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Sprüche über Arbeit

1107 Sprüche — Seite 17

Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.

Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.

  1. Vor Feuersglut, vor Wassernot mag sicher fort der Erdball rücken. Wenn noch ein Untergang ihm droht, so wird er in Papier ersticken.

    Gottfried August Bürger

  2. Wer sich beständig ausschlussweise mit den Büchern beschäftigt, ist für das praktische Leben schon halb verloren.

    Johann Gottfried Seume

  3. Die meisten Führungskräfte zögern, ihre Leute mit dem Ball laufen zu lassen. Aber es ist erstaunlich, wie schnell ein informierter und motivierter Mensch laufen kann.

    Walter Scheel

  4. Ein Mensch, der kein Eigentum erwerben darf, kann auch kein anderes Interesse haben, als so viel wie möglich zu essen und so wenig wie möglich zu arbeiten.

    Adam Smith

  5. Die Wissenschaft war die größte Leidenschaft meines Lebens . Ich käme mir vor wie ein Dieb, wenn ich einen Tag verlebt hätte, ohne zu arbeiten.

    Louis Pasteur

  6. Alles auf einmal tun zu wollen zerstört alles auf einmal.

    Georg Christoph Lichtenberg

  7. Die Arbeit ist die zuverlässigste Seligkeit der Erde.

    Ernst Wiechert

  8. Sechs Stunden sind genug für die Arbeit. Die anderen Stunden sagen zum Menschen: lebe!

    Lukian

  9. Ein Mann mir regelmäßiger Tätigkeit sieht wenig von der normalen Tageswelt.

    John Steinbeck

  10. Das Landleben kann man nicht erlernen, auch nicht aus Büchern.

    John Steinbeck

  11. Aber es ist nun einmal auf der Welt so eingerichtet, dass ein Mann, der den anderen das Brot gibt, zugleich sein Herr ist.

    Jack London

  12. Sorgen, das sind schlimme Gäste, kleben zähe, sitzen feste. Musst ihnen nur hurtig den Rücken drehn! Wenn sie dich bei der Arbeit sehn, bleibt ihnen nichts übrig, als weiterzugehn.

    Otto Julius Bierbaum

  13. Jede Rede scheint eitel und nichtig, sobald die Tat ihr nicht Nachdruck gibt.

    Demosthenes

  14. Frauenarbeit – klein und behende, hat einen Anfang und kein Ende.

    René Descartes

  15. Alles selbst machen zu wollen, ist das Kennzeichen des Unbegabten.

    Richard von Schaukal

  16. Tue bei der Arbeit immer zuerst das Nötigste, das aber greife frisch und bei der Hauptsache an. Das ist das Mittel, um zu vielem Zeit zu haben.

    Carl Hilty

  17. Arbeit ist das beste Mittel gegen Verzweiflung.

    Sir Arthur Conan Doyle

  18. Nicht mehr tun ist die beste Abbitte.

  19. In wichtigen Dingen soll man nicht abenteuern.

  20. Wer seinen Acker mit Fleiß baut, soll Brots genug haben.

  21. Wie man den Acker bestellt, so trägt er.

  22. Was der Acker nicht trägt, muss der Buckel tragen.

  23. Die Pfarrer bauen den Acker Gottes und die Ärzte den Gottesacker

  24. Was einer angefangen oder zugeschnitten, soll ein anderer nicht ausmachen.

  25. Wer nichts an die Angel steckt, der fängt nichts.

  26. Wenn du die Angel ziehst zu früh, so fängst du nie.

  27. Angst und Schrecken bringen den Lahmen auf die Beine.

  28. Wer sich anspannen lässt, der muss ziehen.

  29. Wer bauen will, muss zwei Pfennige für einen rechnen.

  30. Will man Bauern verderben, so setze man einen über den andern.

  31. Wenn sich der Bauer nicht bückt, so ackert er nicht gut.

  32. Wird der Bauer ein Edelmann, so guckt er den Pflug mit Brillen an.

  33. Der Bauer bleibt ein Bauer, auch wenn er schläft bis Mittag.

  34. Besser ein gesunder Bauer denn ein kranker Kaiser.

  35. Es ist eine Schande, lange dienen und doch ungeschickt bleiben.

  36. Was die Egge bestrichen und die Hacke bedecket, das folgt dem Erbe

  37. Der Faule sucht einen Herrn, der ihm in der Woche sieben Feiertage gibt

  38. Die Faulen kehren sich lang im Bett und wenden dem Teufel den Braten

  39. Willst du nicht lernen mit der Feder schreiben, schreib mit der Mistgabel

  40. Wer zeitig feiern will, muss fleissig arbeiten

  41. Wer alle Tage feiert, der fragt nichts nach dem Sonntag

  42. Nach vielen Feiertagen kommt selten ein guter Werktag

  43. Wer nichts recht tut, hat nie Feierabend

  44. Bei fleißiger Arbeit und guter Verdauung verbessert sich auch deine Weltanschauung.

    Eduard von Bauernfeld

  45. Besser zweimal fragen als einmal irregehen

  46. Fragen kostet kein Geld und wird einem kein Zahn davon stumpf

  47. Nicht auf jede Frage gehört eine Antwort

  48. Die Frau muss selber sein die Magd, soll's gehen, wie es ihr behagt

  49. Wer früh aufsteht, viel verzehrt, wer spät aufsteht, den Gott ernährt

  50. Früh auf und spät nieder bringt verlornes Gut wieder

  51. Für Steuergelder wurde gearbeitet. Sie sind es wert mit Sorgfalt und Achtung verwendet zu werden.

    Else Pannek

  52. Wer sein Brot verdient, der ist nie überflüssig und fühlt sich auch nicht so.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  53. Kein Mensch auf der Erde hat das Recht, seine Kräfte ungebraucht zu lassen und durch fremde Kräfte zu leben.

    Johann Gottlieb Fichte

  54. Bedenke, was du heute tust, bedenk' auch, was du morgen musst, zumeist bedenke, deinem Leben durch Arbeit Kern und Halt zu geben

    Friedrich Wilhelm Weber

  55. Nimm selbst die Axt oder die Sense in die Hand; das wird dir guttun und deiner Gesundheit mehr nützen als alle möglichen Marienbäder, verordnete Motionen und schlaffe Spaziergänge.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  56. Arbeit und Fleiß, das sind die Flügel, die führen über Strom und Hügel

    Johann Baptist Fischart

  57. Waschen, bügeln, kochen, putzen, diesen Tag solltest du nutzen! Lass doch mal die Arbeit sein, und geniess den Tag allein! Alles Gute zum Muttertag!

  58. Zum Gärtnern braucht man einen gusseisernen Rücken mit einem Scharnier.

    Charles Dudley

  59. Das wichtigste an einer Arbeit ist der letzte Schliff.

  60. Das Leben zeugt Blumen und Bienen. Blumen, das sind die schöpferischen Geister, und Bienen die anderen, die daraus Honig sammeln.

    Christian Morgenstern