capek

  15. Die Blumen, die auf den Gipfeln der Berge blühen, würden ihren Platz niemals mit der Gartenrose tauschen

  16. Leicht ist die Liebe am Anfang, es folgen aber die Schwierigkeiten.

    Hafis

  17. Der Mensch steht heute vor der Alternative: Untergang des Menschen oder Wandlung des Menschen.

    Karl Theodor Jaspers

  18. Bei einem Freund trank ich Wasser, es schmeckte wie Wein

  19. Je mehr nun aber einem die Furcht in Ruhe lässt, desto mehr beunruhigen ihn die Wünsche, die Begierden und Ansprüche

    Arthur Schopenhauer

  20. Wenn Du merkst, dass Du einen Fehler gemacht hast, unternimm unverzüglich etwas, um ihn zu korrigieren.

    Dalai Lama

  21. Alles ist eine Modesache: Gottesfurcht ist eine Modesache und die Liebe und die Krinoline und ein Ring in der Nase

    Sören Kierkegaard

  22. Der Mensch ist nicht das Produkt seiner Umgebung. Vielmehr ist seine Umgebung ein Produkt des Menschen.

    Benjamin Disraeli

  23. Fürwahr, wer überhaupt fähig ist, zu lernen, der sollte aus der Geschichte der religiösen Verfolgungen lernen, dass es ein Wahnsinn ist, das Rad des menschlichen Fortschritts zurückdrehen zu wollen.

    Wilhelm Liebknecht

  24. Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist

  25. Um einen Schmetterling lieben zu können, müssen wir auch ein paar Raupen mögen.

    Antoine de Saint-Exupéry

  26. Technik entwickelt sich immer vom Primitiven über das Komplizierte zum Einfachen.

    Antoine de Saint-Exupéry

  27. Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.

    Stefan Zweig

  28. Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern.

    Konfuzius

  29. Die Hoffnung hat zwei schöne Töchter. Sie heißen Wut und Mut. Wut darüber, dass die Dinge so sind, wie wir sie sehen. Mut, um sie so umzugestalten, wie sie sein sollten.

    Augustinus

  30. Das Leben ist wie ein Theaterstück. Zuerst spielt man die Hauptrolle, dann eine Nebenrolle, dann souffliert man den anderen, und schließlich sieht man zu, wie der Vorhang fällt.

    Winston Churchill

  31. Wer damit anfängt, dass er allen traut, wird damit enden, dass er einen jeden für einen Schurken hält

    Christian Friedrich Hebbel

  32. Umändern kann sich niemand, bessern jeder.

    Ernst von Feuchtersleben

  33. Unerquicklich ist es, mit Dir zu streiten, wenn Du nur verteidigen willst, was Du bist, was Du warst und immer zu bleiben gedenkst. Was soll ich streiten, wenn ich nicht hoffen kann, Dich zu ände …

    Karl Ferdinand Gutzkow

  34. Wollt ihr die Unterschiede vernichten, hütet euch, daß ihr nicht das Leben tötet.

    Leopold von Ranke

  35. Die Allerklügsten und die Allerdümmsten ändern sich nie.

    Konfuzius

  36. Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verändert, und mehr als das Blei in der Flinte jenes im Setzkasten der Drucker.

    Georg Christoph Lichtenberg

  37. Es ist nie zu spät das zu werden, was man hätte sein können.

    George Eliot

  38. Ein Mensch ist manchmal wie verwandelt, sobald man menschlich ihn behandelt.

    Wilhelm Busch

  39. Die Mode ist ein ästhetisches Verbrechen, sie will nicht das Endgültig-Gute, das Endgültig-Schöne. Sie will immer nur etwas Neues

    Peter Altenberg

  40. Was wir heute tun, entscheidet, wie die Welt morgen aussieht.

    Boris Pasternak

  41. Sieh auf die Natur: Sie ist beständig in Aktion, steht nie still, und doch schweigt sie.

    Mahatma Gandhi

  42. Kinder sind Engel, deren Flügel schwinden, während ihre Füße wachsen

  43. Des Menschen Herz ist wie Quecksilber, jetzt da, bald anderswo, heute so, morgen anders gesinnt.

    Martin Luther

  44. Glaube nicht, es muss so sein, weil es so ist und immer so war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten.

    Hedwig Dohm

  45. Wir bringen es zwar nicht fertig, die Welt nach unseren Wünschen zu ändern, doch mit der Zeit ändern sich unsere Wünsche.

    Marcel Proust

  46. Wer nichts tut, kann nichts verändern.

    Wilhelm Hasenclever

  47. Das Leben beseitigt manchen Fehler der Erziehung und manchen Vorzug der Erziehung.

    Otto Weiss

  48. So viele Jahre auch vergehen mögen, die Natur des Menschen ändert sich nicht.

    Thukydides

  49. Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, daß sich vieles ändern läßt, bloß nicht die Menschen

    Karl Marx

  50. Eine wirkliche und wahrhafte Zauberin ist die Liebe: sie verwandelt Menschen, und sie erschafft Dinge, die es zuvor nicht gab - und wiederum nicht mehr gibt, wenn sie verschwunden ist.

    Diotima

  51. Leben ist Wandlung: man ist in jedem neuen Augenblicke etwas anderes, als man es bis jetzt war, ist also niemals endgültig man selbst.

    José Ortega y Gasset

  52. Man sollte beständig die Wirkung der Zeit und die Wandelbarkeit der Dinge vor Augen haben und daher bei allem, was jetzt stattfindet, sofort das Gegenteil imaginieren.

    Arthur Schopenhauer

  53. In dieser Welt hat nur die Unbeständigkeit Bestand.

    Jonathan Swift

  54. Das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dssß man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird

    Ernest Miller Hemingway

  55. Es gibt keine noch so schöne Rose, die nicht zur Hagebutte wird.

  56. Die Elster lässt ihr Hüpfen nicht.

  57. Die Tragödie der Wissenschaft - das Erschlagen einer schönen Hypothese durch eine hässliche Tatsache.

    Thomas Henry Huxley

  58. Je tiefer wir das Leiden durchschauen, umso näher kommen wir dem Ziel der Befreiung vom Leiden.

    Dalai Lama

  59. Ein einz'ger Augenblick kann alles umgestalten.

    Karl Maria von Weber

  60. Durch die Liebe werden die bittersten Leiden süß, die wunderlichsten Begebenheiten gut, die kleinsten Werke groß und göttlich.

    Gerhard Tersteegen