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Sprüche über Ruhe

440 Sprüche — Seite 2

In einer lauten und beschleunigten Welt wirkt Ruhe fast wie ein verlorenes Gut. Sie ist weit mehr als Schweigen oder Stillstand, denn in ihr sammeln sich Klarheit, Selbstbeherrschung und die Möglichkeit, wieder bei sich selbst anzukommen. Deshalb gehört dieses Thema zu den stillen Voraussetzungen eines geordneten Lebens.

Echte Ruhe erzwingt sich nicht, sondern entsteht, wenn die Ansprüche einen Moment pausieren und der Blick nach innen Raum gewinnt. Wer sie kennt, weiß, dass in ihr nicht Leere wartet, sondern jene Klarheit, die das Wesentliche vom Flüchtigen trennt – still, aber scharf.

  1. Wer sich stets zuviel geschont hat, der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung. Gelobt sei, was hart macht.

    Friedrich Nietzsche

  2. Blumen anschauen hat etwas Beruhigendes: Sie kennen weder Emotionen noch Konflikte.

    Sigmund Freud

  3. Der Mensch braucht Stunden, wo er sich sammelt und in sich hineinlebt.

    Albert Einstein

  4. Es gibt Schwestern, die geben dem Patienten Morphium, damit dieser Ruhe habe - und es gibt Schwestern, die geben dem Patienten Morphium, damit sie Ruhe haben.

    Carl Ludwig Schleich

  5. Ist das Herz in Ruhe, so ist es selbst in einer kleinen Hütte gemütlich.

  6. Bleibe ruhig, tu's gediegen; was nicht fertig ist, bleibt liegen!

  7. Muße ist der schönste Besitz von allen

    Sokrates

  8. Wer sich abhetzt, wird nie Vollkommenheit erlangen. Dazu gehören Ruhe und Stille.

  9. Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man müde wird.

    Jules Renard

  10. Es ist schwer mit Menschen zu leben, weil das Schweigen so schwer ist.

    Friedrich Nietzsche

  11. Seelenruhe bekommt man, wenn man aufhört zu hoffen.

  12. Es gibt, schweigsame Menschen, die interessanter sind als die besten Redner.

    Benjamin Disraeli

  13. Tu soviel Gutes, wie Du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber.

    Charles John Huffam Dickens

  14. Nimm Dir Zeit. Ein Acker, der ausruhen konnte, liefert prächtige Ernte.

    Ovid

  15. Wenn es dir gelingt, die innere Ruhe zu erobern, so hast du mehr getan als derjenige, der Städte und ganze Reiche erobert hat.

    Michel de Montaigne

  16. Ruhe, Stille, Sofa und eine Tasse Tee gehen über alles!

    Theodor Fontane

  17. Je mehr nun aber einem die Furcht in Ruhe lässt, desto mehr beunruhigen ihn die Wünsche, die Begierden und Ansprüche

    Arthur Schopenhauer

  18. Nicht ewig freut man sich der Ruhe und des Friedens, und doch ist Unglück und Zerstörung nicht das Ende. Wenn das Gras vom Steppenfeuer verbrannt ist, sprosst es im Sommer neu.

  19. Nichts verleiht mehr Überlegenheit als ruhig und unbekümmert zu bleiben...

    Thomas Jefferson

  20. Nicht ausserhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts, und er verwirft auch nichts.

    Buddha

  21. Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.

    François de la Rochefoucauld

  22. So wie nicht jeder träumt, der schläft, so schläft auch nicht jeder, der träumt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  23. Der beste Aussichtsturm des Lebens ist Gelassenheit.

  24. Das Herz muss in Harmonie und Ruhe sein, dann erst wird es heiter.

    Lü Bu We

  25. Erholung ist die Würze der Arbeit.

    Plutarch

  26. Ein Augenblick der Seelenruhe ist besser, als was du erstreben magst.

  27. Nach getaner Arbeit ist gut ruhen.

  28. Einen Gottlosen habe ich noch nie gesehen, nur Ruhelose sind mir begegnet.

    Fjodor M. Dostojewski

  29. Es gibt keinen größeren Genuss auf Erden als den Schlaf, wenn man schlafen will.

    Anton Tschechow

  30. Der Müßiggang: Es ist dies das heilige Kleinod, das einzige Fragment der Gottähnlichkeit, das uns vom Paradiese blieb.

    Friedrich von Schlegel

  31. Intelligenz ist die Fähigkeit, die bewirkt, dass man Abstand nimmt.

    Henry de Montherlant

  32. Tagträumen ist nicht verlorene Zeit, sondern ein Auftanken der Seele.

  33. Den Puls des eigenen Herzens fühlen. Ruhe im Innern, Ruhe im Äußern. Wieder Atem holen lernen, das ist es.

    Christian Morgenstern

  34. Der Ruhende soll handeln, und der Handelnde ruhen.

    Seneca

  35. Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, nicht aber um aufzugeben.

    Augustinus

  36. Erquicklich ist die Mittagsruh, nur kommt man oftmals nicht dazu.

    Wilhelm Busch

  37. Es ist ebenso nutzlos als töricht, sich nicht in das Unabänderliche ruhig und still zu fügen

    Wilhelm von Humboldt

  38. Der lebt nicht, dessen Haupt nicht im Himmel steht, auf dessen Brust nicht die Wolken ruhen, dem die Liebe nicht im Schoße wohnt, und dessen Fuß nicht in der Erde wurzelt.

    Clemens Brentano

  39. Müde und satt - wie schön ist datt!

  40. Es steht dir frei, zu jeder Stunde dich auf dich selbst zurückzuziehen. Gönne dir das recht oft, dieses Zurücktreten ins Innere, und verjünge so dich selbst

    Mark Aurel

  41. Sieh auf die Natur: Sie ist beständig in Aktion, steht nie still, und doch schweigt sie.

    Mahatma Gandhi

  42. Der eigene Hund macht keinen Lärm - er bellt nur.

    Kurt Tucholsky

  43. Nimm zwei Pfund Geduld, ein Pfund Zufriedenheit, eine kleine Prise Weltabgeschiedenheit, zwei Löffel Mühe, Fleiß und ein Lot Ruh, dann nach Geschmack noch etwas Scherz dazu, viel guten Willen, rei …

  44. Bei allen Handlungen beständig auf fremde Urteile Rücksicht nehmen ist das Gift unserer Ruhe

    Jean Paul

  45. Wer mit Gelassenheit handelt, erreicht, was er erstrebt.

  46. Eine kurze Rast hält nie auf.

  47. Glück kann das Abendläuten, das Ruhen nach schwerem Tagwerk bedeuten. Glück läßt sich nicht erjagen, erfragen, Glück muss man tief im Innern tragen, und nicht bei den Sternen, und nicht in den Fer …

  48. Welch Unglück, dass das gute Gewissen ein sanftes Ruhekissen ist. Solch Komfort lockt die Tugend, reichlich oft zu schlafen.

    Emil Gött

  49. Kommt der Geist eines Menschen vor zeitlichen Sorgen nicht zur Ruhe, so kann er Gott nicht näher kommen.

    Antonius von Padua

  50. Zu wissen, wie man abwartet, ist das große Geheimnis des Erfolges.

  51. Möge die Kuh in deinem Stall dich nicht vor deinem Hahn wecken.

  52. Während ich mich an einem schwülen Tag auf den trägen Wassern des Sees treiben lasse, höre ich fast auf zu leben und fange an zu sein

    Henry David Thoreau

  53. Nur in der Arbeit wohnt der Frieden und in der Mühe wohnt die Ruh'!

    Theodor Fontane

  54. Man verschlafe ruhig die Hälfte des Lebens - man wird die andere Hälfte doppelt genießen.

    Carl Ludwig Schleich

  55. Der Mensch muss zu seiner inneren Ruhe gebildet werden.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  56. Ein Müder kann sogar auf dem Misthaufen schlafen.

  57. Wer imponiert? Nur welcher ruhig seinen Weg geht.

    Wilhelm Raabe

  58. Wer zu schweigen weiß, weiß gegebenenfalls auch zu reden.

    Niccolò Tommaseo

  59. Lachen ist gesund, Freude ist Balsam. Aber Seelenruhe ist des Lachens Quelle und der Freude Balsambüchse.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  60. Gott schuf die Erde und ruhte einen Tag; danach hat er die Frau erschaffen, und seitdem hat er keine Ruhe mehr.