Sprüche über Glauben
592 Sprüche — Seite 8
Die Hoffnung ist eine Anleihe auf das Glück.
— Joseph Joubert
Woran man einmal herzhaft glaubt, dem macht man sich auch so oder anders dienstbar
— Adolph Kolping
Die wahre Frömmigkeit ist demütig und bescheiden.
— Adolph Kolping
Doch siehe, viele rufen: Christus, Christus, die einst ihm ferner stehn beim Weltgericht, als viele, die da nimmer kannten Christus
— Dante Alighieri
Mit Glauben allein kann man sehr wenig tun, aber ohne ihn gar nichts.
— Samuel Butler
Ganz leise spricht ein Gott in unsrer Brust, ganz leise, ganz vornehmlich, zeigt uns an, was zu ergreifen ist und was zu fliehn.
— Johann Wolfgang von Goethe
Gott denkt in den Genies, träumt in den Dichtern und schläft in den übrigen Menschen
— Peter Altenberg
Religion ist die einzige Philosophie, die das Durchschnittshirn verstehen und annehmen kann
— Joseph Joubert
Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben - ihn glauben heißt, ihn lästern
— Ludwig Anzengruber
Wer einen Menschen tötet, tötet ein vernünftiges Wesen, Gottes Ebenbild; aber wer ein gutes Buch vernichtet, tötet die Vernunft selbst, tötet das Ebenbild Gottes, sozusagen als Abbild.
— John Milton
Vor Gottes Angesicht taugt grobe Hoffahrt nicht.
— Abraham a Sancta Clara
Das Christentum ist eine Idee, und als solche unzerstörbar und unsterblich, wie jede Idee.
— Christian Johann Heinrich Heine
Im kleinsten der Schöpfung zeigt sich des Schöpfers Macht und Huld am größten.
— Johann Gottfried Herder
Der Mensch ist das Wesen, welches die oberste Stufe der sichtbaren Schöpfung einnimmt und das sich sogar für das Ebenbild Gottes ausgibt - worüber Gott sich jedoch nicht sehr geschmeichelt fühlen dürf …
— Johann Nepomuk Nestroy
Gott hat nur einen Gedanken, einen Willen, eine Meinung, ein Ziel: dass wir alle zu ihm kommen.
— Hermann von Bezzel
Die Bibel ist ein Brief, den mein Gott mir hat schreiben lassen, wonach ich mich ausrichten soll und wonach mein Gott mich richten wird.
— Johann Albrecht Bengel
Wider Zweifel und ärgerliche Gedanken ist das Lob Gottes ein bewährtes Mittel. Finsternis kann nicht anders als durch Licht überwunden werden.
— Johann Albrecht Bengel
Die Theologie nimmt in der Religion etwa denselben Platz ein wie die Gifte unter den Nahrungsmitteln.
— Napoleon
Gnade und Tugend bilden die Ordnung der Natur nach, die kraft göttlicher Weisheit gegründet ist.
— Thomas von Aquin
Es gibt zwei Leute, die ich zufrieden stellen muß. Gott und Garfield. Mit Garfield muss ich hier leben, mit Gott im Jenseits.
— James A. Garfield
Der Pastor baut den Acker Gottes und der Arzt den Gottesacker.
— Georg Christoph Lichtenberg
Der Aberglaube ist die einzige Religion, deren niedere Seelen fähig sind.
— Joseph Joubert
Du willst mit nüchternem Verstand das Göttliche beweisen? Das heißt, nach einem Fabelland auf Eisenbahnen reisen.
— Otto von Leixner
Der nächste Weg zu Gott ist durch der Liebe Tür, die Wissenschaft bringt dich nur langsam für
— Angelus Silesius
Traget Holz und lasset Gott kochen.
— Joseph von Radowitz
Die Predigten sind Kehrbesen, die den Unrat von acht Tagen aus den Herzen der Zuhörer herausfegen.
— Jean Paul
Alles, was geschieht, ist nur Leid und Lied. Gott spielt auf der Harfe Trost sich zu.
— Klabund
Der Buchstabe ist nicht der Geist, und die Bibel ist nicht die Religion.
— Gotthold Ephraim Lessing
Die Irreligiösen sind religiöser, als sie es selbst wissen, und die religiösen sind's weniger, als sie meinen.
— Franz Grillparzer
Wenn nur die Reue in dir nicht erlahmt, so wird Gott alles verzeihen.
— Fjodor M. Dostojewski
Nimm das Gebet aus der Welt, und es ist, als hättest du das Band der Menschheit mit Gott zerrissen, die Zunge des Kindes gegenüber dem Vater stumm gemacht.
— Gustav Theodor Fechner
Ich will aufhören, an Gott zu glauben, wenn ich sehe, dass ein Baum ein Gedicht macht und ein Hund eine Madonna malt; eher nicht.
— Christian Friedrich Hebbel
Ist es nicht sonderbar, dass die Menschen so gerne für die Religion fechten und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?
— Georg Christoph Lichtenberg
Des Glaubens Sonde ist der Zweifel.
— Johann Gottfried Seume
Aberglaube ist die Form der Ehrfurcht, die selbst den Zufall als eine Anordnung höherer Mächte anerkennt.
— Carl Ludwig Schleich
Darin liegt der Adel und die Schönheit des Glaubens: dass wir das Herz haben, etwas zu wagen.
— John Henry Newman
Je verborgener Gottes Hand, desto stärker ist sie.
— John Henry Newman
Ich glaube, ich werde nach meinem Tode mehr für euch tun können als im Leben.
— Katharina von Siena
Man fragte einmal einen Weisen, ob es wahre Atheisten gäbe. Glauben Sie, erwiderte er, dass es wahre Christen gibt?
— Denis Diderot
In der Schöpfung greife ich Gott gleichsam mit Händen.
— Johannes Kepler
Das ist die große Stille, die über Stürmen siegt, dass eines Menschen Wille in Gottes Willen liegt.
— Eduard Mörike
Kein Volk hat Gott verlassen, das sich nicht selbst verließ.
— Heinrich von Treitschke
Jeder Mensch wird im Reiche einen Engel haben, der mit ihm herrscht, und in der Unterwelt einen Dämon, der ihn straft.
— Thomas von Aquin
Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will es, dass, wer einen Engel aus ihm machen will, ein Tier aus ihm macht.
— Blaise Pascal
Geduld ist des Glaubens Goldstein.
— Ulrich Zwingli
Die Wahrheit hat ein fröhlich Antlitz.
— Ulrich Zwingli
Was der Mensch sein möchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott.
— Ludwig Andreas Feuerbach
Niemand ist weiter von der wahren Religion entfernt, als wer sich selbst für sehr religiös hält.
— Erasmus von Rotterdam
Was können wir von einer Religion erwarten, die das Leid der Tiere ausklammert?
— Richard Wagner
Der Weg des Menschen zu Gott heisst in seiner steilsten Strecke - Einsamkeit
— Carl Hilty
Die Rätsel Gottes sind befriedigender als die Lösungen der Menschen.
— Gilbert Keith Chesterton
Gebet des Armen ist scheue Erbittung, der Reiche indessen wünscht eine Quittung.
— Emanuel Wertheimer
Ein jeder Christ, der sich durch die Einwürfe der Ungläubigen ins Wanken bringen lässt und sich über sie ereifert, hat einen Fuß in der selben Grube mit ihnen
— Pierre Bayle
Die meisten Menschen treiben die Religion, wie man ein Handwerk treibt; sie ist aber durchaus eine freie Kunst.
— Christian Friedrich Wilhelm Jacobs
Sollte nicht der Mensch seine Ideen von Gott ebenso zweckmäßig weben können, wie die Spinne ihr Netz zum Fliegenfang?
— Georg Christoph Lichtenberg
Ein jeder Aberglaube versetzt uns ins Heidentum.
— Justus Freiherr von Liebig
Wer die ungeheure Bedeutung der Religion unterschätzt, arbeitet trotz aller Aufklärung nur dem Aberglauben in die Hände, und mit dem Aufhören der Gottesfurcht beginnt die Entfesselung aller Leidenscha …
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Der wahre Zweck von Religion soll sein, die Grundsätze der Sittlichkeit tief in die Seele einzudrücken.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Es geschieht nur zu oft, dass die Frömmigkeit durch äußere Formen erstickt und das göttliche Licht von den Meinungen der Menschen verdunkelt wird.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Den Stolz hat Gott noch stets vernichtet und Demut immer aufgerichtet.
— Carl Leberecht Immermann