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Sprüche über Veränderung

512 Sprüche — Seite 6

Nichts Lebendiges bleibt auf Dauer unverändert, und doch wird Veränderung oft zugleich ersehnt und gefürchtet. Sie löst Vertrautes auf, eröffnet Neues und zwingt dazu, sich zu fragen, was bewahrt und was überwunden werden sollte. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewegendsten Erfahrungen menschlichen Daseins.

Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich dort, wo Wandel nicht bloß geschieht, sondern bewusst gestaltet wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Entwicklung und Verlust, Mut und Unsicherheit miteinander verbunden sind und warum jeder Neubeginn auch den Abschied von etwas Altem verlangt.

  1. Sinnlich beginnt der Mensch, dann denkt er, endlich glaubt er.

    Ludwig Börne

  2. Studiere die Menschen, nicht um sie zu überlisten und auszubeuten, sondern um das Gute in Ihnen aufzuwecken und in Bewegung zu setzen.

    Gottfried Keller

  3. Die Liebe ist eine Glocke, welche das Entlegenste und Gleichgültigste wieder tönen lässt und in eine besondere Musik verwandelt.

    Gottfried Keller

  4. Die Vorzüge von gestern sind oft die Fehler von morgen.

    Anatole France

  5. Warten bringt die jungen Trauben zur Reife und wandelt, was nur sprossender Keim war, zu kraftvoller Saat.

    Ovid

  6. Hätte ich mich mit dem Schöpfer beraten, als er das Menschengeschlecht schuf, so würde ich ihn gebeten haben, die Runzeln unterhalb der Ferse anzubringen.

    Ninon de Lenclos

  7. Mobile Politiker bevorzugen häufig kurzfristiges Grundsatz-Leasing

    Karl-Heinz Karius

  8. Das ist die klarste Kritik der Welt, wenn neben das, was ihm missfällt, einer was Eigenes, Besseres stellt

    Franz Emanuel August Geibel

  9. In jedem starken menschlichen Gefühl ist sein Gegenteil enthalten. Im Ausbruch der Verzweiflung verkündet sich der Trost, im Jubel lauert die Verzweiflung.

    Walter Rathenau

  10. Der Spott endet, wo das Verständnis beginnt

    Marie von Ebner-Eschenbach

  11. Im Wachstum des Lebens hat jede Stufe ihre Vollendung: die Blüte sowohl als die Frucht.

    Rabindranath Tagore

  12. Wenn du die Welt verändern willst, beginne mit dem Menschen, den du jeden Morgen im Spiegel siehst.

    Simone Weil

  13. Was uns aber eigentlich zu Bewußtsein kommen sollte und schon lange vorher hätte kommen sollen, ist das, dass wir als Übermenschen Unmenschen geworden sind.

    Albert Schweitzer

  14. Altersweisheit gibt es nicht. Wenn man altert, wird man nicht weise, nur vorsichtig.

    Ernest Miller Hemingway

  15. Das allerbeste Mittel gegen die Sorgen ist augenblicklich, sich um die anderen bekümmern zu müssen.

    Carl Hilty

  16. Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  17. Ein Dummkopf bleibt ein Dummkopf nur für sich in Feld und Haus; Doch wenn du ihn zum Einfluß bringst, so wird ein Schurke draus.

    Franz Grillparzer

  18. Je höher du wirst aufwärts gehen, dein Blick wird immer allgemeiner; stets einen größern Teil wirst du vom Ganzen sehen, doch alles Einzelne wird immer kleiner.

    William Shakespeare

  19. In Ruhe Wurzeln schlagen kann nur, wer aufhört, sich ständig umzuschauen und herumzuziehen.

    Seneca

  20. Alle Frauen werden wie ihre Mutter. Das ist ihre Tragödie. Männer werden nie wie ihre Mutter. Das ist ihre Tragödie.

    Oscar Wilde

  21. Wenn dein Sohn groß ist, mache einen Bruder daraus.

  22. Frauen sind austauschbare Instrumente für ein stets identisches Vergnügen.

    Marcel Proust

  23. Früher wurden die Mädchen noch rot, wenn sie sich schämten; heute schämen sie sich, wenn sie rot werden!

  24. Das echte Gespräch bedeutet: aus dem Ich heraustreten und an die Tür des Du klopfen

    Albert Camus

  25. So manche Wahrheit ging von einem Irrtum aus.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  26. Früher bekam ein Mann eine Frau, die kochen konnte wie ihre Mutter. Heute bekommt er eine Frau, die trinken kann wie ihr Vater.

  27. Wir stehen uns manchmal selber im Weg. Vielleicht wäre ein Umweg ein Ausweg.

  28. Der wachsende Einfluß der Frauen ist das einzig Beruhigende an unserm politischen Leben.

    Oscar Wilde

  29. Die Welt wird alt und wird wieder jung, doch der Mensch hofft immer Verbesserung.

    Friedrich von Schiller

  30. Wer sich gezwungen sieht, mit den Wölfen zu heulen, mag sich in reiner Notwehr befinden. Aber ist das ein Grund, hinterher mit den Schafen zu blöken?

    Gottfried Keller

  31. Die Kraft der Gedanken ist unsichtbar wie der Same, aus dem ein riesiger Baum erwächst; sie ist aber der Ursprung für die sichtbaren Veränderungen im Leben des Menschen.

    Leo Tolstoi

  32. Ein Baum wird noch lange kein Krokodil, wenn er jahrelang im Niger treibt.

  33. Wenn du die Absicht hast, dich zu erneuern, tu es jeden Tag

    Konfuzius

  34. Ein Rauch verweht, ein Wasser verrinnt, eine Zeit vergeht, eine neue beginnt.

    Joachim Ringelnatz

  35. Jede Brücke, die du nicht überquerst, ist eine verpaßte Chance auf ein neues Leben

  36. Wenn man erkennt, man kann sich ändern, und tut es doch nicht, dann wird man schuldig

  37. Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.

    Friedrich Nietzsche

  38. Erst der Ernst macht den Mann, erst der Fleiß das Genie.

    Theodor Fontane

  39. Zeit macht aus einem Gerstenkorn eine Kanne Bier.

  40. Eine kleine Reise tut gut, um die Welt zu erneuern.

    Marcel Proust

  41. Soviel sich auch um und in mir ändere, dieselbe Sonne, die mich als Kind bestrahlte, sieht mich unverändert jetzt an.

    Jean Paul

  42. Das Gefühl des Menschen ist zerreissbar wie Seidenpapier. Die Welt gleicht einem Schachspiel, das sich mit jedem Zug ändert.

  43. Was immer du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es. Kühnheit besitzt Genie, Macht und magische Kraft. Beginne es jetzt.

    Johann Wolfgang von Goethe

  44. Leute, die darauf stolz sind, dass sie hart arbeiten, mag ich nicht. Wenn ihre Arbeit sie so hart ankommt, sollten sie sich eine andere suchen. Die Freude an unserer Arbeit ist das Zeichen, da …

    André Gide

  45. Wenn man jedes Jahr eine bösartige Gewohnheit ausreißt, wird mit der Zeit der schlimmste Mensch gut

    Benjamin Franklin

  46. Essen ist besser als Trinken für jemand unter vierzig; danach gilt die umgekehrte Regel.

  47. Man darf niemals "zu spät" sagen. Auch in der Politik ist es nie zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang

    Konrad Adenauer

  48. Der Ruhm eines Hochmütigen wird schnell zur Schande.

    Publius Syrus

  49. Aus Kindern werden Leute, aus Jungfern werden Bräute.

  50. Kinder und Bienenstöcke nehmen bald ab, bald zu.

  51. Die Welt lohnt wie der Bock, wenn er Hörner kriegt.

  52. Der Bock lässt wohl von Bart, aber nicht von Art.

  53. Ein Esel bleibt ein Esel - käm er auch nach Rom.

  54. Die Welt hat sich umgekehrt, drum habe ich arme Esel pfeifen gelehrt.

  55. Er kommt vom Pferd auf den Esel.

  56. Die Eule gewinnt Adlersfedern.

  57. Ferkel sind Ferkel, und zieht man ihm eine Chorkapp an, legt es sich doch in den Dreck.

  58. Von kleinen Fischen werden die Hechte groß.

  59. Je fetter der Floh, je magerer der Hund.

  60. Setz einen Frosch auf goldnen Stuhl, er hüpft doch wieder in den Pfuhl.