
All Labsal, was uns hier beschieden, fällt nur im Kampf und Streit uns zu; nur in der Arbeit wohnt der Frieden, und in der Mühe wohnt die Ruh.
Bedeutung
Theodor Fontane, einer der bedeutendsten deutschen Erzähler des 19. Jahrhunderts, formuliert in diesem Vers ein Paradox: Frieden und Ruhe finden sich nicht in der Untätigkeit, sondern in der Arbeit und der Mühe. Das klingt zunächst widersprüchlich, enthält aber eine tiefe Einsicht: Wer arbeitet, erlebt das Gefühl des Tages-Abschlusses, der Leistung und des verdienten Ruhens. Der Kampf und der Streit, von denen Fontane spricht, meinen nicht Streit mit anderen, sondern das Ringen mit der täglichen Aufgabe. Nur wer sich in diesem Sinne bemüht hat, kennt echte Erholung.
Verwendung
Passend als literarisches Zitat in Texten über Arbeit, Engagement und das Verhältnis von Mühe und Erholung. Auch geeignet für Reden oder Beiträge über Berufsstolz, den Sinn von Anstrengung oder als Fontane-Zitat in kulturhistorischen Texten. Für volkskundliche Sammlungen, Fontane-Zitate in kulturhistorischen Texten oder Reden über Berufsstolz eignet sich dieser Vers als treffendes Wort über den Wert tätigen Engagements.
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Über Theodor Fontane
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1819 - 1898
Theodor Fontane (1819–1898) schrieb mit „Effi Briest" und „Der Stechlin" Schlüsselwerke des deutschen Realismus – ausgebildeter Apotheker, der erst im Alter zum Romanautor wurde.
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Fontane wuchs in Neuruppin und Swinemünde auf und absolvierte zunächst eine Apothekerausbildung, bevor er als Balladendichter und Journalist Fuß fasste. Als Regierungspressereferent und Redakteur der Kreuzzeitung erarbeitete er nebenbei die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Seinen Ruf als Romanautor begründete er erst im fortgeschrittenen Alter – seine hugenottischen Wurzeln und das Berliner Milieu prägten sein Werk nachhaltig.

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