Sprüche über Arbeit
1107 Sprüche — Seite 17
Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.
Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.
Vor Feuersglut, vor Wassernot mag sicher fort der Erdball rücken. Wenn noch ein Untergang ihm droht, so wird er in Papier ersticken.
— Gottfried August Bürger
Wer sich beständig ausschlussweise mit den Büchern beschäftigt, ist für das praktische Leben schon halb verloren.
— Johann Gottfried Seume
Die meisten Führungskräfte zögern, ihre Leute mit dem Ball laufen zu lassen. Aber es ist erstaunlich, wie schnell ein informierter und motivierter Mensch laufen kann.
— Walter Scheel
Ein Mensch, der kein Eigentum erwerben darf, kann auch kein anderes Interesse haben, als so viel wie möglich zu essen und so wenig wie möglich zu arbeiten.
— Adam Smith
Die Wissenschaft war die größte Leidenschaft meines Lebens . Ich käme mir vor wie ein Dieb, wenn ich einen Tag verlebt hätte, ohne zu arbeiten.
— Louis Pasteur
Alles auf einmal tun zu wollen zerstört alles auf einmal.
— Georg Christoph Lichtenberg
Die Arbeit ist die zuverlässigste Seligkeit der Erde.
— Ernst Wiechert
Sechs Stunden sind genug für die Arbeit. Die anderen Stunden sagen zum Menschen: lebe!
— Lukian
Ein Mann mir regelmäßiger Tätigkeit sieht wenig von der normalen Tageswelt.
— John Steinbeck
Das Landleben kann man nicht erlernen, auch nicht aus Büchern.
— John Steinbeck
Aber es ist nun einmal auf der Welt so eingerichtet, dass ein Mann, der den anderen das Brot gibt, zugleich sein Herr ist.
— Jack London
Sorgen, das sind schlimme Gäste, kleben zähe, sitzen feste. Musst ihnen nur hurtig den Rücken drehn! Wenn sie dich bei der Arbeit sehn, bleibt ihnen nichts übrig, als weiterzugehn.
— Otto Julius Bierbaum
Jede Rede scheint eitel und nichtig, sobald die Tat ihr nicht Nachdruck gibt.
— Demosthenes
Frauenarbeit – klein und behende, hat einen Anfang und kein Ende.
— René Descartes
Alles selbst machen zu wollen, ist das Kennzeichen des Unbegabten.
— Richard von Schaukal
Tue bei der Arbeit immer zuerst das Nötigste, das aber greife frisch und bei der Hauptsache an. Das ist das Mittel, um zu vielem Zeit zu haben.
— Carl Hilty
Arbeit ist das beste Mittel gegen Verzweiflung.
— Sir Arthur Conan Doyle
Nicht mehr tun ist die beste Abbitte.
In wichtigen Dingen soll man nicht abenteuern.
Wer seinen Acker mit Fleiß baut, soll Brots genug haben.
Wie man den Acker bestellt, so trägt er.
Was der Acker nicht trägt, muss der Buckel tragen.
Die Pfarrer bauen den Acker Gottes und die Ärzte den Gottesacker
Was einer angefangen oder zugeschnitten, soll ein anderer nicht ausmachen.
Wer nichts an die Angel steckt, der fängt nichts.
Wenn du die Angel ziehst zu früh, so fängst du nie.
Angst und Schrecken bringen den Lahmen auf die Beine.
Wer sich anspannen lässt, der muss ziehen.
Wer bauen will, muss zwei Pfennige für einen rechnen.
Will man Bauern verderben, so setze man einen über den andern.
Wenn sich der Bauer nicht bückt, so ackert er nicht gut.
Wird der Bauer ein Edelmann, so guckt er den Pflug mit Brillen an.
Der Bauer bleibt ein Bauer, auch wenn er schläft bis Mittag.
Besser ein gesunder Bauer denn ein kranker Kaiser.
Es ist eine Schande, lange dienen und doch ungeschickt bleiben.
Was die Egge bestrichen und die Hacke bedecket, das folgt dem Erbe
Der Faule sucht einen Herrn, der ihm in der Woche sieben Feiertage gibt
Die Faulen kehren sich lang im Bett und wenden dem Teufel den Braten
Willst du nicht lernen mit der Feder schreiben, schreib mit der Mistgabel
Wer zeitig feiern will, muss fleissig arbeiten
Wer alle Tage feiert, der fragt nichts nach dem Sonntag
Nach vielen Feiertagen kommt selten ein guter Werktag
Wer nichts recht tut, hat nie Feierabend
Bei fleißiger Arbeit und guter Verdauung verbessert sich auch deine Weltanschauung.
— Eduard von Bauernfeld
Besser zweimal fragen als einmal irregehen
Fragen kostet kein Geld und wird einem kein Zahn davon stumpf
Nicht auf jede Frage gehört eine Antwort
Die Frau muss selber sein die Magd, soll's gehen, wie es ihr behagt
Wer früh aufsteht, viel verzehrt, wer spät aufsteht, den Gott ernährt
Früh auf und spät nieder bringt verlornes Gut wieder
Für Steuergelder wurde gearbeitet. Sie sind es wert mit Sorgfalt und Achtung verwendet zu werden.
— Else Pannek
Wer sein Brot verdient, der ist nie überflüssig und fühlt sich auch nicht so.
— Carl Friedrich Paul Ernst
Kein Mensch auf der Erde hat das Recht, seine Kräfte ungebraucht zu lassen und durch fremde Kräfte zu leben.
— Johann Gottlieb Fichte
Bedenke, was du heute tust, bedenk' auch, was du morgen musst, zumeist bedenke, deinem Leben durch Arbeit Kern und Halt zu geben
— Friedrich Wilhelm Weber
Nimm selbst die Axt oder die Sense in die Hand; das wird dir guttun und deiner Gesundheit mehr nützen als alle möglichen Marienbäder, verordnete Motionen und schlaffe Spaziergänge.
— Nikolai Wassiljewitsch Gogol
Arbeit und Fleiß, das sind die Flügel, die führen über Strom und Hügel
— Johann Baptist Fischart
Waschen, bügeln, kochen, putzen, diesen Tag solltest du nutzen! Lass doch mal die Arbeit sein, und geniess den Tag allein! Alles Gute zum Muttertag!
Zum Gärtnern braucht man einen gusseisernen Rücken mit einem Scharnier.
— Charles Dudley
Das wichtigste an einer Arbeit ist der letzte Schliff.
Das Leben zeugt Blumen und Bienen. Blumen, das sind die schöpferischen Geister, und Bienen die anderen, die daraus Honig sammeln.
— Christian Morgenstern