
Nur wer jeden Augenblick seine Unvollkommenheit empfindet, kann sich fortentwickeln.
Bedeutung
Fontane beschreibt eine Bedingung für Entwicklung: Wer sich selbst für vollständig und fehlerlos hält, hat keinen Antrieb, sich zu verbessern. Erst das Spüren der eigenen Unvollkommenheit – nicht als Selbstgeißelung, sondern als ehrliche Wahrnehmung – schafft den Impuls zur Weiterentwicklung. Das ist keine Aufforderung zur Selbstkritik, sondern zur ehrlichen Selbstwahrnehmung. Der Satz zielt auf Lernen, Arbeit oder Können als praktische Erfahrung. Er wirkt nicht durch abstrakte Belehrung, sondern dadurch, dass er eine konkrete Haltung zu Fehlern, Leistung oder Wissen verlangt.
Verwendung
Als Argument für Selbstreflexion als Wachstumsvoraussetzung. Passend in Gesprächen über persönliche Entwicklung, als Argument für Bescheidenheit als Lernhaltung oder als Motivation für Menschen, die an sich arbeiten wollen. Gut geeignet ist er für Schule, Beruf, Prüfungen, Coaching oder Lernprozesse. Er passt besonders, wenn eine konkrete Aufgabe, ein Fehler oder ein nächster Schritt benannt wird.
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Über Theodor Fontane
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1819 - 1898
Theodor Fontane (1819–1898) schrieb mit „Effi Briest" und „Der Stechlin" Schlüsselwerke des deutschen Realismus – ausgebildeter Apotheker, der erst im Alter zum Romanautor wurde.
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Fontane wuchs in Neuruppin und Swinemünde auf und absolvierte zunächst eine Apothekerausbildung, bevor er als Balladendichter und Journalist Fuß fasste. Als Regierungspressereferent und Redakteur der Kreuzzeitung erarbeitete er nebenbei die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Seinen Ruf als Romanautor begründete er erst im fortgeschrittenen Alter – seine hugenottischen Wurzeln und das Berliner Milieu prägten sein Werk nachhaltig.

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