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Sprüche über Arbeit

1107 Sprüche — Seite 16

Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.

Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.

  1. Metzger, Gerber und Schinder sind Geschwisterkinder.

  2. Ein Metzger tut manchen vergebnen Sprung, ein Hund noch mehr.

  3. In der Mühle ist das beste, dass die Säcke nicht reden können.

  4. Die beste Mühle ist zwischen Wasser und Wind.

  5. Es ist noch nicht auf der Mühle, was zum Osterkuchen werden soll.

  6. Wenn der Mühlgraben trocken steht, ist auch der Mehlkasten leer.

  7. Ich sehe so tief in einen Mühlstein als ein anderer.

  8. Müller, Schneider und Weber werden nicht gehenkt, das Handwerk ginge sonst aus.

  9. Der Müller mit der Metzen, der Weber mit der Krätzen, der Schneider mit der Scher, wo kommt ihr Diebe her?

  10. Für Müllers Henne, Bäckers Schwein und der Witfrau Knecht soll man nicht sorgen.

  11. Kein Müller hat Wasser und kein Schäfer Weide genug.

  12. Übler Pförtner, der alles einlässt.

  13. Richter sollen zwei gleiche Ohren haben.

  14. Richter, steh dem Rechte bei, denk, dass ein Richter ob dir sei.

  15. Rechter Richter, richte recht: Gott ist Richter, du bist Knecht.

  16. Vor der rechten Schmiede wird man recht beschlagen.

  17. Schmieds Sohn ist der Funken gewohnt.

  18. Ein schlechter Schmied, der den Rauch nicht vertragen kann.

  19. Der Schuster hat die schlechtesten Schuh.

  20. Jeder ist der Sohn der eigenen Arbeit.

    Samuel Smiles

  21. Seelenleiden zu heilen vermag der Verstand wenig, die Zeit viel, entschlossene Tätigkeit alles.

    Johann Wolfgang von Goethe

  22. Bei jeder Arbeit ist es vor allem wichtig, dass man zuerst einmal einfach irgendwie anfängt. Dann kommt die Sache in Fluß.

    Carl Hilty

  23. Die Arbeit gleicht manchmal dem Angeln in Gewässern, in denen noch nie Fische gewesen sind.

    Jules Renard

  24. Oh Bauernstand, oh Bauernstand, du liebster mir von allen!

    Max von Schenkendorf

  25. Wohl dem, der sagen darf: Der Tag der Aussaat war der Tag der Ernte.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  26. Glücklich, wer seinen Beruf erkannt hat. Er verlange nach keinem andern Glück!

    Thomas Carlyle

  27. Kann ich nicht Dombaumeister sein, behau, ich als Steinmetz einen Stein. Fehlt mir auch dazu Geschick und Verstand, trage ich Mörtel herbei und Sand

    Rudolf Baumbach

  28. Ob du wenig tust oder viel, drauf kommt's nicht an! Ich seh nur auf das Ziel - die Richtung macht den Mann.

    Eduard von Bauernfeld

  29. Das Wort ist wie im Meer ein Pfad, doch tiefe Wegspur hinterlässt die Tat.

    Henrik Johan Ibsen

  30. Denn das weiß das Publikum nicht und mag es nicht wissen, dass, um ein Kunstwerk zu empfangen, die halbe Arbeit an demselben vom Empfänger selbst verrichtet werden muss

    Ferruccio Busoni

  31. Die Geizigen sind den Bienen zu vergleichen: sie arbeiten, als ob sie ewig leben würden.

    Demokrit

  32. Ruhe ist nur durch Arbeit zu gewinnen.

  33. Bei der Arbeit recht Beginnen, beim Genießen rechter Schluss!

    Franz Emanuel August Geibel

  34. Der Müßiggang, nicht die Arbeit, ist der Fluch der Menschen

    Samuel Smiles

  35. Bin ich meinem Amte in der Tat nicht gewachsen, so ist der Chef zu tadeln, der es mir anvertraut.

    Friedrich von Schiller

  36. Es ist von größter Wichtigkeit, dass Kinder arbeiten lernen. Der Mensch ist das einzige Tier, das arbeiten muß.

    Immanuel Kant

  37. Warte nie, bis du Zeit hast!

  38. Unsere Hauptaufgabe ist nicht, zu erkennen, was unklar in weiter Entfernung liegt, sondern zu tun, was klar vor uns liegt

    Thomas Carlyle

  39. Ständige Arbeit wird leichter durch Gewöhnung.

    Demokrit

  40. Ein zufriedener Strassenkehrer ist mehr wert als ein neurotischer Professor.

    Eugene O'Neill

  41. Machen Sie es sich zur Aufgabe, höheren Ansprüchen zu genügen, als andere an Sie stellen.

    Henry Ward Beecher

  42. Nichts ist mühsam, was man willig tut.

    Thomas Jefferson

  43. Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden.

    Blaise Pascal

  44. Wer die Zeit nur wie eine Ware betrachtet, die rationell und gewinnbringend einzusetzen ist, wird ihre besten Seiten niemals kennen lernen.

    Rainer Haak

  45. Lehren und nicht tun, das ist klein, lehren und tun, das ist groß.

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  46. Die Macht des Geistes ist die Theorie, ohne Taten ist sie jedoch nutzlos

  47. Nur ein Jäger, der protzt, steckt sich eine tote Ratte in den Gürtel.

  48. Ein Wirt beschwert sich nicht über den Appetit seiner Gäste.

  49. Elender ist nichts als der behagliche Mensch ohne Arbeit, das Schönste der Gaben wird ihm Ekel.

    Johann Wolfgang von Goethe

  50. Ein Bauer ohne Land ist wie ein Literat ohne Bücher

  51. Möge deine Arbeit gelingen, der Misserfolg dich nicht mutlos machen, dass du über dein Unglück nicht lächeln kannst.

  52. Der Schlaf ist das einzige Geschenk, das uns die Götter ohne Arbeit gaben, mit der Arbeit aber dreifach versüßen.

    Karl Julius Weber

  53. Je härter ich arbeite, um so mehr Glück scheine ich zu haben.

    Thomas Jefferson

  54. Die Managerkrankheit ist eine Epidemie, die durch den Uhrzeigersinn hervorgerufen und durch den Terminkalender übertragen wird.

    John Steinbeck

  55. Der Schüler hält seine Arbeit für schwer, doch sie bedeutet nur Wagen zu sein, wo der Lehrer Pferd sein muss.

    August Strindberg

  56. Das Leben gab den Sterblichen nichts ohne große Arbeit.

    Horaz

  57. Das Zubehör eines Sängers: Ein großer Brustkorb, ein großer Mund, neunzig Prozent Gedächtnis, zehn Prozent Intelligenz, sehr viel schwere Arbeit und ein gewisses Etwas im Herzen.

    Enrico Caruso

  58. Warum hat Gott den Menschen das Gefühl der Schamhaftigkeit eingeflößt? Damit der Schneider leben kann.

    Georg Büchner

  59. Bohre den Brunnen, ehe du Durst hast.

  60. Zwischen Wissen und Schaffen liegt eine ungeheure Kluft, über die sich oft erst nach harten Kämpfen eine vermittelnde Brücke aufbaut

    Robert Schumann