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Sprüche über Pflicht

446 Sprüche — Seite 7

Nicht alles, was getan werden muss, entspringt Neigung oder persönlichem Vorteil. Pflicht meint jene innere oder äußere Verbindlichkeit, die Handeln fordert, auch wenn es unbequem ist oder keinen unmittelbaren Lohn verspricht. Deshalb gehört dieses Thema zu den ernsten Grundlagen eines verantwortlichen Lebens.

Ihre Würde zeigt sich darin, dass sie den Menschen über bloße Stimmung und Bequemlichkeit hinaushebt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Pflicht mit Haltung, Verlässlichkeit und dem Bewusstsein verbunden ist, dass Freiheit ohne Bindung leicht ins Beliebige kippt.

  1. Wie man den Acker bestellt, so trägt er.

  2. Was der Acker nicht trägt, muss der Buckel tragen.

  3. Was einer angefangen oder zugeschnitten, soll ein anderer nicht ausmachen.

  4. Wer nichts an die Angel steckt, der fängt nichts.

  5. Wenn du die Angel ziehst zu früh, so fängst du nie.

  6. Angst und Schrecken bringen den Lahmen auf die Beine.

  7. Wer sich anspannen lässt, der muss ziehen.

  8. Wer bauen will, muss zwei Pfennige für einen rechnen.

  9. Es ist eine Schande, lange dienen und doch ungeschickt bleiben.

  10. Was die Egge bestrichen und die Hacke bedecket, das folgt dem Erbe

  11. Der Faule sucht einen Herrn, der ihm in der Woche sieben Feiertage gibt

  12. Die Faulen kehren sich lang im Bett und wenden dem Teufel den Braten

  13. Willst du nicht lernen mit der Feder schreiben, schreib mit der Mistgabel

  14. Wer zeitig feiern will, muss fleissig arbeiten

  15. Wer alle Tage feiert, der fragt nichts nach dem Sonntag

  16. Nach vielen Feiertagen kommt selten ein guter Werktag

  17. Wer nichts recht tut, hat nie Feierabend

  18. Wo man Gewalt braucht, ist die Lust nicht groß.

    Aristophanes

  19. Besser zweimal fragen als einmal irregehen

  20. Fragen kostet kein Geld und wird einem kein Zahn davon stumpf

  21. Nicht auf jede Frage gehört eine Antwort

  22. Die Frau muss selber sein die Magd, soll's gehen, wie es ihr behagt

  23. Wer früh aufsteht, viel verzehrt, wer spät aufsteht, den Gott ernährt

  24. Früh auf und spät nieder bringt verlornes Gut wieder

  25. Das Wesentliche befindet sich unter einem Berg täglichen Kleinkrams.

    Else Pannek

  26. Pflichtbewusstsein aus Gehorsam macht Menschen zu Werkzeugen, schließt Menschlichkeit aus.

    Else Pannek

  27. Anderen die Aufgaben abzunehmen heißt: sie in ihrer Entwicklung zu behindern.

    Else Pannek

  28. Kein noch so zwingender Eid, keine noch so zwingende Vorschrift befreien davon, Herz und Verstand zu gebrauchen.

    Else Pannek

  29. Alle haben wir die Neigung, uns zum Sklaven der Stunde und der Überlieferung zu machen.

    Theodor Fontane

  30. Ich beeile mich, über alles zu lachen, um nicht gezwungen zu sein, darüber zu weinen.

    Pierre Augustin Baron de Beaumarchais

  31. Es gibt noch Menschen, denen das Gewissen befiehlt, ein jeglich Ding dahin zu stellen, wohin es gehört.

    Rudolf von Tavel

  32. Bedenke, was du heute tust, bedenk' auch, was du morgen musst, zumeist bedenke, deinem Leben durch Arbeit Kern und Halt zu geben

    Friedrich Wilhelm Weber

  33. Die Trägen, die zu Hause liegen, erquicket nicht das Morgenrot; Sie wissen nur von Kinderwiegen, von Sorgen, Last und Not um Brot.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  34. Die Kunst hat nicht die Aufgabe, die Menschen über die Beschaffenheit der Wirklichkeit zu belehren, sondern sie hat die einzige Aufgabe, ihnen das Schöne vorzuführen.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  35. Unter zwei oder mehreren Verbündeten verpflichtet die Abmachung vor allem die Schwächeren.

    Kazimierz Bartoszewicz

  36. Die Ehre verpflichtet zur Sittlichkeit, der Ruhm noch mehr, die Macht am meisten.

    Berthold Auerbach

  37. Wem das Leben keine Lasten auflädt, dem wird es selbst zur Last.

    Peter Sirius

  38. Das Volk muß für sein Gesetz kämpfen wie für seine Stadtmauer

    Heraklit von Ephesos

  39. Es gibt nur eine Verpflichtung: glücklich zu sein.

    Denis Diderot

  40. Die größte Kunst ist, den Kindern alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel zu machen

    John Locke

  41. Die Aufgabe erhält lebendig.

    Paul de Lagarde

  42. Jeder von uns hat etwas Unbehauenes, Unerlöstes in sich, daran unaufhörlich zu arbeiten seine heimlichste Lebensaufgabe bleibt

    Christian Morgenstern

  43. Das Angenehme der Ehe wiegt ihr Unangenehmes nicht auf

    Christina I. von Schweden

  44. Die Arbeit, dieser Fluch, womit Gott das menschliche Geschlecht segnete, gibt uns wahres und dauerhaftes Vergnügen.

    Justus Möser

  45. Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann kaum noch gehn!

    Friedrich von Schiller

  46. Sieben Prozent kennen keine Pause, keine Religion; sie arbeiten des Nachts und Sonntags, und sogar an Regentagen

    Joseph Billings

  47. Das Leben ist fast zu gemein, um ertragen zu werden

    Katherine Mansfield

  48. Meine Aufgabe ist es, meinen Hoffnungen zu lehren, sich den Tatsachen anzupassen, und nicht, die Tatsachen dazu zu zwingen, mit meinen Hoffnungen übereinzustimmen.

    Thomas Henry Huxley

  49. Krankheiten sind Anfragen. Sie sind auch Aufgaben, Auszeichnungen sogar.

    Charles Lamb

  50. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Gerechtigkeit. Selbsterkenntnis ist die erste Pflicht – gegen die anderen.

    Anton Wildgans

  51. Wer nicht aus Liebe zur Sache arbeitet, sondern nur des Geldes willen, der bekommt gar nichts: Weder Geld noch Glück.

    Charles M. Schwab

  52. Zwinge andere Leute nicht in deine Vorstellungen.

    David Herbert Lawrence

  53. Stetes Pflichtbewusstsein ist die wahre Krone des Charakters.

    Samuel Smiles

  54. Der Mann hat anderes zu tun als der Jüngling

    Francesco Petrarca

  55. Alle Mängel im menschlichen Leben sind keine Veranlassung zu weinerlicher Klage, sondern eine Aufgabe

    Paul de Lagarde

  56. Das Leben ist einfach ein verdammtes Ding nach dem anderen.

    Elbert Green Hubbard

  57. Einem faulen Bauern ist kein Pflug gut genug.

  58. Wir finden, dass alle, die ein sehr hohes Alter erreichten, solche Menschen waren, die in der Jugend Mühe, Arbeit, Strapazen ausgestanden haben

    Christoph Wilhelm Hufeland

  59. Die Erhaltung der Gesundheit ist eine Pflicht. Nur wenige sind sich bewusst, dass es so etwas wie eine körperliche Moral gibt.

    Herbert Spencer

  60. Teilnahme am politischen Leben ist die Pflicht eines jeden Bürgers, ihre Nichterfüllung ist zugleich kurzsichtig, undankbar und gemein.

    Herbert Spencer