Sprüche über Gott
805 Sprüche — Seite 11
Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.
Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.
Keinen Tag soll es geben, an dem ihr sagen müsst, niemand ist da, der uns hört. Keinen Tag soll es geben, an dem ihr sagen müsst, niemand ist da, der uns schützt. Keinen Tag soll es geben, an de …
Mögen die Regentropfen sanft auf dein Haupt fallen; Möge der weiche Wind deinen Geist beleben; Möge der sanfte Sonnenschein dein Herz erleuchten; Mögen die Lasten des Tages leicht auf dir liegen; …
Wir rühmen uns des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus. In ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben. Durch ihn sind wir erlöst und befreit.
Das goldene Tor steht offen, die liebe Stimme spricht, da weilt mein süßes Hoffen, da wohnt das ew'ge Licht.
— Max von Schenkendorf
Ist St. Lukas mild und warm, folgt ein Winter, dass Gott erbarm'. (18. Okt.)
Januar warm - dass Gott erbarm'.
Vor finstrer Sonne in der Blüte der liebe Gott das Korn behüte!
Was von unserem Herrgott aus zusammengehört, das kommt zusammen!
Gott gibt Wasser und Wein, aber er schenkt nicht selber ein.
Musst dich an eignem Tun ergötzen, was andre tun, das wirst du schätzen, besonders keinen Menschen hassen und das übrige Gott überlassen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wer die Eltern ehrt, den ehrt Gott wieder.
Was recht ist, hat Gott lieb: Wer eine Geiß stiehlt, ist kein Bocksdieb.
Ich wart des Glücks, Hilf Gott und schick's.
Behüt' uns Gott vor großem Glück, gnädigem Herrn und gesunder Speis.
Gott gibt Schultern nach der Bürde.
Gott gibt die Kleider nach dem Regen.
Gott läßt der Ziege den Schwanz nicht länger wachsen, als sie ihn brauchen kann.
Gott läßt uns wohl sinken, aber nicht ertrinken.
Gibt Gott Häschen, so gibt er auch Gräschen.
Die Welt schaltet, Gott waltet.
Gott gibt's den Seinen im Schlafe.
Gott ist mit im Schiffe.
Helf Gott! bricht keinem den Sack.
Gott grüßt alle Welt, aber wenige danken ihm.
Gott grüßt manchen, könnt' er ihm nur danken.
Fürchte Gott, tue Recht, scheue niemand.
Laß Gottes Wasser über Gottes Land laufen.
Hat mir's Gott beschert, so nimmt mir's St. Peter nicht.
Wem Gott wohl will, dem will St. Peter nicht übel.
Wenn Gott will, so grünt ein Besenstiel.
Es geschieht doch, was Gott will.
Alles steht in Gottes Hand.
Gott ist überall, außer in Rom, denn da hat er seinen Statthalter.
Gott hat mehr, denn er je gab.
Man kann Gott belügen, aber nicht betrügen.
Sehen's die Menschen nicht, so sieht es Gott.
Gottes Wille sei mein Ziel.
Niemand steigt in Gottes Kanzlei.
Gott weiß die Zeit.
Gott läßt sich seine Uhr von keinem Menschen stellen.
Gott rechnet anders als der Mensch.
Gott kommt langsam, aber wohl.
Gott bleibt nicht aus, wenn er gleich verzieht.
Gottes Mühle steht oft lange still.
Der muss viel können, der Gott will blenden.
Gott läßt sich nicht auf den Arm malen.
Will unser Herrgott einen strafen, so läßt er ihn zuvor blind werden.
Wenn Gott ein Land strafen will, so nimmt er den Herren die Weisheit.
Was Gott spart in die Länge, das straft er mit Strenge.
Über des Gottlosen Haus streut Gott Schwefel aus.
Wenn Gott ein Ding verdrießt, so verdrießt es auch bald die Menschen.
Was alle Welt verdrießt, verdrießt auch Gott.
Gott gibt einem wohl den Ochsen, aber nicht bei den Hörnern.
Gott hilft dem Fleiß.
Rechter Richter, richte recht: Gott ist Richter, du bist Knecht.
Doch siehe, viele rufen: Christus, Christus, die einst ihm ferner stehn beim Weltgericht, als viele, die da nimmer kannten Christus
— Dante Alighieri
Ganz leise spricht ein Gott in unsrer Brust, ganz leise, ganz vornehmlich, zeigt uns an, was zu ergreifen ist und was zu fliehn.
— Johann Wolfgang von Goethe
Der liebe Gott hat nicht gewollt, dass edler Wein verderben sollt, drum hat er auch zum Saft der Reben den nötigen Durst dazu gegeben
Das Wasser gibt dem Ochsen Kraft, beim Menschen ist's der Rebensaft, drum danke Gott als guter Christ, dass Du kein Ochs geworden bist
Gott denkt in den Genies, träumt in den Dichtern und schläft in den übrigen Menschen
— Peter Altenberg