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Der Mensch begegnet seinem Schicksal

Spruchbild: Der Mensch begegnet seinem Schicksal oftmals auf der Strasse, die er nahm, um ihm auszuwei …

Der Mensch begegnet seinem Schicksal oftmals auf der Strasse, die er nahm, um ihm auszuweichen.

Bedeutung

Jean de La Fontaine, der französische Fabelautor, formuliert in diesem Satz eine tiefe Überzeugung über die Unausweichlichkeit des Schicksals: Man begegnet ihm gerade auf dem Weg, den man gewählt hat, um ihm auszuweichen. Das ist eine Ironie des Lebens, die La Fontaine in seinen Fabeln immer wieder beschrieb: Die Flucht vor dem Schicksal führt direkt in seine Arme. Das Motiv des unausweichlichen Schicksals ist uralt – es findet sich in antiken Mythen und Tragödien. La Fontaine fasst es in eine knappe, einprägsame Form.

Verwendung

Passend als La-Fontaine-Zitat in Texten über Schicksal, Unausweichlichkeit und die Paradoxie der Flucht sowie für Beiträge über Lebensphilosophie, Fabeltraditionen und die Überzeugung, dass Schicksal sich nicht durch Ausweichen vermeiden lässt. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Ironie des Schicksals und das Akzeptieren des Unabwendbaren.

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Über Jean de La Fontaine

Über den Autor

Schriftsteller · Französisch · 1621 - 1695

Jean de La Fontaine (1621–1695) war ein französischer Schriftsteller, dessen gereimte Tierfabeln bis heute zum festen Lehrplan französischer Schulen gehören.

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Seine Fabeln übertrafen die bis dahin üblichen lateinischen Unterrichtstexte durch kurze, dramatische und rhythmisch flexible Verse. In seinen Tierfabeln stehen kleine Kreaturen im Mittelpunkt der Moral, während große Tiere als Symbole der Mächtigen und Reichen erscheinen, ohne je eine eigene Stimme zu erhalten. Voltaire attestierte ihm, in seinen hervorragendsten Stücken schlicht einzigartig zu sein.

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Quadratisches Spruchbild: Der Mensch begegnet seinem Schicksal oftmals auf der Strasse, die er nahm, um ihm auszuwei …

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