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Sprüche über Pflicht

446 Sprüche — Seite 2

Nicht alles, was getan werden muss, entspringt Neigung oder persönlichem Vorteil. Pflicht meint jene innere oder äußere Verbindlichkeit, die Handeln fordert, auch wenn es unbequem ist oder keinen unmittelbaren Lohn verspricht. Deshalb gehört dieses Thema zu den ernsten Grundlagen eines verantwortlichen Lebens.

Ihre Würde zeigt sich darin, dass sie den Menschen über bloße Stimmung und Bequemlichkeit hinaushebt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Pflicht mit Haltung, Verlässlichkeit und dem Bewusstsein verbunden ist, dass Freiheit ohne Bindung leicht ins Beliebige kippt.

  1. Tugend will, man soll sie holen, ungern ist sie gegenwärtig; Laster ist auch unbefohlen dienstbereit und fix und fertig.

    Wilhelm Busch

  2. Abends werden die Faulen fleißig

  3. Alle großen Dinge sind einfach und viele können mit einem einzigen Wort ausgedrückt werden: Freiheit, Gerechtigkeit, Ehre, Pflicht, Gnade, Hoffnung.

    Winston Churchill

  4. Der Ruhende soll handeln, und der Handelnde ruhen.

    Seneca

  5. Es ist ebenso nutzlos als töricht, sich nicht in das Unabänderliche ruhig und still zu fügen

    Wilhelm von Humboldt

  6. Jedes noch so harte Joch drückt den, der ruhig darunter geht, weniger als den, der widerstrebt.

    Seneca

  7. Für einen guten und edlen Menschen ist nicht nur die Liebe des Nächsten eine heilige Pflicht, sondern auch die Barmherzigkeit gegen vernunftlose Geschöpfe.

    Isaac Newton

  8. Ein Freund, der mir den Spiegel zeiget, den kleinsten Flecken nicht verschweiget, mich freundlich warnt, mich herzlich schilt, wenn ich nicht meine Pflicht erfüllt: Der ist mein Freund!

    Christian Fürchtegott Gellert

  9. Vorhandenes Vermögen soll man betrachten als eine Schutzmauer gegen die vielen möglichen Übel und Unfälle, nicht als eine Erlaubnis oder gar Verpflichtung, die Plaisiers der Welt heranzuschaffen.

    Arthur Schopenhauer

  10. Die Flitterwochen sind vorüber, wenn der Mann nicht mehr beim Geschirrspülen hilft, sondern es alleine macht

  11. Mit Ausdauer kam auch die Schnecke noch in die Arche.

  12. In einem geordneten Staatswesen braucht man nicht fortwährend von der Verpflichtung des Einzelnen gegenüber dem Staat zu sprechen.

    Bertolt Brecht

  13. Der Schöpfer, der den Menschen zwingt, Nahrung aufzunehmen, um zu leben, ladet ihn durch Appetit dazu ein und belohnt ihn durch den Genuß.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  14. Wir haben nicht das Geld, also müssen wir denken!

    Ernest Rutherford

  15. Sei, wer du sein sollst, und tue das Deine! So wird dich das Glück, das gute Schicksal, ungestört finden.

    Johann Gottfried Herder

  16. Der Arbeiter soll seine Pflicht tun; der Arbeitgeber soll mehr tun als seine Pflicht.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  17. Man soll sein Zeug nicht an e i n e n Nagel hängen.

  18. Ob noch so schwer des Lebens Bürde, vergiss nie deine Menschenwürde.

  19. Schulbildung überlädt in den meisten Menschen so sehr den Acker mit Schutt, dass keine Gedanken mehr darauf wachsen können.

    August Pauly

  20. Was uns im Leben am meisten Not tut ist ein Mensch, der uns zu dem zwingt, was wir können.

    Ralph Waldo Emerson

  21. Die Schwierigkeit ist immer klein, man muss nur nicht verhindert sein.

    Wilhelm Busch

  22. Was wir aufgeben, müssen wir mit freier Wahl aufgeben, nicht wie der Fuchs die Trauben.

    Gottfried Keller

  23. Zwang ist ein Übel; aber es besteht kein Zwang, unter Zwang zu leben.

    Epikur

  24. Wir verbringen so viel Zeit mit Dingen, die dringend sind, so dass keine mehr übrig ist für Dinge, die wichtig sind.

    Henry Ward Beecher

  25. Das Leben wäre unerträglich, wenn wir nie träumten.

    Anatole France

  26. Held sein, eine Minute, eine Stunde lang, das ist leichter, als in stillem Heroismus den Alltag zu tragen

    Fjodor M. Dostojewski

  27. Willst du deine Arbeit so verrichten, wie Gott sie verlangt, dann verrichte sie aus Liebe

    Vinzenz von Paul

  28. Lass dir an dem Bewusstsein genügen, deine Pflicht getan zu haben; andere mögen es erkennen oder nicht.

    Christoph Martin Wieland

  29. Die Ehre ist die Poesie der Pflicht!

    Alfred de Vigny

  30. Die wertvollste Eigenschaft die ein Mensch sich aneignen kann ist die Fähigkeit, die Dinge zu tun, die er tun muss, wenn sie getan werden müssen, ob es ihm gefällt oder nicht

    Thomas Henry Huxley

  31. Sieh, das ist Lebenskunst, vom schieren Wahn des Lebens sich befreien, fein hinzulächeln übers große Muss.

    Christian Morgenstern

  32. Nichts ist schöner als seine Pflicht zu tun, wenn man der Herr ist.

    Alexandre Vinet

  33. Jag' du die Arbeit, sonst jagt sie dich.

  34. Sowie die Liebe ihre Kette fühlt, begreift sie, dass sie enden muss.

  35. Steuern sind ein erlaubter Fall von Raub.

    Thomas von Aquin

  36. Essen ist ein Bejdürfnis, geniessen eine Kunst

    François de la Rochefoucauld

  37. Freundlichkeit verpflichtet mehr als eine Anleihe

  38. Das Wort "Familienbande" hat einen Beigeschmack von Wahrheit.

    Karl Krauß

  39. Ein vernünftiges Auto soll seinen Besitzer überallhin transportieren außer auf den Jahrmarkt der Eitelkeit.

    Henry Ford

  40. Erst am Abend erfährt der Mensch so recht, was ihn unter den Mühen des Tages aufrechterhalten hat.

    Wilhelm Raabe

  41. All Labsal, was uns hier beschieden, fällt nur im Kampf und Streit uns zu; nur in der Arbeit wohnt der Frieden, und in der Mühe wohnt die Ruh.

    Theodor Fontane

  42. Erfülle jederzeit deine Pflicht, und wenn es dir schwer fällt, dann murre nicht. Nur den erquickt des Abends Rast der freudig trug des Tages Last.

  43. Nach den Jahren der Last kommt die Last der Jahre

    Johann Wolfgang von Goethe

  44. Wenn du viel erreichen willst, darfst du niemals mucken; wer den Teich aussaufen will, muss auch Kröten schlucken.

  45. Wenn man von den Leuten Pflichten fordert und ihnen keine Rechte zugestehen will, muss man sie gut bezahlen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  46. Zu hoffen und zu handeln - das ist unsere Pflicht im Unglück.

    Boris Pasternak

  47. Gesundheit ist das Ausmaß an Krankheit, das es mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen.

    Friedrich Nietzsche

  48. Des Lebens Mühe lernt uns allein des Lebens Güter zu schätzen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  49. Der Geist, der unverrückbar an ein fernes schönes Ziel glaubt, vermag die Lebenskraft sich zu erhalten, die ihn über den Alltag hinwegführt.

    Gustav Stresemann

  50. Wer sich des Fragens schämt, der schämt sich des Lernens

  51. Keine Schuld ist dringender als die, Dank zu sagen!

    Marcus Tullius Cicero

  52. Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.

    Winston Churchill

  53. Jeder Mensch ist ein Sklave der Notwendigkeit, aber der Sklave, der sich dessen bewusst ist, ist weit überlegen

    Simone Weil

  54. Glück und Unglück ist doch zuletzt nur Stoff, und menschliche Aufgabe, daran zum Künstler zu werden.

    Alexander von Villers

  55. Belaste dich nicht mit Hass. Er ist eine schwerere Bürde, als du denkst.

    Marie Marquise de Sévigné

  56. Heiraten heißt, seine Rechte halbieren und seine Pflichten verdoppeln.

    Arthur Schopenhauer

  57. Am Morgen sehr früh ist viel zu spät für das, was man Abend vorher hätte tun sollen.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  58. Es ist leichter, alle zu lieben als einen. Die Liebe zur ganzen Menschheit kostet gewöhnlich nichts als eine Phrase; die Liebe zum Nächsten fordert Opfer.

    Peter Rosegger

  59. Nichts wissen ist keine Schande, wohl aber, nichts lernen wollen

  60. Die Bildung wird täglich geringer, weil die Hast größer wird.

    Friedrich Nietzsche