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Sprüche über Veränderung

512 Sprüche — Seite 4

Nichts Lebendiges bleibt auf Dauer unverändert, und doch wird Veränderung oft zugleich ersehnt und gefürchtet. Sie löst Vertrautes auf, eröffnet Neues und zwingt dazu, sich zu fragen, was bewahrt und was überwunden werden sollte. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewegendsten Erfahrungen menschlichen Daseins.

Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich dort, wo Wandel nicht bloß geschieht, sondern bewusst gestaltet wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Entwicklung und Verlust, Mut und Unsicherheit miteinander verbunden sind und warum jeder Neubeginn auch den Abschied von etwas Altem verlangt.

  1. Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muß auf Wechsel gefaßt sein.

    Johann Wolfgang von Goethe

  2. Du kannst etwas nicht ändern: wie wär's, wenn du dich ändern würdest?

  3. Zuerst ist die Liebe eine Krankheit, dann eine Gesundheit.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  4. Alles, was menschlich ist, muß rückwärts gehen, wenn es nicht vorwärts geht.

    Edward Gibbon

  5. Jede höhere Stufe, welche der Mensch betritt, erfordert eine andere Lebensordnung

    Christoph Martin Wieland

  6. Mach dir nicht vor, du wolltest Irrtümer in der Natur verbessern. In der Natur ist kein Irrtum, sondern der Irrtum ist in dir.

    Leonardo da Vinci

  7. Auch der allzu große Eifer im Guten kann zu allen Zeiten das Gute hindern und das Böse fördern.

    Johann Peter Hebel

  8. Ein Glücksfall verändert die Ansicht der Welt: alles Vergangene wirkt, als sei es verhext gewesen.

    Martin Kessel

  9. Wenn Menschen ihre innere Einstellung ändern, können sie auch die äußeren Umstände ihres Lebens ändern.

    William James

  10. Auch der vornehmste Geist bleibt sich nicht gleich, er ist dem Wachsen und Abnehmen unterworfen.

    Jean de la Bruyère

  11. Kluge entfernen sich von den Dingen, ehe sich die Dinge von ihnen entfernen

    Baltasar Gracián y Morales

  12. Tut jeder in seinem Kreis das Beste, wird's bald in der Welt auch besser aussehen.

    Adolph Kolping

  13. Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.

    Albert Camus

  14. Leben heißt sich verändern. Vollkommen sein heißt, sich oft verändert zu haben.

    John Henry Newman

  15. Alles in der Welt geht in der Wellenlinie. Jede Landstraße und so weiter. Wehe dem, der überall ein Lineal anlegt!

    Wilhelm Raabe

  16. Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an - und handelt.

    Dante Alighieri

  17. Wechsle deine Vergnügungen, aber nie deine Freunde!

    Voltaire

  18. Wer mit einer kreativen Arbeit beauftragt ist und seine Phantasie lediglich auf Pigmentpünktchen erweitern kann, sollte sich um einen neuen Job in der Buchhaltung bewerben.

    Christa Schyboll

  19. Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

    Konfuzius

  20. Wir müssen bereit werden, uns von Gott unterbrechen zu lassen.

    Dietrich Bonhoeffer

  21. Es gibt ein Bleiben im Gehen, ein Gewinnen im Verlieren, im Ende einen Neuanfang.

  22. Eine Frau ist ein Engel mit zehn, eine Heilige mit fünfzehn, ein Teufel mit vierzig und eine Hexe mit achtzig.

  23. Auf der Welt gibt es nur deshalb Liebe, weil die Menschen an die Unsterblichkeit glauben. Mit dem Aufhören des Glaubens würde die Liebe vernichtet werden.

    Fjodor M. Dostojewski

  24. Das wachsende Gefühl für Moral bei Frauen macht Ehen zu einer so hoffnungslosen, einseitigen Einrichtung.

    Oscar Wilde

  25. Nur wer Ballast abwirft hat Elan für die Zukunft

  26. Wenn etwas nützlich wird, hört es auf schön zu sein.

    Théophile Gautier

  27. Die Wahrheit nimmt kein Blatt vor den Mund und ändert sich auch nicht alle zwölf Stund'.

  28. Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.

    Sigmund Freud

  29. Es gibt Menschen, die sich auch innerlich kleiden, wie es die Mode heischt.

    Berthold Auerbach

  30. Bewerte deine Erfolge daran, was du aufgeben musstest, um sie zu erzielen.

    Dalai Lama

  31. Man kann sogar die Vergangenheit ändern. Die Historiker beweisen es immer wieder

    Jean-Paul Sartre

  32. Wenn du heiraten willst, dann such dir eine dünne und saubere Frau. Schmutzig und dick wird sie von alleine.

  33. Die Mode ist so häßlich, dass man sie alle sechs Monate ändern muß.

    Oscar Wilde

  34. Wir brauchen nicht so fortzuleben wie wir gestern gelebt haben. Machen wir uns von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden zu neuem Leben ein.

    Christian Morgenstern

  35. Die meisten unserer Fehler erkennen und legen wir erst dann ab, wenn wir sie an den anderen entdeckt und gesehen haben, wie sie denen stehen.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  36. Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will es, dass, wer einen Engel aus ihm machen will, ein Tier aus ihm macht.

    Blaise Pascal

  37. Die Freuden, die man übertreibt, verwandeln sich in Schmerzen.

    Friedrich Justin Bertuch

  38. Ein Wort kann den Sinn wechseln, je nachdem, wer es ausspricht.

    Blaise Pascal

  39. Ein Ehemann muss sich mehrmals häuten, damit er den Junggesellen abstreift.

  40. In der Liebe fängt man mit Blumennamen an und hört mit Tiernamen auf.

    Eugène Labiche

  41. Um die Prostitution abzuschaffen, müsste man die Männer abschaffen.

    Maria Theresia von Österreich

  42. Nicht gierig, stolz, gewaltsam sei auf Erden, Aus Staub bist du, darfst nicht zu Feuer werden.

  43. Nicht der einzelne ändert die Wirklichkeit, die Wirklichkeit wird von allen verändert

    Friedrich Dürrenmatt

  44. Die Arznei macht kranke, die Mathematik traurige und die Theologie sündhafte Leute.

    Martin Luther

  45. Die Zeit heilt Schmerze und Streitigkeiten, weil der Mensch sich ändert.

    Blaise Pascal

  46. Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen - und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

    Albert Einstein

  47. Mit der Freude zieht der Schmerz traulich durch die Zeiten. Schwere Stürme, milde Weste, bange Sorgen, frohe Feste. Wandeln sich zu Zeiten. War's nicht so im alten Jahr? Wird's im neuen enden? Son …

    Johann Peter Hebel

  48. Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.

    Charles Robert Darwin

  49. Ändern ist nicht, anders werden, sondern besser werden.

    Nikolaus B. Enkelmann

  50. Es gibt immer wieder ein Morgen.

    Arnold Böcklin

  51. Die Mode ist weiblichen Geschlechts, hat folglich ihre Launen

    Karl Julius Weber

  52. Nichts bedarf so sehr der Reform wie die Gewohnheit der Mitmenschen.

    Mark Twain

  53. Zerstörung ist absolut keine Garantie für den Aufbau eines besseren Lebens

    Else Pannek

  54. Erziehung ist alles. Der Pfirsich war einst eine Bittermandel, und der Blumenkohl ist nichts als ein Kohlkopf mit akademischer Bildung.

    Mark Twain

  55. Der Hass ist ein aktives Mißvergnügen, der Neid ein passives, deshalb darf man sich nicht wundern, wenn der Neid so schnell in Hass übergeht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  56. Tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.

    Christian Morgenstern

  57. Die Zeit ist schlecht? Wohlan. Du bist da, sie besser zu machen

    Thomas Carlyle

  58. Solange der Geist sich nicht wandelt, ist jede äußere Wandlung nichtig.

    Walt Whitman

  59. Alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir lieben; aber für das Neue sollen wir eigentlich leben.

    Theodor Fontane

  60. Die Kraft der Gedanken ist unsichtbar wie der Same, aus dem ein riesiger Baum erwächst; sie ist aber der Ursprung für die sichtbaren Veränderungen im Leben des Menschen.

    Leo Tolstoi