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Sprüche über Ruhe

440 Sprüche — Seite 5

In einer lauten und beschleunigten Welt wirkt Ruhe fast wie ein verlorenes Gut. Sie ist weit mehr als Schweigen oder Stillstand, denn in ihr sammeln sich Klarheit, Selbstbeherrschung und die Möglichkeit, wieder bei sich selbst anzukommen. Deshalb gehört dieses Thema zu den stillen Voraussetzungen eines geordneten Lebens.

Echte Ruhe erzwingt sich nicht, sondern entsteht, wenn die Ansprüche einen Moment pausieren und der Blick nach innen Raum gewinnt. Wer sie kennt, weiß, dass in ihr nicht Leere wartet, sondern jene Klarheit, die das Wesentliche vom Flüchtigen trennt – still, aber scharf.

  1. So wie die großen Sphinxen, in nobler Haltung durch die Ewigkeit durch lauernd auf dem heißen Wüstensand, so starren Katzen sorglos ins Nichts, ruhig und weise.

    Charles Baudelaire

  2. Faulheit ist der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit.

    Immanuel Kant

  3. Es ist besser, gelassen auf Stroh zu liegen, als auf goldenem Stuhl an üppiger Tafel seine Ruhe zu verlieren.

    Epikur

  4. Es ist immer so: je mehr es um den Menschen tobt und wirbelt, desto stiller wird es in ihm selbst.

    Paul Keller

  5. Schwere Arbeit in der Jugend ist sanfte Ruhe im Alter.

  6. Ein Ruhestörer ist jemand, der die Bettdecke von der schlummernden Wahrheit wegzieht.

    Ludwig Börne

  7. Durch Leichtfertigkeit verliert man die Wurzeln, durch Unruhe die Übersicht.

    Laotse

  8. Gebt den Leuten mehr Schlaf - und sie werden wacher sein, wenn sie wach sind.

    Kurt Tucholsky

  9. Nicht nur die Angst ist ansteckend, sondern auch die Ruhe und die Freude, mit der wir dem jeweils Auferlegten begegnen.

    Dietrich Bonhoeffer

  10. Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.

    Arthur Schopenhauer

  11. Wo die Stille mit dem Gedanken Gottes ist, da ist nicht Unruhe noch Zerfahrenheit.

    Franz von Assisi

  12. Eine halbe Stunde Meditation ist absolut notwendig, ausser, wenn man sehr beschäftigt ist, dann braucht man eine ganze Stunde.

    Franz von Sales

  13. Wenn dir ein Wort auf der Zunge brennt ... lass es brennen.

  14. Die Ruhe tötet, nur wer handelt, lebt.

    Theodor Körner

  15. Bleib ruhig: In hundert Jahren ist alles vorbei.

    Ralph Waldo Emerson

  16. Es legte Adam sich im Paradiese schlafen, da ward aus ihm das Weib geschaffen. Du armer Vater Adam du! Dein erster Schlaf war deine letzte Ruh'.

    Matthias Claudius

  17. Geh mit dir selbst streng ins Gericht, und wenn's dir nicht gelingt, von innen die Ruh, das Glück dir zu erringen: von außen kommt das Glück dir nicht!

    Friedrich von Bodenstedt

  18. Die Stille ist nicht auf den Gipfeln der Berge, der Lärm nicht auf den Märkten der Städte; beides ist in den Herzen der Menschen.

  19. Habe Geduld in allen Dingen, vor allem aber mit dir selbst.

    Franz von Sales

  20. Frischer Schnee bedeckt die Felder, nur noch Stille, weit und breit. und in einem Augenblick spüre ich die Ewigkeit.

  21. Sollen dich die Dohlen nicht umschrei'n, musst du nicht Knopf auf dem Kirchturm sein.

    Johann Wolfgang von Goethe

  22. Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, ohne Furcht, was man im Lande glaubt: wo man singt, da wird kein Mensch beraubt, Bösewichter haben keine Lieder.

    Johann Gottfried Seume

  23. Das Spiel gleicht einer Erholung, und da man nicht ununterbrochen arbeiten kann, bedarf man der Erholung.

    Aristoteles

  24. Die Natur des Geistes ist so geartet, dass uns der Wechsel meist mehr Erholung schafft als die Ruhe.

    Ernst von Feuchtersleben

  25. Wir kommen nur, um zu schlafen, wir kommen nur, um zu träumen. Es ist nicht wahr, es ist nicht wahr, dass wir zum Leben auf die Erde gekommen sind.

  26. Enten legen ihre Eier in Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt ißt Hühnereier

    Henry Ford

  27. Der Unglückliche braucht Tätigkeit wie der Glückliche Ruhe.

    Jean Paul

  28. All zu vieles Schlafen macht dumm, und all zu vieles Wachen führet zuletzt zu dem Wahnwitz.

    Johann Georg Zimmermann

  29. Diebe ruhen nie, Wächter ab und zu.

  30. Trinke nicht Wasser aus einer schmutzigen Quelle, ruhe nicht im Schatten eines giftigen Baumes.

  31. Gesellschaft braucht der Tor, und Einsamkeit der Weise.

    Friedrich Rückert

  32. Wir halten den, der sich den politischen Angelegenheiten fernhält, nicht für einen ruheliebenden, sondern für einen unnützen Menschen.

    Perikles

  33. In der Stille reifen die großen Dinge.

    Thomas Carlyle

  34. Wer die ganze Nacht schläft, hat am Tage Anspruch auf ein wenig Ruhe

  35. Die wahre Ruhe der Gemüter ist Tugend und Genügsamkeit

    Christian Fürchtegott Gellert

  36. Fremder Gleichmut ist eines der besten Mittel gegen die Fieber des Lebens.

    Paul Keller

  37. Der Mensch ist nicht zur Ruhe bestimmt.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg

  38. Muße braucht Zufriedenheit und Selbstvertrauen.

    Else Pannek

  39. Nichts ist, das Dich bewegt. Du selber bist das Rad, das aus sich selbst läuft und keine Ruhe hat.

    Angelus Silesius

  40. Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht gegen die Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.

    Immanuel Kant

  41. Alles Elend kommt davon, dass wir nicht ruhig allein in einem Zimmer sitzen können.

    Blaise Pascal

  42. Mögest du Ruhe finden, wenn der Tag sich neigt und deine Gedanken noch einmal die Orte aufsuchen, an denen du heute Gutes erfahren hast. Auf dass die Erinnerung dich wärmt und gute Träume deinen S …

  43. Träumen - die Stille, die Ruhe, die Einsamkeit genießen und Kraft schöpfen um neu beginnen zu können.

  44. Man sollte auch an Wochentagen ein paar Augenblicke Sonntag sein lassen.

  45. Den Ahnungslosen schenkt der Herr einen leichten Schlaf.

    Julius Caesar

  46. Wahre Gemütsruhe ist nur in der Unruhe geistiger Arbeit zu finden.

    Ernst Friedrich August Rietschel

  47. Ist die Seele ruhig, so wird auch der Körper bald beruhigt.

    Novalis

  48. Arbeit und Ruhe gehören zusammen wie Auge und Lid

    Rabindranath Tagore

  49. Sei ohne Harm und ohne Groll, die Welt ist manchen Zufalls voll. Wenn du stets schaffst in guter Ruh, fällt dir vielleicht ein Glückslos zu.

  50. Rastlos musst du weiter streben, nie ermüdet stille stehn; nur dann kann ich in Ruhe leben, sonst würden wir uns wiedersehen

    Theodor Storm

  51. Das einzig habe ich bereut: nicht zuweilen Pausen gemacht zu haben, ich wäre den Meinen, mir und den anderen mehr gewesen.

    Paul Keller

  52. Unveränderlichkeit und Ruhe sind Zeichen äußerster Vollkommenheit.

  53. Einen Tag lang ungestört in Muße zu verbringen, heisst, einen Tag lang ein Unsterblicher zu sein.

    Johann Albrecht Bengel

  54. Du bist erlöst von deinem Leiden, läßt uns allen in tiefem Schmerz, ach, wie so schwer ist doch das Scheiden. Nun ruhe aus, du gutes Herz.

  55. Wenn du einst in stillen Stunden, nimmst dies Album in die Hand, und du hast dies Blatt gefunden, denk, den hab' ich auch gekannt!

  56. Zeige dem Gewaltsamen die geräuschlose Stärke tiefer Überzeugung.

    Johann Kaspar Lavater

  57. Nichts kann mehr zu einer Seelenruhe beitragen, als wenn man gar keine Meinung hat.

    Georg Christoph Lichtenberg

  58. Zum Herzen führen nicht Brücken, sondern ruhige Pfade.

  59. Wozu sollen wir Menschen miteinander kämpfen? Wir sollen uns nebeneinander setzen und Ruhe haben.

    Georg Büchner

  60. Die Menschen, die nach Ruhe suchen, die finden Ruhe nimmermehr, weil sie die Ruhe, die sie suchen, in Eile jagen vor sich her

    Wilhelm Müller