Sprüche über Arbeit
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Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.
Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.
Ein guter Feldherr ist so gut wie eine halbe Armee
Dein Wesen ist dein Beruf. Was keiner als du tun kann und soll, das tue, so tust du recht.
— Johann Gottfried Herder
Ich könnte nicht an Projekten arbeiten, die nur für einige nützlich sind, weil sie anderen schaden.
— René Descartes
Ein gutes Mittel gegen die Managerkrankheit: Stecke mehr Zeit in deine Arbeit als Arbeit in deine Zeit.
— Friedrich Dürrenmatt
Vernachlässige nicht dein eigenes Feld, um das eines anderen zu jäten!
Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird eines Tages Zeit haben müssen, krank zu sein
Nicht der Geschäftsmann zahlt die Löhne der Angestellten, sondern der Kunde
— Henry Ford
Unser Chef trifft den Nagel stets auf den Daumen.
Hier wird jeder so lange befördert, bis er mit Sicherheit unwirksam wird
Die Arbeit, die uns freut, wird zum Vergnügen
— William Shakespeare
Es ist nicht gut, wenn viel' regieren, das Ruder soll nur einer führen.
Wo der Mistwagen nicht hinkommt, kommt der Erntewagen nicht her.
Wo die Arbeit zieht ins Haus läuft die Armut bald hinaus; schläft die Arbeit aber ein, guckt die Armut zum Fenster hinein.
— Robert Reinick
Arbeitsamkeit ist die beste Lotterie.
Wer nicht gerne arbeitet, hat bald Feierabend gemacht.
Arbeit ohne Vorteil wird sauer.
Von großer Arbeit starben die Pferde.
Wer sich zum Esel macht, dem will jeder seine Säcke auflegen.
Du musst ein guter Kerzenmacher sein, wenn du Gott eine wächserne Nase drehen willst.
Eh der Hahn kräht, schlägt er mit den Fittichen.
Der Hahn kann nicht so viel zusammentragen, als die Henne verscharren mag.
So lange die Henne Eier legt, so lange legt man ihr auch.
Wenn der Hund hofiert, kann er nicht bellen.
Gute Katzen mausen daheim und in anderen Häusern.
Kraue die Sau, bis sie liegt, dann gib ihr den Stich.
Geh hin und werd ein Krämer, sagt der Henker zu seinem Knecht.
Es pflegt nicht leicht ein Krämer einen Markt zu versäumen.
Kundschaft verderbt manchen Mann.
Mühl ohne Gang, Glock ohne Klang, Hand ohne Gaben, Schul ohne Knaben, will niemand haben.
Wie's auf die Mühle kommt, so wird's gemahlen.
Müllers Henn und Witwers Magd hat selten Hungersnot geklagt.
Geh lieber zum Schmied als zum Schmiedchen.
Gibst du mir Geld, spricht der Schuster, so geb ich dir Schuh.
Ein Kaufmann macht durch allzu großes Rühmen die Ware, die ihm feil ist, nur verdächtig.
— Horaz
Eine jede Arbeit, welche den Menschen in Anspruch nimmt, macht den Menschen still und bewirkt, dass er sich in das gesellschaftliche Gefüge seiner Stelle einordnet.
— Carl Friedrich Paul Ernst
Wir haben auch Arbeit, und gar zu zweit, und haben die Sonne und Regen und Wind. Und uns fehlt nur eine Kleinigkeit, um so frei zu sein, wie die Vögel sind: nur Zeit.
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Träume sind nicht Taten. Ohne Arbeit wird Dir nichts geraten.
— Ernst Moritz Arndt
Mann der Arbeit, aufgewacht! Und erkenne deine Macht! Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.
— Georg Friedrich Rudolph Herwegh
Könnte ich leben, ohne zu arbeiten, ich wäre das glücklichste Wesen unter der Sonne
— Franziska Gräfin zu Reventlow
Länger als Taten lebt das Wort.
— Pindar
Ich hab' gerade zeit! - Wo gibt's nichts zu tun?
Was ist ein Akademiker anderes als ein eingelerntes und angeeignetes Glied einer grossen Vereinigung ?
— Johann Wolfgang von Goethe
Geist gleicht dem Schwerte und Erfahrung dem Wetzstein.
Das Schwierigste tun wir heute, das Unmögliche morgen und übermorgen tun wir das, was uns Spaß macht.
— Fridtjof Nansen
Der Weg zur Ruhe geht durch das Gebiet der allumfassenden Tätigkeit
— Novalis
Soll sich der Acker wohl lösen, so muss man ihn auch wohl gürten.
Man muss früh aufstehen, wenn man früh fertig werden will.
Den Bauern erkennt man an der Gabel, den Advokaten am Schnabel.
Wer ein Schreiner werden will, muss auch harte Bretter bohren lernen.
Der Schweiß ist die Träne der Arbeit.
— Peter Hille
Fünf Finger fassen mehr als zwei Gabeln.
Wenn der Mensch keinen Genuß mehr an der Arbeit findet und nur arbeitet, um so schnell wie möglich zum Genuß zu gelangen, so ist es nur ein Zufall, wenn er kein Verbrecher wird.
— Christian Matthias Theodor Mommsen
Freude treibt zum Genuß, Seligkeit zur Arbeit.
— Johann Heinrich Jung-Stilling
Was dem Leben eines Menschen erst Wert gibt, ist ein besonnenes Urteil und eine stetige Arbeitskraft.
— Gustav Freytag
Wir behalten von unseren Studien am Ende doch nur das, was wir praktisch anwenden
— Johann Wolfgang von Goethe
Doch größern Ruhm wird der verdienen, der Farben kauft und malt mit ihnen ...
— Wilhelm Busch
Fang immer gleich heute an!
— Mary Shelley
Willst du nicht arbeiten, so hilft dir kein Beten.
Trotz höherer Diaeten nehmen Politiker meist nicht ab.
Der Kerl der die Arbeit erfunden hat, muss nichts zu tun gehabt haben.