Sprüche über Glauben
592 Sprüche — Seite 6
Der Quell echter Reue sprudelt in heiligen Tiefen, und nur in der einsamen Stille eines göttlichen Ursprungs waschen sich schuldige Hände und Seelen rein.
— Conrad Ferdinand Meyer
Das Ineinanderfließen in der Gottheit ist ein Sprechen sonder Wort und sonder Laut, ein Hören sonder Ohren, ein Sehen sonder Augen.
— Eckhart von Hochheim
Gott hat den Menschen mit der Willenskraft und Vernunft ihr Schicksal in die Hand gelegt.
— Adalbert Stifter
Ich glaube nicht, dass derselbe Gott, der uns Sinne, Vernunft und Verstand gab, uns ihren Gebrauch verbieten wollte.
— Galileo Galilei
Gott hat für alles seine Zeit.
— Maria Ward
Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst. So tiefen Grund hat sie.
— Heraklit von Ephesos
So ist es auf Erden: Jede Seele wird geprüft und wird auch getröstet.
— Fjodor M. Dostojewski
Das höchste Gut des Geistes ist die Erkenntnis Gottes, und die höchste Tugend des Geistes ist, Gott zu erkennen.
— Baruch de Spinoza
Gott erblicken wir nicht, aber überall erblicken wir Göttliches.
— Friedrich von Schlegel
Religion zu haben ist Pflicht des Menschen gegen sich selbst.
— Immanuel Kant
Heute weiß ich, dass Glauben nichts ist als das Hineinleben in die göttliche Welt.
— Carl Friedrich Paul Ernst
Das Gebet ist meiner Ansicht nach nichts anderes als ein Gespräch mit einem Freund, mit dem wir oft und gern allein zusammenkommen, um mit ihm zu reden, weil er uns liebt.
— Theresia von Avila
Helligkeit besteht darin, mit einem Lächeln den Willen Gottes zu tun.
— Mutter Theresa
Glauben ist die Fähigkeit, in Gottes Tempo zu gehen
— Martin Buber
Die Menschen glauben das, was sie wünschen.
— Julius Caesar
Was Gott an und für sich ist, wissen wir so wenig als ein Käfer weiß, was ein Mensch ist.
— Ulrich Zwingli
Ich glaube, dass sich Gott, als er den Menschen erschaffen hat, gewaltig überschätzt hat.
— Oscar Wilde
Billige Gnade heißt Gnade als Schleuderware, verschleuderte Vergebung, verschleuderter Trost, verschleudertes Sakrament; Gnade als unerschöpfliche Vorratskammer der Kirche, aus der mit leichtfer …
— Dietrich Bonhoeffer
Es gilt, eine Wahrheit zu finden, die Wahrheit für mich sein kann, die Idee zu finden, für die ich leben und sterben will.
— Sören Kierkegaard
Der Gläubige, der nie gezweifelt hat, wird schwerlich einen Zweifler bekehren.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Alle Religionen sind gleich falsch und gleich nützlich.
— Edward Gibbon
Christus kam nicht, um die die Welt in einen Himmel zu verwandeln, sondern um den Himmel auf die Erde zu bringen.
— John Henry Newman
Wenn Gott die allumfassende Wahrheit ist, dann kann er nicht ungnädig auf uns herabblicken, wenn wir uns selbst treu bleiben.
— John Galsworthy
Was du mit Glauben und Mut begonnen hast, das hilft dir Gott vollenden
— Christoph Martin Wieland
Tun wir nach besten Kräften das Beste, und Gott wird das Gute nie ohne Segen lassen
— Adolph Kolping
Wer immer irgendetwas unter dem Gesichtspunkt des Guten will, dessen Wille ist gleichförmig dem göttlichen Willen.
— Thomas von Aquin
Glaube an dich selbst, Mensch, glaube an den inneren Sinn deines Wesens, so glaubst du an Gott und an die Unsterblichkeit!
— Johann Heinrich Pestalozzi
Für viele ist Gott kaum mehr als eine Berufungsinstanz gegen das Verdammungsurteil der Welt über ihr eigenes Versagen.
— William James
Christus mag für jemanden gestorben sein, aber jedenfalls nicht für mich.
— Albert Camus
Die Bibel ist nicht dazu da, dass wir sie kritisieren, sondern dazu, dass sie uns kritisiert.
— Sören Kierkegaard
Hätte ich früher erkannt, was ich jetzt weiß, dass der winzige Palast meiner Seele einen so großen König beherbergt, dann hätte ich ihn nicht so häufig darin allein gelassen
— Theresia von Avila
Ich bin voller Hoffnung auf Gottes Güte.
— Maria Ward
Man muss an Gott glauben, und wenn man den Glauben nicht hat, dann soll man an seine Stelle keinen Sensationsrummel setzen, sondern suchen, suchen, einsam suchen, allein mit sich und seinem Gewissen.
— Anton Tschechow
Der Zorn Gottes währt nur einen Augenblick, die göttliche Barmherzigkeit ist ewig.
— Joseph Joubert
Gesegnet sei die Stille! Denn in ihr wirst du mich reden hören
— Khalil Gibran
Genieße, wer nicht glauben kann. Die Lehre ist ewig wie die Welt. Wer glauben kann, entbehre.
— Friedrich von Schiller
Es gibt keine andere Brücke in den Himmel als das Kreuz
— Abraham a Sancta Clara
Sinnlich beginnt der Mensch, dann denkt er, endlich glaubt er.
— Ludwig Börne
Nicht das macht frei, dass wir nichts über uns anerkennen wollen, sondern eben, dass wir etwas verehren, was über uns ist.
— Johann Wolfgang von Goethe
Der Mensch, der sich vielen Glückes und seiner Schwäche bewusst ist, wird abergläubig, flüchtet zum Gebet.
— Georg Christoph Lichtenberg
Nicht dem Menschen, der Gottheit nur geziemt die Rach' und Strafe.
— Christian Dietrich Grabbe
Ein Geist, der auf zur Gottheit strebt, muß zwar vom Staube sich erheben: doch kann, wer nicht der Erde lebt, auch nicht vom Himmel leben.
— Johann Georg Jacobi
Mit tiefer Ehrfurcht schau' ich die Schöpfung an, denn du, Namenloser, du schufest sie!
— Friedrich Gottlieb Klopstock
Das Genie ist die Macht, Gott der menschlichen Seele zu offenbaren.
— Franz Liszt
Gott liebt den kleinen Mann. Er hat so viele von seiner Sorte gemacht.
— Abraham Lincoln
Es gibt nur einen mächtigen Hebel der Zivilisation: die Religion.
— Johann Jakob Bachofen
Du sollst zu stolz sein, Gott zu rufen, wenn du noch nicht am Ende deiner Menschenkräfte bist.
— Gorch Fock
Müsste man statt Gebeten Geld emporsenden, fast alle wären Atheisten!
— Emanuel Wertheimer
Nichts wirkt auf die ganze Umgebung eines Menschen beruhigender und anziehender als ein unerschütterliches Gottvertrauen.
— Rudolf von Tavel
Das Gebet ist die Mutter und der Ursprung aller Seelenerhebung.
— Johannes Bonaventura
Die geistige Freude ist das sicherste Merkmal der in uns wohnenden Gnade Gottes.
— Johannes Bonaventura
Eher werden Himmel und Erde vergehen, als dass Maria demjenigen ihre Hilfe versagt, der sie um Hilfe bittet und auf sie sein Vertrauen setzt.
— Johannes Bonaventura
Beten heisst die Gnade des Heiligen Geistes aus der überschwenglich süssen Quelle der Heiligsten Dreifaltigkeit schöpfen.
— Johannes Bonaventura
Wenn ein Mensch mit Gott gut steht, der steht wohl, wenn's übel geht; denn er kann die höchsten Gaben, Vater, Bruder, Tröster haben.
— Friedrich von Logau
Was das Glockenläuten zur Ruhe der Verstorbenen beitragen mag, will ich nicht entscheiden; den Lebenden ist es abscheulich
— Georg Christoph Lichtenberg
Die Religion ist das Krankenhaus der Seelen, welche die Welt verwundet hat.
— Jean Antoine Petit-Senn
Die Größe und unendliche Weisheit des Schöpfers wird nur derjenige wirklich erkennen, der sich bestrebt, aus dem gewaltigen Buche, das wir Natur nennen, seine Gedanken herauszulesen
— Justus Freiherr von Liebig
Das Kreuz ist eine Last von der Art, wie es die Flügel für die Vögel sind. Sie tragen sie aufwärts
— Bernhard von Clairvaux
Geh durch den Menschen, und du gelangst zu Gott
— Augustinus
Krieg ist ewig zwischen List und Argwohn; nur zwischen Glauben und Vertrauen ist Friede.
— Friedrich von Schiller